Samstag, 4. Februar 2012

Elternhockeyturnier bei Rot-Weiß München

Erstellt / Aktualisiert am: 17.06.2002

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Die Letzten werden die Ersten sein ..., dass diese Weisheit stimmt, hat die Elternhockey-Mannschaft des MSC heuer bei dem Großfeldturnier des HC Rot-Weiß München am 16. Juni 2002 bewiesen.

Die Hockgeier - wie sie leben

Bei diesem Turnier, an dem 9 Mannschaften aus ganz Deutschland teilnahmen, konnten erstmalig die Hockgeier vom MSC den Wanderpokal gewinnen. Die Leser werden sich fragen, was das mit der zitierten Weisheit zu tun haben soll. Na ja, im Vorjahr schnitt der MSC nicht ganz so gut ab, denn wir verließen das Turnier als 9-ter und somit als Letzter.

Regelmäßiges Training an Donnerstagen am Naturrasen sowie im Winter jeweils am Freitag in der Hans-Fleitmann-Halle hinterließen Spuren. Sowohl konditionell als auch taktisch hat sich die Mannschaft weiterentwickelt. Waldi Roth, Coach der Mannschaft, bereitete die Mannen und Frauen sehr gut auf das Turnier vor, zu dem wir beinahe nicht einmal eine Mannschaft mangels verfügbarer Spieler melden konnten. Nur dank des unermüdlichen Einsatzes der Mannschaftsführerin Helene Sender und anderer Mitglieder der Mannschaft konnten wir am Samstag mit 14 und am Sonntag gar mit 15 Spielern antreten.

Das erste Spiel gegen die Füchse und Füchsinnen aus Ludwigsburg endete mit einem mageren 0:0, das Erinnerungen an das Vorjahr wach werden ließ. Nachdem dann das zweite Spiel gegen die Wormser "Kreuzlahmen" aufgrund eines 7 Meter mit 0:1 verloren ging, war die Moral am Boden. Dann kam das Wunder, das noch genauer auszumachen wäre. Entweder kam es zu einer Richtungswende, wegen der Art der Pausengestaltung vor dem nächsten Spiel oder der Tatsache, dass unsere neue Kraft Max, der erst seit einem Monat Hockey spielt, zu uns stieß.

Helene und Jobst - Stützen der Mannschaft

Die Pause vor dem nächsten Spiel überbrückte die Mannschaft mit einem herzhaften Mittagessen, das Nicki - der Wirt von Rot-Weiß - zubereitete, begleitet von einigen kräftigen Schlucken Krähenmaß, das Haus- und Hofgetränk der Wolpertinger der Rot-Weißen. Und dann ging's ab. Mit einem von Rüdiger sehr schön vorbereiteten Vera-Tor schickten wir die Fuggerspatzen aus Augsburg und Ulm als Verlierer vom Feld. Das Match gegen die letztjährigen Turniersieger TECila Sunrise aus Darmstadt gewannen wir mit einem überzeugenden 3:0. Da die anderen direkten Gegner nur noch torlose Spiele ablieferten, lagen wir nach der Vorrunde damit auf Platz 3 in unserer Gruppe. Das Sonntagsspiel gegen die bis dahin ungeschlagenen HöFerle, eine Mischmannschaft aus Fechenheim, Höchst und Hamburg entschieden wir knapp mit 1:0 zu unseren Gunsten und standen damit im Endspiel gegen das KrummholzGwerch aus Franken, genauer Erlangen und Nürnberg.

Dieses Endspiel, auf dem wunderschönen Kunstrasen in der Siegenburger Straße, war spannend bis zum Abpfiff. Manfred brachte uns mit 1:0 durch ein wunderschönes Tor in der zweiten Halbzeit in Führung. Und kurz vor Ende entschied das Schiedsrichtergespann auf 7-Meter gegen die Hockgeier. Zu diesem Strafstoß trat der Hühne der Krummhölzer an, 1 Meter 98 groß, etwa 100 Kilo schwer. Sein Gegner, unser Torhüter Jobst, ein Jungspund von ca. Paarundfünfzig Jahren, sprungkräftig wie eine Gazelle und beweglich wie eine Schlangenfrau. Auge in Auge standen sie sich gegenüber - und wir alle, zitternd daneben. Der Riese holte aus, Jobst fixierte die Kugel, und ...

... was rauskam war ein Roller. Die Kugel bewegte sich hüpfend und im Zeitlupentempo auf das MSC-Tor zu. Jobst, lässig wie wir ihn kennen, schob einen Fuß leicht nach vorne, um zu versuchen die Kugel unter seinem Schuh zu begraben. Wir ahnten Schlimmes, doch wir täuschten uns. Jobst hielt den Ball bravourös. Das Spiel wurde glücklicherweise kurz danach abgepfiffen. Turniersieg !

Es ist vollbracht - ein Team feiert

Dieser Sieg wurde natürlich standesgemäß gefeiert, mit Krähenmaß und mit Dieters Art, das Publikum zum Jubeln zu motivieren. Helene meinte gar, "dass man ja am Höhepunkt seiner Karriere aufhören sollte" und sie bereits darüber nachgedacht habe. Glücklicherweise kam sie aber zu dem Schluss, mindestens noch ein Jährchen dranzuhängen, was wir erleichtert vernahmen und mit großem Applaus bedachten.

Nachdem sich heuer die letztjährigen Sieger aus Darmstadt mit dem letzten Tabellenplatz zufrieden geben mussten, hoffen wir natürlich, dass wir uns im nächsten Jahr nicht ebenfalls dem Motto beugen müssen, dass die Ersten, die Letzten sein werden.

Haizuru

Autor(in): Mike Lardschneider - Eingestellt von: Patrick Meyer