Donnerstag, 9. September 2010

Elternhockeyturnier bei Rot-Weiß München

Erstellt / Aktualisiert am: 23.06.2003

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Als Titelverteidiger angetreten - als Vize abgetreten

Als Titelverteidiger hat man immer eine besondere Rolle: Entweder man stellt sich selbst unter hohen Erwartungsdruck oder die anderen Mannschaften schätzen uns als starke Mannschaft ein und stellen sich entsprechend darauf ein. Mit diesen Einschätzungen ist die Elternhockey-Mannschaft des MSC, die Hockgeier, heuer beim Kleinfeldturnier des HC Rot-Weiß München am 21./22. Juni 2003 angetreten.


Die Hockgeier - wie sie leben

Es spielten zwei Gruppen a 6 Mannschaften am Samstag und Sonntag Früh, um die Reihenfolge innerhalb der Gruppen zu bestimmen. Die ersten beiden kamen jeweils ins Halbfinale. Ziel war also von Anfang an das Halbfinale zu erreichen. Mit einem schnellen Tor im ersten Spiel gegen die Freitagshocker konnte sich unsere Anspannung etwas legen. Da wir auf Naturrasen trainieren und dieses erste Spiel auf selbigem stattfand, konnten wir den Ball einigermaßen unter Kontrolle behalten und die gegnerische Mannschaft ständig unter Druck setzen. Mit einem 2:1 Sieg ist der Start schon mal recht gut gelungen.
Auch das nächste Spiel (diesmal auf ungewohnten Kunstrasen) konnten wir für uns entscheiden. Das dritte Spiel hat plötzlich einen anderen Charakter. Die Mordsdeifi (MTV aus München) hatten ihre ersten Spiele mit vielen Toren gewonnen. Die Spielstärke beider Mannschaften war ähnlich und wir lieferten uns einen ausgeglichen (teilweise harten) Kampf, der beide Mannschaften mit einem Punkt belohnte: 2:2 war der Endstand. Der Ausspruch "Endlich mal ein gescheiter Gegner" von den Mordsdeifi bei der Verabschiedung bestätigte etwas unsere Rolle als Titelverteidiger.


Auch in den Pausen gibt es immer etwas zu tun ...

Auch die letzten beiden Gruppenspiele konnten wir für uns entscheiden und lagen punktgleich mit den Mordsdeifi an der Tabellenspitze. Die Mordsdeifi hatten das bessere Torverhältnis und somit spielten wir am Sonntag im Halbfinale gegen die Gruppenerste der anderen Gruppe: die Wolpertinger, Heimmannschaft von Rot-Weiß. Wir stellten uns auf ein schweres Spiel ein. Mit konsequenter Manndeckung konnten wir dann aber doch eine leichte Feldüberlegenheit erreichen, die dann mit einem 4:2 Erfolg belohnt wurde. Manche Wolpertinger waren ganz froh, nicht im Finale spielen zu müssen: "Gott Sei Dank muss ich nicht in der Hitze noch mal spielen! Ich wollte eh heute noch zum See gehen."


Auf geht's zum Halbfinale!

Jetzt war es soweit: die Titelverteidigung im Finale stand bevor! Die Gegner waren die Mordsdeifi, die wir ja schon als ähnlich starke Mannschaft kennengelernt hatten. Wir strengten uns also mächtig an. Aber es wollte einfach kein Tor fallen (auf beiden Seiten). Spielten wir zu verkrampft? Oder lag es allein an der super Torhüterin der Mordsdeifi, die die Torchancen sehr aktiv durch Reinrutschen in den Ball vereitelte? Doch endlich 3 min vor Schluß schoß Manni das erlösende 1:0. Ein harter, schneller und verdeckter Schlag vom Kreis überraschte die Torhüterin und der Ball ging zwischen ihren Beinen ins Tor. Wir hatten jetzt den Pokal schon greifbar in der Hand. Vom Spielfeldrand wurden wir gefeiert und gleichzeitg ermahnt aufzupassen. Die Mordsdeifi haben Anstoß von der Mitte. Doch was ist das! Die Mordsdeifi marschieren durch unsere (scheinbar gelähmte) Verteidigung und innerhalb von ein paar Sekunden war der Ausgleichstreffer da! Blankes Entsetzen breitete sich aus.

Es kam wie es kommen mußte. Mit einem Unentschieden wurde die reguläre Spielzeit beendet. Der Sieger wurde durch 9m Schießen bestimmt. Und das ist nicht gerade unsere Stärke. Hatten wir das eigentlich überhaupt schon mal im Training geübt? Jetzt galt es also, den Ball so fest wie möglich zu treffen (9m ist ganz schön weit) und natürlich in Richtung Tor zu bringen. Leider gelang uns das nicht so gut wie den Mordsdeifi und wir verloren das 9m Schießen mit 0:2.

Aber der Pokal ist ja auch ein Wanderpokal. Und es wäre ja auch langweilig, wenn die gleiche Mannschaft den Pokal wieder mit nach Hause nimmt. Und Vize ist doch auch super! Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht und es waren bei dem ein oder anderen sogar Fortschritte im technischen Können zu erkennen. Es gelangen uns ja auch einige sehenswerte Tore durch Doppelpässe und das Zusammenspiel klappte oft recht gut. Selbst unsere Trainerin war mit uns sehr zufrieden und hat uns gelobt! (Was sie allerdings nicht davon abhielt, beim nächsten Training auf die vielen Fehler hinzuweisen.)

Wir freuen uns schon auf das nächste Turnier!

Autor(in): Max Griessl - Eingestellt von: Patrick Meyer