Knaben C gewinnen souverän den Sonnwend-Cup in Würzburg
Erstellt / Aktualisiert am: 03.07.2005
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Morgens um Sieben ist die Welt noch in Ordnung oder von Zwölf, die auszogen, um anderen das Fürchten zu lehren!
Am 25.06. machten sich 12 aufgeregte C-Knaben mit 2 Erwachsenen um 6.30 Uhr auf den Weg nach Würzburg, zum Sonnwend-Cup-Turnier beim HTCW. Wie würden sie diesmal abschneiden? In Ludwigsburg wurden sie Zweiter. War diesmal mehr drin?
Nach einer lustigen Zugfahrt, von Müdigkeit trotz der frühen Stunde keine Spur und restlos verputzten Vorräten kamen wir um 9.30 Uhr in Würzburg an, wo wir schon am Bahnhof mit einem Sonderbus abgeholt wurden (Spitzenservice). Kurze Zeit später erreichten wir den Platz, schön gelegen mit Blick auf die Residenz. Unser Gepäck, das Michael und Max mit dem Auto mitgenommen hatten, war auch schon da.
Wir hatten aber nicht lange Zeit die Sportanlage zu erkunden, da wir 5 Minuten später schon unser erstes Spiel, das vorgezogen werden musste, hatten, da die Dürkheimer Mädchen im Stau standen. Fast ohne Aufwärmen und Einspielen, nur nach kleiner taktischer Einstellung, begann das Spiel. Der HC Ludwigsburg, genauso überrascht vom kurzfristigen Einspringen wie wir, verlangte den Knaben einiges ab, letztendlich siegten unsere Jungs aber doch relativ klar mit 2:0.
Nun war auch etwas Zeit sich häuslich einzurichten. Im Umkleidezelt fand man schnell genügend Platz um heiße Kartenspiele auszutragen. Heiß im wahrsten Sinne, hatten wir doch inzwischen Temperaturen von über 30°C erreicht. Michael, unser Servicemann, fuhr schnell los und besorgte erst einmal Getränkekisten, so dass der Durst immer gelöscht werden konnte.
Bald schon hatten wir unser zweites Spiel. Diesmal erwarteten wir die Knaben aus Fritzlar, eine reine Anfängermannschaft, die ihr erstes Turnier bestritten. So nahmen wir unseren Torwart Max in den Sturm und Manuel wollte ins Tor. Auch unsere Profis mit bis zu 5 Jahren Spielerfahrung ließen wir auf der Bank schmoren, doch trotzdem kamen wir zu einem ungefährdeten 10:0 Sieg.
Frohgelaunt ging es dann zum Mittagessen. Anschließend hatten wir 5 Stunden Spielpause, die wir entweder kartenspielend, in der Hüpfburg oder auf dem im Schatten gelegen Spielplatz verbrachten. Gut ausgeruht gingen die Knaben nun ins letzte Spiel gegen die 1. Mannschaft des Ausrichters HTCW. Schnell führten unsere Jungen und gewannen souverän das Spiel mit 2:0. Hervorzuheben ist einzig die Tatsache, dass just mit dem Abpfiff es zu einem heftigen Wolkenbruch kam, so als wäre der HTCW mit dem Wettergott in Verbindung gestanden.
Mit dem Glücksgefühl des Gruppensiegs bezogen wir dann unser Quartier in der Turnhalle.
Frisch geduscht und hungrig machten wir uns wieder zurück auf den Platz, wo uns ein Spiel der indischen Juniorennationalmannschaft gegen die Herren des HTCW erwartete. Fasziniert beobachteten die Knaben die Ballkunst der Inder und sammelten im Anschluss auch kräftig Autogramme.
Inzwischen war es 21 Uhr und der HTCW hatte als Sensation einen Gaukler, Feuerspucker und Jongleur organisiert. Dieser bot den Kindern, wie auch den mitgereisten Erwachsenen ein spektakuläres Programm. Richtig müde schlichen sich wir uns dann um 22.30 Uhr in die Halle, wo wir nur noch schlafen wollten. Doch: es folgte der Einzug der Marburger D-Knaben! Dank Michis nachdrücklichem Warten am Lichtschalter beschlossen diese dann nach der Gutenachtgeschichte kurz nach 23 Uhr sich der allgemeinen Ruhe in der Turnhalle anzupassen. So konnten wir doch noch eine ruhige Nacht mit insgesamt 7 Stunden Schlaf verbringen.
Pünktlich um 7 Uhr begann das große Treiben in der Halle und nach schnellem Packen trabten wir wieder zurück zum Platz, wo uns erst einmal ein ausgiebiges Frühstück erwartete.
Gut gestärkt begannen unsere Knaben die Vorbereitung auf das Halbfinale, in dem der HC Schweinfurt unser Gegner war. Unser Torwart Max durfte zum Warmspielen bei der Mannschaft aus Fritzlar aushelfen, da deren Torwart mit Nasenbluten ausfiel. Dadurch hatten unsere Jungs einen richtigen Fanclub zur Seite. Gleich danach kam das Halbfinale gegen Schweinfurt. Doch schon nach wenigen Minuten Spielzeit stand fest, dass sie uns weder technisch noch taktisch gewachsen waren und wir gewannen das Spiel ungefährdet mit 4:0.
Jetzt kam das große Bangen. Wer würde unser Finalgegner sein. Doch nach einer ebenso souveränen Leistung stand fest, dass wir erneut auf den HC Ludwigsburg treffen sollten. Nun hatten wir noch etwas Zeit, bis das Endspiel endlich losgehen sollte. Je näher der Anpfiff rückte umso nervöser wurden unsere Knaben, hatten sie doch bis jetzt noch nie ein Endspiel gewonnen.
Endlich kam der Anpfiff. Die inzwischen gewonnenen Fans (Knaben C aus Fritzlar), die Mädchen C aus Obermenzing, sowie der zufällig in der Nähe weilende Papa von Kai feuerten uns kräftig an, doch in der ersten Halbzeit siegte die Nervosität. Unsere Mannschaft war zwar überlegen, doch es wollte einfach kein Tor fallen. Immer wieder gab es tolle Torchancen, doch sie wurden nicht genutzt. So stand es zur Halbzeit immer noch 0:0. Die Mannschaftsbesprechung diente nur dazu, die Jungen zu beruhigen und von ihrer Stärke zu überzeugen. Gleich nach dem Beginn der zweiten Halbzeit fiel das erlösende 1:0. Wie verwandelt zauberten sie nun und die Ludwigsburger erreichten nur selten die Mittellinie. So kam es schließlich auch noch zum hochverdienten 2:0, und beim Abpfiff fielen sich alle erleichtert in die Arme.

Der Sieg wurde gebührend gefeiert und stolz nahmen alle Jungen die verdienten Medaillen sowie die Urkunde in Empfang. Bemerkenswert ist, dass die Jungen während des gesamten Turniers keinen Punkt abgaben und kein Gegentor bekamen. Zur Belohnung gab es dann noch ein Eis, bevor wir uns ans Zusammenräumen machten.
Wieder wurde uns vom HTCW ein Bus, der uns zum Bahnhof brachte, zur Verfügung gestellt und nach Austauschen der Adressen mit dem HC Ludwigsburg zwecks Freundschaftsspiel ging es dann auf den Bahnsteig, wo wir noch knappe 30 Minuten auf unseren Zug warten mussten.
Im Zug schließlich wurde dann teils geschlafen, Karten gespielt oder sich einfach nur vergnügt und so verging die Zeit wie im Flug, bis wir um 19.36 Uhr im Hauptbahnhof einliefen.
Mit strahlenden Gesichtern wurden wir von den jubelnden und Beifall klatschenden Eltern empfangen.
Es war für alle Beteiligten ein tolles Wochenende und wir 4 Betreuer sagen nur: wir machen es gerne wieder!
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Autor(in): Frauke Kirschbaum - Eingestellt von: Max Grießl












