MSC-Spielerin Nina Killi in der Weltrangliste
Erstellt / Aktualisiert am: 13.10.2005
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Unmittelbar nach dem Abschluss der 10. Klasse des Gymnasiums und somit der Mittleren Reife startete Nina zu Ihrem zweiten ITF-Damenturnier nach Rebecq in Belgien.
Nach vier erfolgreichen Qualifikationsrunden gegen Laura Claus aus Hessen, Edith Tosner aus Garching sowie gegen die beiden Spielerinnen mit den Weltranglistenplätzen 1194 und 1077, Barbora Bozkova und Neda Kozic, hatte die 16-Jährige erstmals das Hauptfeld eines ITF-Turnieres erreicht.
In der ersten Hauptrunde traf sie auf die Französin Virginie Ayassamy, der Nummer 682 der Weltrangliste, gegen die sie sich in zwei Sätzen behauptete. Im Achtelfinale gegen Petra Novotnikova, der 558. der Weltrangliste, spielte Nina Killi aus Eching konditionsstark und selbstbewusst und gewann sensationell im dritten Satz. „Das kann ruhig so weitergehen“, war ihr Motto für das Viertelfinale. Gegen die Spanierin Eva Fernandez-Brugues, der Nummer 742 der Weltrangliste, siegte sie mit 6:1 6:3 innerhalb einer Stunde und zog damit ins Halbfinale ein.
Im ausverkauften Centrecourt erlebten die rund 400 Zuschauer dann ein hochklassiges, ausgeglichenes und extrem spannendes Halbfinalspiel gegen die Französin Noemie Scharle. Bereits nach kurzer Zeit hatte Nina die Herzen der Zuschauer auf ihrer Seite. Den Verlust des ersten Satzes mit 5:7 konnten jedoch auch sie nicht verhindern. Im entscheidenden Tiebreak des zweiten Satzes schien es, als ob Nina die Begegnung noch wenden könnte. Nach einem Doppelfehler der Echingerin gewann jedoch die Französin den Tiebreak mit 7:4 und somit den zweiten Satz mit 7:6. Mit diesem Erfolg hatte sie sich beim nächsten Turnier, den Flanders Ladies Trophy in Koksijde / Belgien eine „Special Exempt“ (direkte Teilnahme am Hauptfeld) erspielt.
Eintrittskriterium in die Weltrangliste der professionellen Tennisdamen ist die dreimalige Qualifikation oder der Gewinn einer Runde im Hauptfeld in einem ITF-Damenturnier. Wollte sie also die zweite Wertung nach diesen Kriterien erhalten, so musste sie unbedingt eine Runde gewinnen. Gegen Klaartje Van Baarle aus Belgien gelang ihr das mit einem 2-Satz-Sieg mit 6:4 6:1. Wer nun meinte, toll, jetzt sind Ferien täuschte sich gewaltig. Nach der Niederlage in der zweiten Runde packte Nina ihre Sachen und schwang sich mit Ihrem Trainer und Turniercoach Martin Liebhardt ins Auto und brauste mit einem kurzen Aufenthalt zum nächtlichen Wäschewechsel nach Hause und zum Wechsel des Turniercoachs (jetzt Gerhard Mild) nach München und stand 24 Stunden später in Maribor, Slowenien, beim Sign-in.
In der ersten Runde hatte sie gegen die Nummer 976 der Weltrangliste, Mateja Horvat aus Kroatien, noch Anlaufschwierigkeiten, sie konnte sich aber in drei Sätzen mit 2:6, 6:0, 6:1 durchsetzen. In der zweiten Qualirunde gewann sie glatt gegen Zuzana Chmelarova aus Tschechien mit 6:1 6:1.
Damit stand sie kurz vor dem Eintritt in die Weltrangliste, es fehlte nur noch ein Sieg. Es ging gegen die starke Österreicherin Bianca Kamper. Nina behielt die Nerven und setzte sich mit einer konzentrierten Leistung mit 7:5 und 6:3 durch – sie war in der Weltrangliste auf Platz 1121, gigantisch.
Zwischenzeitlich hat sie im ITF-Turnier in Herceg Novi die Qualifikation und eine Hauptrunde gewonnen, was sie in der kommenden Rangliste noch ein paar Plätze nach oben bringen sollte. Sie hofft natürlich, dass sie das professionelle Training in Oberhaching und natürlich weiterhin bei ihrem Heimtrainer Frank Pokorny weitere Erfolge erringen lassen.
Für die Punktspiele 2006 bei MSC erhofft sie sich eine gleich erfolgreiche Saison wie 2005 mit vielen Siegen im Einzel Doppel.
Autor(in): Hans Killi - Eingestellt von: Patrick Meyer







