Erfolgreiche (Jung-)Senioren kämpfen um die Ehre
Erstellt / Aktualisiert am: 03.08.2006
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Nach den Aufstiegen der Herren 30 und Herren 40 wurde der "wahre" Aufsteiger in einem Freundschaftsspiel ermittelt

Nachdem die Tennissaison 2006 für den MSC recht durchwachsen und somit nicht so erfolgreich wie in 2005 verlief, waren am Ende doch noch 2 Aufstiege im Erwachsenenbereich zu verzeichnen: Sowohl die Herren 30 als auch die Herren 40 schafften den Gruppensieg und damit den Sprung in die nächsthöhere Klasse. Zur Ermittlung des "wahren" Aufsteigers trafen sich beide Mannschaften vergangenen Samstag zu einem Freundschaftsspiel mit anschließender Meisterschaftsfeier im MSC. Doch zunächst kurz zu den Aufstiegen der beiden Mannschaften:
Die Herren 40 steigen nach 3 Jahren als Tabellenzweiter endlich in die Bayernliga auf, immerhin die zweithöchste Spielklasse in dieser Altersklasse in Deutschland. Dabei musste man gleich im ersten Spiel gegen den den TSV Haar eine bittere 3:6-Niederlage hinnehmen. Die nächsten Spiele wurden allerdings allesamt gewonnen und da auch der TSV Haar in der Zwischenzeit eine Niederlage erlitten hatte, kam es am letzten Spieltag gegen den TSV Kottern darauf an, möglichst hoch zu gewinnen, um die in der Matchbilanz besser dastehenden Haarer noch zu überholen. In der ersten Runde konnten Stefan Ehritt und Mathias Sieger jeweils glatt gewinnen, der Gegner von Steffen Bock musste verletzungsbedingt aufgeben. Es stand also schnell 3:0. In der zweiten Einzelrunde erhöhte Ingo Glaeser an Position 1 durch einen glatten Sieg auf 4:0. Die anderen beiden Begegnungen waren hart umkämpft. Claus Eberhart konnte letztendlich souverän mit 4:6/6:4 und 6:0 gewinnen. Bert Bleicher zeigte eine starke kämpferische Leistung und drehte einen 5:7/1:5-Rückstand noch um und gewann im 3. Satz mit 6:0. Der Einsatz hatte sich gelohnt:
Auch die Doppel wurden gewonnen und durch den hohen 9:0-Sieg wurde der TSV Haar noch auf der Ziellinie überholt - der Aufstieg in die Bayernliga war geschafft!
Außer den oben genannten Spielern spielten in dieser Saison noch Holger Osinski und Reinhard Lehmann. Die Abschlusstabelle mit allen Einzelergebnisse findet Ihr hier.
Die Herren 30 schafften souverän und ungeschlagen den Aufstieg in die Bezirksliga. Nachdem die Mannschaft bereits im letzten Jahr in die Bezirksklasse 1 aufgestiegen war, gelang somit der zweite Aufstieg in Folge. Dabei nutzten die Herren 30 die Unterstützung aus anderen Mannschaften und verstärkten sich dadurch bei wichtigen Spielen. Steffen Maucher und Tobi Knoll aus der 1. Mannschaft spielten ebenso zweimal wie Daniel Mazin (2. Herren) und Ingo Glaeser (Herren40), Claus Eberhart (Herren 40) half einmal aus. Kurz vor Saisonbeginn konnten wir mit Christian Jahn einen weiteren starken Spieler für uns gewinnen. Außerdem spielten in der Mannschaft Chris Freese, Tobias Möhlmann, Eckhard Niemeier, Luca de Paolis und Rainer Ruhdorfer. Die Abschlusstabelle mit allen Einzelergebnissen findet Ihr hier. Da im nächsten Jahr weitere Spieler aus dem Herrenbereich die 30er-Grenze knacken und somit die Herren 30 verstärken können, lautet das Ziel für 2007: Dritter Aufstieg in Folge und damit Aufstieg in die Landesliga!
Nun aber zu den wirklich interessanten Dingen, nämlich dem bereits erwähnten Freundschaftsspiel um den "wahren" Aufsteiger zwischen den Herren 30 und Herren 40:
Die Begegnung war von einigen Vereinsmitgliedern bereits mit Spannung erwartet worden und es liefen zahlreiche Wetten sowohl auf die einzelnen Matches als auch auf das Gesamtergebnis. Leider kam es nicht genau zu den ursprünglich erwarteten Begegnungen, weil die Herren 30 die Absage ihrer Nummer 1 und 2 verkraften mussten. Steffen Maucher war auf Reisen und Tobi Knoll plagte eine Verletzung am kleinen Zeh (oder war es der Große? Wir wünschen an dieser Stelle gute Besserung :-). Da also scheinbar niemand das Duell mit dem Giganten in den Reihen der Herren 40 - unserem Bayerischen Hallenmeister Ingo Glaeser - aufnehmen wollte, fragten die Herren 30 Ingo, ob er nicht lieber für sie spielen wolle. Doch Ingo hatte sich scheinbar schon so gut bei den älteren Herrschaften eingelebt, dass er nicht mehr zu einem Wechel zu überreden war. Nachdem auch das Wetter auf einmal abgekühlt war, was natürlich eher den "Oldies" als den dynamischen und jugendlichen Herren 30 gelegen kam (wenn da mal nicht einer seine Hände im Spiel hatte), stand die Begegnung unter denkbar ungünstigen Voraussetzungen für die Herren 30.
Dennoch war man bei den Herren 30 hochmotiviert und wollte den "Oldies" zumindest ein Schnippchen schlagen, kursierten doch schon Wetten und Gerüchte über einen möglichen 9:0-Kantersieg der Herren 40 über die unerfahrenen "Jungspunde".
Die Matches der ersten Runde waren allesamt hart umkämpft. An Position 2 kämpfte Christian
Jahn (H30) gegen Holger Osinski (H40), der nach langen Jahren vermutlich sein letztes Spiel für den MSC machte. Dabei zeigte Holger im ersten Satz noch einmal seine Klasse und fertigte Christian mit 6:0 ab. Allerdings hatte dieser seit längerem keinen Schläger mehr in der Hand gehabt und steigerte sich dementsprechend im zweiten Satz, den er knapp für sich entscheiden konnte. Im dritten Satz ging Holger dann die Puste aus - Christian gewann das Match nach 2 1/2 Stunden. Noch etwas länger dauerte das Spiel an Position 4. Hier spielte Eckhard Niemeier (H30) gegen Steffen Bock (H40). Nachdem Steffen im ersten Satz bereits mit 4:0 geführt hatte, machte Eckhard im weiteren Verlauf immer weniger Fehler und drehte den ersten Satz nach fast 1 1/2 Stunden Spielzeit noch zum 7:6 für ihn. Trotz 4:2 Rückstand im zweiten Satz konnte Steffen Bock diesen noch einmal umdrehen. Im 3. Satz ging ihm dann allerdings die Puste aus und Eckhard Niemeier gewann diesen klar. Auch das Einzel an Position 6 war ein Marathonmatch: Im Duell der beiden Rainers (Rainer Ruhdorfer, H30, gegen Reinhard Lehmann, H40) konnte sich wieder der jüngere im 3. Satz durchsetzen - ein weiteres Indiz für die bessere körperliche Verfassung der Herren 30 :-).

Christian Jahn mit vollem Einsatz
Auf einmal stand es also 3:0 für die Herren 30 und die siegessicheren Sprüche der "Oldies" wurden deutlich leiser und weniger. Doch in den nächsten drei Einzeln zeigten sie dann, was in ihnen steckt. Ingo Glaeser (H40) zeigte eine starke Leistung und gewann glatt in 2 Sätzen gegen Daniel Mazin (H30). Ähnlich lief es an Position 3: Claus Eberhart (H40) schlug Chris Freese (H30) ebenfalls glatt und auch Bert Bleicher (H40) an Position 5 konnte sich in 2 Sätzen gegen Luca de Paolis (H30) durchsetzen. Wer weiß allerdings, was passiert wäre, wenn einer der 30er es in den 3. Satz geschafft hätte und dort seine körperliche Fitness hätte ausspielen können...:-)
Es stand also 3:3 nach den Einzeln. Die Ergebnisse im einzelnen:
1 Ingo Glaeser - Daniel Mazin 6:3 / 6:0
2 Holger Osinski - Christian Jahn 6:0 / 5:7 / 1:6
3 Claus Eberhart - Chris Freese 6:2 / 6:2
4 Steffen Bock - Eckhard Niemeier 6:7 / 6:4 / 1:6
5 Bert Bleicher - Luca de Paolis 6:2 / 6:3
6 Reinhard Lehmann - Rainer Ruhdorfer 3:6 / 7:5 / 5:7
Die Doppel mussten also die Entscheidung bringen. Es wurde um jeden Ball hart gekämpft und so kam es zu sehr ansehnlichen und vor allem spannenden Spielen. Am Ende konnten sich trotz einsetzender Dämmerung die erfahrenen Herren 40 durchsetzen und somit das Duell der Generationen noch ein (letztes) mal für sich entscheiden. Die Favoriten waren also mit einem blauen Auge davon gekommen - die Herren 40 waren an diesem Tage letztendlich der verdiente Sieger (ja, ich muss es zugeben :-). Doch schon im nächsten Jahr ist eine Neuauflage des Duells geplant, und man wird sehen, wie es ausgeht, wenn die Herren 30 dann komplett auflaufen...
Das Endergebnis der Partie lautete: Herren 40 - Herren 30 6 : 3.
Die Doppelergebnisse im einzelnen:
1 Glaeser/Osinski - Jahn/Freese 6:3 / 6:2
2 Eberhart/Bock - Mazin/Niemeier 6:3 / 4:6 / 7:6
3 Bleicher/Lehmann - de Paolis/Ruhdorfer 6:3 / 6:2
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| Ingo Glaeser in typischer Position (wir meinen das Essen :-) |
Das Geschenk wurde gerne angenommen und es war zu hören, dass die Herren 30 sich im nächsten Jahr mit einem Satz Gehhilfen revanchieren werden, um die bereits jetzt phänomenale Beinarbeit der Herren 40 noch weiter zu verbessern. Natürlich wurden auch weiter kräftig Sprüche geklopft, wobei die Lautstärke dabei nicht immer proportional zur Spielstärke der jeweiligen Person einzustufen war. Es war in jedem Fall ein feuchtfröhlicher Abend...


Anm. d. Red.:
Da der Autor dieses Artikels selbst Spieler bei den Herren 30 ist, muss angemerkt werden, dass möglicherweise einige Details etwas übertrieben und zu Gunsten der Herren 30 wiedergegeben wurden. Wir bitten dies zu entschuldigen und nicht so ernst zu nehmen :-) !
Autor(in): Eckhard Niemeier - Eingestellt von: Tennisabteilung


















