Donnerstag, 9. September 2010

Zwei Niederlagen zum Abschluss der Regionalliga

Erstellt / Aktualisiert am: 21.07.2006

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Aufstellungssorgen schwächen die MSC-Damen am Ende einer durchwachsenen Saison

Seit der Festlegung der Regionalliga-Spieltermine war klar, dass uns am 15.06. alle österreichischen Spielerinnen fehlen würden, da sie in an diesem Tag in der österreichischen Staatsliga spielen mussten. Aber dann kam es ziemlich dick: Andrea Vanc und Nina Killi mussten auch absagen, womit die ersten Fünf unserer Setzliste nicht zur Verfügung standen. Freundlicherweise halfen uns Caroline Lazarovici von den zweiten Damen und Ursula Willschek von den Damen 40 kurzfristig aus. Als Favorit fuhren wir somit allerdings nicht zum bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer nach Großhesselohe. In der ersten Matchrunde spielte Rebecca Sekulic gegen Anastasia Sevastova. Rebecca erkämpfte sich im ersten Satz zwei Spiele, verlor aber doch glatt mit 2:6 und 0:6. Die an sechs spielende Ursula Willschek hatte es mit der ehemaligen MSC-Spielerin Kristina Steiert zu tun und konnte leider kein Spiel gewinnen. Die Hoffnung, dass Jasmin Steinherr erstmals nach ihrer langen Verletzung wieder mitspielen konnte, erfüllte sich leider nicht. Sie musste das Match gegen Melanie Hafner leider abschenken. Julia Prantl spielte einen sehr guten ersten Satz gegen Annette Kolb. Am Ende setzte sich dann jedoch die routiniertere Spielerin mit 6:4 durch. Im zweiten Satz ließ dann Kolb nichts mehr anbrennen und gewann 6:0. Sehr motiviert trat Sarah Merlic gegen Anna Geißler an. Sie gestaltete das Spiel mit sehr aggressivem Angriffstennis, machte aber zu viele Fehler und verlor 1:6 3:6. Im letzten Spiel erkämpfte sich Caroline Lazarovici gegen Maja Zivec ein Ehrenspiel im zweiten Satz. Nach den Einzeln stand es somit leider 0:6, was die Aussichten auf den Gewinn eines Doppels doch stark trübte. Wie zu erwarten gingen diese dann auch allesamt verloren und wir mussten mit einem 0:9 abreisen.

Nach dieser einkalkulierten Niederlage gegen den schon feststehenden Aufsteiger Großhesselohe, ging es am letzten Spieltag noch einmal um wichtige Punkte - hatte man doch die Möglichkeit mit einem Sieg sogar noch den 2. Tabellenplatz zu erreichen:

Für das Spiel in Regensburg am 18.06.06 waren Nina Killi und die Österreicherinnen wieder

   
   MSC-Fans bei großer Hitze in Regensburg
einsatzbereit. Bis zum Vorabend war jedoch unklar, ob Andrea Vanc kommen konnte. Da sie jedoch mit ihrem Heimatverein in Holland das Meisterschaftsendspiel am Sonntag erreicht hatte, sagte sie leider ab. Dennoch spielten die MSC-Mädels stark auf und nach den ersten drei Matches stand es 2:1 für uns: Franzi Klotz hatte gegen Magdalena Kucerova in einem sehr guten Match mit 6:4 und 6:2, und Veronika Sepp gegen Tina Kschir deutlich mit 6:1 und 6:2 gewonnen. In einem engen ersten Satz und mit einigen Schiedsrichterfehlentscheidungen hatte Rebecca Sekulic sehr unglücklich gegen die sehr unorthodox spielende Gabriele Kirchner mit 6:7 verloren. Leider konnte Rebecca im zweiten Satz nicht mehr entgegenhalten und verlor 1:6. Der zweite Durchgang brachte einen glatten Sieg von Iris Khanna gegen Barbora Machovska mit  6:2 und 6:0. Die anderen beiden Partien verliefen äußerst unglücklich für den MSC. Julia Prantl verlor ihr Match mit 2:6 und 4:6 obwohl sie in nahezu jedem Spiel Vorteil hatte. Bei Nina Killi sah zunächst nach einer glatten Angelegenheit für Nina aus: Sie spielte sicher und aggressiv und ging 4:0 in Führung. Ab dann war der Faden gerissen, sie gewann den ersten Satz noch mit 6:4, musste die beiden nächsten aber glatt mit 0:6 und 1:6 gegen Alice Balducci abgeben.

Nach 3:3 in den Einzeln sollten nun zwei Doppel gewonnen werden. Unsere Vermutung, dass die Regensburger die Doppel eins und drei stark machen würden, erfüllte sich leider nicht, sie machten zwei und drei stark. Unser starkes Einserdoppel mit Nina Killi und Franzi Klotz gewann sicher mit 6:2 und 6:3, unser Österreicherdoppel Iris Khanna und Veronika Sepp auf zwei musste leider die Segel mit 2:6 und 1:6 streichen. Unser Dreierdoppel Julia Prantl und Rebecca Merlic kämpfte bis zum Umfallen, hatte in fast jedem Spiel Vorteil, lag im zweiten Satz auch vorne, konnte aber nicht zumachen. Mit 3:6 und 4:6 ging somit das Match und leider auch die Begegnung mit 4:5 an Regensburg. Wir hatten alle gezittert und gebibbert und waren sehr unglücklich dem Bayerischen Vizemeister TC Rot-Blau Regensburg unterlegen. Die jungen MSC-Damen hatten aber den Kopf schnell wieder oben und mit Sprüngen in den Swimmingpool war die Laune wieder hergestellt.

Ein Fazit zur gesamten Regionalligasaison lässt sich zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht ziehen. Eigentlich hätte der MSC die Saison mit 8:6 Punkten im guten Mittelfeld der Regionalliga beendet. Auf Grund eines nicht eingegangen Antrags beim Bayerischen Tennisverband, hatte uns dieser allerdings die erspielten Punkte gegen Wörishofen abgezogen, so dass wir in der momentanen Tabelle als 6. und Drittletzter sogar noch um den Klassenerhalt bangen müssen. Gegen diese Entscheidung läuft allerdings noch ein Protest des MSC, da wir in der Sache keinerlei Fehler gemacht haben, sondern lediglich ein nicht eingegangener Antrag der Grund für den Punktabzug am grünen Tisch war.

Insgesamt muss man leider feststellen, dass uns das Glück, welches wir letztes Jahr beim Aufstieg in die Regionalliga auf unserer Seite hatten, in diesem Jahr verlassen hat. Angefangen von der Verletzung von Jasmin Steinherr 4 Tage vor dem ersten Spieltag, welche sie für die gesamte Saison außer Gefecht setzte, über die abgezogenen Punkte, die man sportlich fair und korrekt erspielt hatte, bis zu Aufstellungssorgen und weiteren Verletzungen sowie zur unglücklichen Niederlage am letzen Spieltag in Regensburg - es lief in 2006 einfach nicht rund für die MSC-Damen.

Dennoch haben unsere Mädels wieder alles gegeben und sich mit vier Siegen achtbar geschlagen. Hervorzuheben ist einmal mehr die Leistung von Nina Killi, die bis zum letzten Spieltag wieder eine makellose Bilanz von 5:0-Siegen vorweisen konnte. Ihre verlorenes Spiel gegen die Italienerin Balducci war Ninas erste Einzelniederlage für den MSC seit über 2 Jahren. Auch Franziska Klotz überzeugte nicht zuletzt durch Ihre starke kämpferische Leistung. Sie siegte zweimal 7:5 im dritten Satz nach klarem Rückstand - ihre Gesamtbilanz: 4:1-Siege.

Es bleibt zu hoffen, dass diese junge Truppe weiter zusammen bleibt und in den kommenden Jahren weitere Siege für den MSC erspielen wird.

Autor(in): Hans Killi/Eckhard Niemeier - Eingestellt von: Tennisabteilung