Freitag, 18. Mai 2012

voll Gangsta

Erstellt / Aktualisiert am: 29.03.2007

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MSC-Skilager der Jugend (eigentlich nur der A- und B- Mädchen und Knaben - allerdings ohne Mädchen)  25/26.03.07 in Obertauern


Nach einer weitgehend problemlosen Anreise - weitgehend weil manche doch Probleme hatten, die sich allerdings erst später herausgestellt haben - kamen wir in einem am Eingang recht feudal wirkenden Jugendhotel an. Die Zimmer, ausgestattet mit einem etwas zu klebrigem PVC-Boden waren sonst recht gemütlich. Die überall präsente Note von Frühlingsblumenduft verbreitete eine heimelige Atmosphäre. 
Das Wetter begrüßte uns mit zartem Schneefall bei winterlichen Temperaturen.

Ein tatendurstiges Rudel von 12-14 jährigen Buben erfüllte die Zimmer beim Bettenbeziehen (an alle Mütter: Sie können es!)  schnell mit Leben. Im Schallhochdruck der diversen i-pods und sonstiger Unterhaltungselektronik, die keiner über 20 versteht, stieg die Stimmung schon einem ersten Höhepunkt entgegen.

Das Abendessen - Chilli con Carne mit der Idee von Reis -  war eine nachhaltige Angelegenheit an der man sich lange erfreut hat.

Der Abend war zwar aufgrund der Jugend der nichtausgelasteten Teilnehmer länger als nötig, aber am Billard-Tennis- und Kartentisch durchaus der Situation angemessen. Zwar anders als in der gewohnten Skilagerromantik unserer Erinnerung, hier mit 2 PC`s und Flatrate aber doch auch endsgeil.

Die Nacht wurde teilweise sogar auch zum Schlafen genutzt. Das anschließende Frühstück wurde in angenehmer Atmosphäre pünktlich um 8:00 Uhr serviert, so dass der eigentlichen Haupttätigkeit des Wochenendes nun außer ca. 20 km nichts mehr im Wege stand.

Der Schneefall war nun etwas dichter, die Sicht dafür etwas schlechter, was dem Tatendrang unseres Rudels, angesichts des staubigen Schnees überhaupt nicht schaden konnte.



Vor uns lag nun die Tauernrunde und der Manni, der jedoch nur einmal. Hinter uns lagen - nach sich legender Staubwolke - zerfurchte Pisten, diverses Ausrüstungsmaterial und vereinzelte Reiseteilnehmer. All das wurde  von Annette und Willi geduldig aufgesammelt  und bei den Zusammenrottungen wieder verteilt.





Zwischenzeitlich wirkten sich die Anreiseprobleme an Mannis  Auto durchaus drastisch aus. Ein Nagel, dem Manni offenbar nicht auszuweichen vermochte, hat dem rechten Hinterreifen an seinem Jeep während unseres ersten Skitages heimtückisch die Luft entzogen...
Der erforderliche Reifenwechsel war nur eine Gelegenheit bei der man Mannis Organisationstalent und praktische Veranlagung bewundern konnte.



Nach dem unvermeidlichen Dinner war durch den langen Tag doch eine erste Beeindruckung bei den Schutzbefohlenen zu erahnen, die sich jedoch mit Anpfiff des Fußballländerspiels wieder zu verflüchtigen schien.
Ein treuer, äußerst fachkundiger Fan-Club mit teilweise sehr unterschiedlichen Auffassungen von Taktik und technischem Vermögen der einzelnen Spieler besetzte die ersten Reihen des hauseigenen Fernsehzimmers. Bis zu seinem ersten Tor hatte Kuranyi die Null  keine guten Karten. Olli hielt dagegen von Anfang an voll krass.

Nach der Nachtruhe gab es erneut die Fütterung der Raubtiere und das anschließende Sammeln zum Skifahren, diesmal mit der Erschwernis der endgültigen Abreise. Damit der letzte Handschuh und die letzte Socke gefunden werden konnte bzw. beim richtigen Teilnehmer gelandet war bedurfte es noch einiger Abstimmung.

Der angekündigte Sonnenschein fand wohl hinter dem Schneegestöber und dem Sturm statt, was von den jubelnden und grölenden Buben offenbar höchstens am Rande bemerkt wurde. Auch am Sonntag hatte das Bergungsteam alle Hände voll mit Ausgrabungsarbeiten zu tun, denn der Schnee war nun beträchtlich tiefer geworden. Neue Disziplinen wie TreeFighting und FreeStyleRacing wurden erfunden und einem intensiven Probebetrieb unterzogen.





Die Tauernrunde – mittlerweile eine Angelegenheit für einen halben Tag – wurde nun zweimal mit großer Begeisterung absolviert. Nur unter vehementem Protest der Reisegruppe konnte die finale Abfahrt durchgesetzt werden.



Alles in Allem ein sehr gelungenes Wochenende,  für das ich mich hier im Namen aller Buben ganz herzlich bei den unermüdlichen und hartnäckigen Organisatoren Manfred Schneider und Willi Felgentreff bedanken möchte. Ein besonderer Dank gilt dem selbstlosen Sonntagnichtskifahrer und Krankenpfleger Friedl Frank.

Autor(in): Karl Mack - Eingestellt von: Max Grießl