Samstag, 4. Februar 2012

1. Damen: „Diese Mädels sind nichts für schwache Nerven“

Erstellt / Aktualisiert am: 22.04.2010

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Zart besaitet? Nein, das darf man als Fan der ersten Damen wirklich nicht sein. Zu spüren bekamen dies vor allem die zirka 20 Unerschrockenen, die sich trotz äußerst Fanunfreundlicher Anstoßzeit auf den langen Weg nach Berlin gemacht hatten, um die ersten Damen im Viertelfinale zur Deutschen Meisterschaft zu unterstützen. Die Uhr zeigte noch 10 Minuten Spielzeit an und der Berliner Hockey Club führte mit 4:0. Zu diesem Zeitpunkt lag bereits einiges hinter den Mädels von der Eberwurzstraße. Souverän hatten sie sich durch die Bundesligavorbereitung gespielt, hatten in der Staffel Süd, die von vielen als beste Hallen-Gruppe angesehen wird, mit 24 Punkten Platz eins nur knapp verpasst und sich als Zweiter für das Viertelfinale qualifiziert. Auf diesem Weg wurden Gegner wie Rüsselsheim, der TSV Mannheim und andere überzeugend geschlagen. Ganz nebenbei konnten mit Rebecca Landshut, Steffi Frenz, Charlotte Werther, Isabelle Boberg, Caro Axer, Steffi Bucher und Lisa Schipfer gleich 7 Neuzugänge integriert werden. Und dann also ein Viertelfinale in Berlin.

Vier Jahre zuvor ging eine andere MSC-Damenmannschaft an gleicher Stelle nicht nur ziemlich baden sondern mit 2:14 förmlich unter. Doch diese Truppe nicht. Dank vier später Tore – davon zwei nachdem der Torwart für eine sechste Feldspielerin den Platz räumte – zwangen die MSC-lerinnen den BHC in die Verlängerung, in der der Siegtreffer für die nun begeisternd aufspielenden Münchnerinnen mehrmals in der Luft lag. Doch es wollte nicht sein. Auf die denkbar härteste Weise – im 7m-Schießen – verlor der MSC. Was blieb war neben einem gelittenen Nervenkostüm und der Trauer über die Niederlage vor allem der Stolz auf eine richtig gute Hallenrunde.

Dieses gute Gefühl im Rücken richtet sich der Blick nun auf die Feldrückrunde, in der vor allem eines auf den MSC wartet: jede Menge Heimspiele. Nach dem die Hinrunde weitestgehend in der Ferne verlief – von insgesamt 7 waren 5 Auswärtspartien bereits vor dem Winter angesetzt – findet die Rückrunde nun nach einem Startwochenende in Berlin und Leipzig in der Heimat statt. Das Ziel ist klar: der Wiederaufstieg in die erste Liga soll geschafft werden. Entscheidend hierfür ist es, den erarbeiteten Vier-Punkte-Vorsprung auf die beiden größten Konkurrenten, den Mannheimer HC und den TSV Mannheim, bis zum Saisonfinale zu halten. Denn in den letzten beiden Spielen empfängt man die beiden Gegner aus der Kurpfalz in München.

Für die Fans ist also wieder einiges geboten, vor allem jede Menge Möglichkeiten die ersten Damen des MSC hautnah zu erleben und lautstark zu unterstützen.

Autor(in): André Schriever - Eingestellt von: Patrick Meyer