Bericht von der Süddeutschen Meisterschaft der WJB in Mannheim
Erstellt / Aktualisiert am: 10.02.2010
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Sonntag 7.2.2010, 16.30 Uhr, Mannheim
Trainer und Begleiter des MSC sitzen in der Halle des MHC und sehen völlig entspannt dem kleinen Finale (Spiel um Platz 3) zwischen Rüsselsheim und TV Schwabach zu. Es geht hier um nichts Weniger als den heiß begehrten 3. Platz, der gleichzeitig das Ticket für die Deutsche Endrunde in Böblingen bedeutet.
Die Beteiligung an der Deutschen Endrunde war auch ein Ziel des MSC. Zu diesem Zeitpunkt war man allerdings nicht etwa schon ausgeschieden, sondern hatte sich für das in einigen Minuten beginnende Endspiel um die Süddeutsche Meisterschaft gegen den Mannheimer HC qualifiziert. Mit vier Siegen in Folge stand man im Endspiel und war damit automatisch qualifiziert. Was jetzt noch kommen sollte, war nur noch eine Kür und Belohnung der Mannschaft für ein außergewöhnliches Hockey-Wochenende. Doch jetzt von Anfang an, was war passiert?
Der MSC hatte sich nur aufgrund des Zurückziehens der WJB vom Sportbund Rosenheim als „Bayern 2“ qualifizieren können. Bei den Bayerischen Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Nürnberg war man nur Dritter geworden. Umso motivierter reiste der MSC mit den beiden Trainern Claas und Olli, mit Peter für den mentalen Bereich und Ariane als Betreuerin nach Mannheim und versuchte, die bittere Niederlage gegen TV Schwabach vom vergangenen Wochenende, die den Bayern-Wimpel gekostet hatte, vergessen zu machen. Als Bayern 2 sollte man hier allerdings auf Gegner treffen, die zu den besten in dieser Hockey-Altersklasse gehören. Zudem war man mit Rüsselsheim, Frankenthal und TSV Mannheim in der insgesamt schwereren Gruppe.
Im ersten Spiel gegen den RRK legte man eine außergewöhnliche Leistung aufs Parkett. Von Anfang an hochkonzentriert, kämpferisch und vor allem mannschaftlich kompakt gewann der MSC verdient 2:1 gegen den Favoriten. Die Überraschung war perfekt. Hockey-Kenner, auch solche von dritter Seite, sollten später dieses Spiel als hochklassig und eines der besten im Turnierverlauf bezeichnen.
Im zweiten Spiel ging es gegen Frankenthal. Bei diesem packenden Match wechselte die Führung mehrfach hin und her, bevor der MSC auch dieses tolle Spiel mit 5:3 mehr als verdient für sich entscheiden konnte. Für die mitgereisten Eltern war dieses Spiel an Spannung kaum zu überbieten. Der zweite Sieg in Folge und die Tabellenführung mit 6 Punkten in der Gruppe B nach dem ersten Tag entschädigten für die Anspannung. Den Zuschauern in der Halle war nur klar geworden, dass der Sieg des MSC gegen Rüsselsheim keine Eintagsfliege war.
Das letzte Gruppenspiel am Sonntag Vormittag gegen den TSV Mannheim musste nun darüber entscheiden, ob man als Erster gegen den Zweiten der Gruppe A oder als Zweiter gegen den vermeintlich stärksten Gegner, d.h. gegen den MHC antreten musste. Aber auch dieses Spiel wurde mit 4:1 überlegen gewonnen. Damit war man Erster und es sollte im 2. Halbfinale des Tages zur Revanche gegen TV Schwabach kommen.
Der Rest ist schnell erzählt. Der TV Schwabach wurde zwar nicht aus der Halle geschossen, aber mit 5:2 doch recht deutlich besiegt. Dass Schwabach angesichts des konzentrierten und geschlossenen Auftretens des MSC seinen Erfolg von der Bayerischen Meisterschaft hier nicht wiederholen können würde, wurde bald deutlich. Ein nie gefährdeter Sieg gegen den Bayerischen Vize-Meister ebnete den Weg in das Finale gegen den MHC und damit die Teilnahme an der Deutschen Endrunde.
Sonntag 7.2.2010, 17.30 Uhr, Mannheim
Das Ende ist bekannt. Das Spiel gegen den MHC ging verloren. In einem ebenfalls hochklassigen Spiel musste man sich den noch besseren und abgeklärteren MHC-Spielerinnen geschlagen geben. Leicht fiel dies dem Titelfavoriten MHC dennoch nicht. Die WJB des MSC hat sich teuer verkauft und wiederum ein packendes Match geboten. Mit fünf Spielen auf dem gezeigten hohen Niveau hat sich die Mannschaft sowohl bei den eigenen mitgereisten Fans als auch bei zahlreichen anderen Zuschauern ihre Anerkennung mehr als verdient.
In zwei Wochen geht es zur Deutschen Endrunde nach Böblingen. Neue Gegner werden kommen, bekannte Gegner werden dort wieder anzutreffen sein. Bei einem vergleichbaren Auftreten ist alles möglich, Dritter bei der Bayerischen, Zweiter bei der Süddeutschen ...
Herzlichen Glückwunsch zu diesem wahnsinnigen Erfolg. Eure Spiele anzusehen, hat an diesem Wochenende richtig Spaß gemacht.
Autor(in): Rüdiger Dorner - Eingestellt von: Patrick Meyer












