MSC Schriftzug Hockey Tennis
MSC-Sponsoren

Deutsche Hallenmeisterschaft Jugend A 2001

Erstellt / Aktualisiert am: 04.03.2001


Wir starteten am Freitagnachmittag zwar etwas nervös, aber eigentlich doch recht optimistisch Richtung Berlin. Spätestens im Flieger war dann aber alle Anspannung verflogen, da unser Flugbegleiter einen Totalangriff auf unsere Lachmuskeln vornahm ("Bitte schalten Sie alle elektrischen Geräte wie Handys, Laptops, Kühlschränke, Meerschweinchen aus!"). Gleich nach der Ankunft fuhren wir zur BSV Halle und legten eine letzte Trainingseinheit ein. Nach dem Training ging es weiter zum Studentenhotel, unserer Unterkunft für die nächsten zwei Tage.

Am Samstag mussten wir leider schon um 8.45 Uhr aus den warmen Betten. Nachdem die Berliner ohne unser Wissen den Spielplan geändert hatten, rasten wir ohne irgendeine Vorbereitung zur Halle. Das hatte allerdings auch den Vorteil, dass gar keine Nervosität auftreten konnte, da die Zeit dazu zu knapp war.

1. Spiel gegen Rot-Weiss Köln

Die Kölner waren wohl noch ein wenig am Karneval feiern, denn bevor sie sich auch nur halbwegs an das DM-lima gewöhnt hatten stand es bereits 5-0! 3 x Tormaschine Zello (dass er nicht Torschützenkönig geworden ist, kann eigentlich nur ein Rechenfehler sein), Al und irgendein Tunnel nahmen den Jecken jeglichen Mut!

In Halbzeit zwei war das Spiel ein totales Chaos mit einem Endstand von 7-1 für uns!

2. Spiel gegen Tus Lichterfelde

So, der Anfang war gemacht. Jetzt sollten die nächsten 3 Punkte gegen TusLi folgen. Schließlich hatten diese ihr erstes Spiel klar mit 2-7 gegen den Gastgebenden BSV verloren. Doch dieses Spiel kann man nicht in Worte fassen, man muss es gesehen haben. Da standen 6 Berliner auf dem Platz, die um ihre letzte Chance kämpften und 8 völlig indisponierte MSCler. Ein kleines Stenogramm reicht eigentlich nicht um den Verlauf dieser Partie und die Leistung mancher Herren wiederzugeben, aber vielleicht kann man hieraus auch sehen, was für ein Wahnsinn sich in dieser Partie abspielte:

1-0 die Natter (Siebenmeter); 1-1 (SM); 1-2 (SM); 2-2 wieder mal Zello; 2-3 kurze Ecke in Unterzahl nach Gelb für N.J.; TusLi vergibt SM; 3-3 Al; 3-4 (SM); 4-4 letzte Minute nach Eckenablage auf Zello (auch in Unterzahl nach Gelb für Lumberjack Natter)!!!!!!!!

4 Siebenmeter und 2 gelbe Karten gegen uns, aber trotzdem einen Punkt geholt!

Das war kein Spiel für schwache Nerven.

3. Spiel gegen BSV

Nach dem überraschenden Sieg von RWK über den BSV war die Ausgangslage klar. Mit einem Sieg wären wir auf jeden Fall Gruppenerster, mit einem Unentschieden auf jeden Fall zweiter und bei einer Niederlage hätten wir uns auf einen anschließenden TusLi Sieg über RWK verlassen müssen.

Gleich in der ersten Minute gingen wir durch Dolly Al Michel mit 1-0 in Führung! In der Folgezeit waren entweder die Torhüter überragend (Yoh Därsen), oder man scheiterte an seinen Augen. Jedenfalls hatte das 1-0 bis zur Halbzeit bestand. Kurz nach der Halbzeit passierte es dann. Nachdem wir einige Hundertprozentige ausgelassen hatten, schenkten uns die Berliner einen ein. Alles wieder spannend. 2 Minuten vor Schluss gelang dem Einäugigen unter den Blinden A.S. das viel umjubelte 2-1! Doch wieder mal zu hohl einen Vorsprung über die Zeit zu bringen klingelte es bei uns in der Schlussminute. Wieder mal ein Siebenmeter nach einer etwas sehr umstrittenen Schiedsrichterentscheidung. Doch das war es dann auch! WIR WAREN IM HALBFINALE!!!!!!!!!

RWK gewinnt noch gegen TusLi und somit standen wir als Gruppenzweiter fest. In der anderen Gruppe lieferten sich Dürkheim und Flottbek das entscheidende Duell um den ersten Platz.

Cordoba lässt grüßen und Flottbek gewinnt diese Partie mit 3-0 gegen den DHC (Feiglinge)!

Am Sonntag ging es dann noch früher aus dem Bett. Wecken um 7.45!

Nach dem Morgenlauf durch das total verschneite Berlin und dem Frühstück ging es in die Halle.

Das Halbfinale gegen Flottbek stand bevor und wir wollten uns unbedingt revanchieren für die unglückliche Feldniederlage. Doch alles umsonst! Nach total verschlafenen 5 Minuten stand es bereits 0-3!

Dann kamen wir zwar besser ins Spiel aber es war zu spät. Nachdem uns beim Stand von 2-4 auch noch ein regulärer Treffer aberkannt wurde, war unser Widerstand gebrochen. Gefrustet und mit Tränen in den Augen verließen wir das Spielfeld. Während die einen ihrem Frust freien Lauf ließen und etwaige Gegenstände unseren Reaktionen nicht standhielten (Hockeyschläger, etc. gingen zu Bruch), saßen andere nur gedankenverloren auf dem Boden oder ließen ihren Tränen freien Lauf. Wieder einmal an uns selbst gescheitert.

Im letzten Spiel gegen Köln ging es zwar nur noch um die "Goldene Ananas", aber diese wollten wir doch noch gewinnen. Und ganz ohne Druck konnten wir dann doch wieder aufspielen. Schnell wurde mit einer 4-1 Halbzeitführung der Grundstein zu einem nie gefährdeten 7-5 Sieg gelegt.

Anschließend schauten wir uns das Finale an, in dem der DHC gegen Flottbek mit 7-6 die Oberhand behielt.

Nachdem wir noch drei Stunden Zeit hatten, beschlossen wir in einen Berliner Geheimtip einzukehren (ein kleiner Teil zog die kulturelle Seite Berlins vor). Nach einem ausgiebigen Essen, einigen KöPi und ein paar "Kurzen" war der Ärger dann runtergespült und wir zogen singenderweise zum Flughafen. Dort angekommen wurden wir dann auch noch von unserem Trainer, dem eh noch ein großes Lob auszusprechen ist, versorgt. Im Flieger konnte sich B.K. bei den Sicherheitsvorkehrungen als geeigneter Steward hervorheben. Als wir um halb 12 im MSC einfuhren waren wir schon etwas erstaunt, dass noch so viel los war. Mit einem netten Plakat begrüßt und "heiter angeregt" wurde es noch ein lustiger Saisonabschluss.

Einen Wermutstropfen gab es leider doch noch. Für den 82 Jahrgang waren die Spiele der Endrunde die letzten Jugendspiele, aber vielleicht sieht man dieses wirklich wahnsinnige Team irgendwann einmal wieder zusammen auflaufen.

Ein besonderer Dank geht noch an die Organisatoren des BSV, die eine wirklich Prima Enrunde auf die Beine stellten, alle Eltern die die weite Reise nach Berlin auf sich genommen haben, unserem Hooligan auf der Tribüne (P.W.) und natürlich unserem Trainer Holzi und unserem Betreuer Dieter Schriever die es eine Saison mit uns ausgehalten haben.

Autor: André Schriever - Eingestellt von: Patrick Meyer

MSC facebook
MSC twitter
MSC instagram