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MSC-Herren erreichen 4. Platz in Lille

Erstellt / Aktualisiert am: 06.03.2007


Letztendlich setzte sich mit dem polnischen Club KS Pocztowiec Poznan – bestückt mit zahlreichen Nationalspielern – am Ende die stärkste Mannschaft dieses Europacups durch. Der deutsche Vertreter Münchner SC verpasste durch die Vorrunden-Niederlage gegen Club de Campo Madrid eine bessere Ausgangssituation für das Halbfinale und musste sich dort dem polnischen Meister geschlagen geben.

Die Münchner starteten äußerst unglücklich in das Turnier, mussten sie sich nach einer schlechten Leistung dem spanischen Team vom Club de Campo mit 3:4 (1:0) geschlagen geben. Bis zur Mitte der zweiten Halbzeit lief fast gar nichts zusammen, und die Madrilenen drehten das 0:1-Halbzeitergebnis zu einer 3:1-Führung und konnten nach dem 3:3-Ausgleich durch Kim Felixmüller dann doch noch den Sieg für sich verbuchen . Der sehr auffällige Ex-Rüsselsheimer Oliver Markowsky sicherte mit seinem zweiten Treffer den Sieg der Partie. So stand man in der zweiten Partie gegen Orient Lyngby bereits mächtig unter Druck, lieferte in der Folge aber eine exzellente erste Halbzeit ab, in der die MSC-Stürmer Niklas Rommel und Philipp Weinhold hervorstachen (je 2 Tore). Der Torhunger war in der zweiten Hälfte jedoch gestillt, in der Folge ließ man den dänischen Meister immer besser ins Spiel kommen und Weltmeister-Torwart Max Weinhold hatte aller Hand zu tun, um den Kasten weitestgehend sauber zu halten. „Wie auch im ersten Spiel haben wir zwar zeitweise guten Druck auf das gegnerische Tor ausgeübt, aber zu wenig aus unseren Möglichkeiten gemacht“, zeigte sich MSC-Trainer Sven Michel etwas unzufrieden nach dem ersten Tag.

Vor einer beachtlichen Kulisse von etwa 700 Zuschauern mussten die Münchner am nächsten Tag gegen die bisher punktlosen Spieler von Lille antreten. Diese konnten das Spiel bis zur Pause ausgeglichen gestalten (3:3), mussten sich im zweiten Abschnitt jedoch geschlagen geben. Auch in diesem Spiel sorgten die beiden MSC-Stürmer Rommel und Weinhold (Rommel 4 Tore, Weinhold 3 Tore) wieder für mächtig Gefahr vor dem gegnerischen Kasten und der MSC zog verdient als Zweiter der Gruppe A ins Halbfinale ein.

„Wir haben die Polen natürlich beobachtet und wir wussten, dass wir dieses Habfinale nur mit einer erstklassigen Leistung gewinnen könnten“, sagte Michel. Leider zeigte sich auch im wichtigsten Spiel des Turniers die Abschlussschwäche der Münchner, vor allem bei Standardsituationen. Aus sieben MSC-Ecken fanden nur zwei den Weg ins Tor. Alleine nach dem 2:2-Halbzeitstand wurden in Hälfte zwei fünf Ecken vergeben. Michel: „Gegen eine so starke und ausgeglichene Mannschaft kann man dann eben nicht gewinnen.“ Unter schlechten Vorzeichen musste das MSC-Team dann auch das Spiel um die Bronze-Medaille bestreiten: MSC-Rückhalt Max Weinhold verletzte sich im Halbfinale so unglücklich am linken Knie, dass er am Sonntag nicht mehr eingesetzt werden konnte. Ohne Ersatzkeeper angereist entschied sich Michel für den Einsatz von Stürmer Simon Alzner im Tor, der zuvor einige Male im Training den Kasten gehütet hatte. Vor allem bei Standardsituationen war Alzner jedoch machtlos und nachdem die Spanier auf 10:4 davongezogen waren (30. Minute) war die Luft raus aus dem Spiel. Trotzdem war das Spiel geprägt von unnötigen Härten und in der Folge wurden zwei Spanier und MSC-Spieler Philipp Weinhold mit Gelb vom Platz gestellt. „Ohne Max im Tor wussten wir, dass es schwierig wird. Nachdem wir mit 4:3 in Führung gegangen sind hätten wir mehr Druck machen müssen. Stattdessen lassen wir Campo wieder ins Spiel kommen und bis zur Halbzeit auf 7:4 davonziehen“, bilanziert Michel.

Im Finale setzte sich am Ende das Team von Poznan verdient gegen den SV Arminen Wien mit 6:3 durch. Tags zuvor hatte sich das Wiener Team von Coach Robert Willig gegen Campo bis in das 7-Meter-Schießen gerettet und dieses letztendlich etwas glücklich gewonnen.

Splitter

Unzufrieden war die MSC-Delegation mit dem in Lille verlegten Hallenboden. Die aneinander geschraubten Parkettplatten waren nicht versiegelt. Dadurch sprangen zahlreiche Bälle, des Öfteren musste man sich auf der Auswechselbank vor hochspringenden Bällen in Sicherheit bringen.

Der äußerst gut organisierte Europacup (Kurze Wege, gute Versorgung etc.) wurde von Freitag bis Sonntag wurde von zahlreichen Zuschauern besucht. Bei den Halbfinal-Spielen am Samstag sowie beim Finale am Sonntag waren bis zu 800 Zuschauer in der Halle. Darunter übrigens auch eine 15-köpfige MSC-Fangruppe.

Erfolgreichster Torschütze wurde der 40-jährige Däne Casper Guldbrandsen, der mit seinem Team Orient Lyngby allerdings nicht das Halbfinale erreichte.

Statistik MSC-Spiele

MSC – Campo 3:4 (1:0) (Tore MSC: Benedikt Sperling, Sören Michel, Kim Felixmüller; Ecken: 7/4 (2/1))

MSC – Lyngby 5:3 (5:1) (Tore MSC: Philipp Weinhold (2), Niklas Rommel (2), Felixmüller; Ecken: 6/5 (0/0))

MSC – Lille 7:3 (3:3) (Tore MSC: Weinhold (3), Rommel (4)¸Ecken: 0/1 (0/0))

MSC – Poznan 4:6 (2:2) (Tore MSC: Rommel, Weinhold, Max Stephan, Sperling; Ecken: 7/1 (2/1))

MSC – Campo 7:12 (4:7) (Tore MSC: Weinhold, Volker Beer, Sperling (2), Rommel, Greffenius (2); Ecken 8:5 (1/2); 7m: 1/1 (1/1).

Autor: Anne Faßbender - Eingestellt von: André Schriever

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