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Die weibliche Jugend A qualifiziert sich für die Deutsche Meisterschaft

Erstellt / Aktualisiert am: 19.02.2009


Überraschend, aber verdient

Die Süddeutsche Meisterschaft am 14. und 15. Februar 2009 brachte den Jahrgängen 1990 und 1991 endlich den lange erhofften Erfolg: Sie fahren zur Deutschen Meisterschaft nach Dortmund.

Dabei verlief das Wochenende zunächst alles andere als rund, denn am Freitag Abend musste in Augsburg noch ein Spiel in der 2. Verbandsliga absolviert werden.

Freitag der 13. – ist da doch was dran?

Um 17.00 Uhr war Abfahrt beim MSC, der Zustand der Spielerinnen zu diesem Zeitpunkt entsprach dabei eher dem einer Krankenstation als dem einer austrainierten Hockeymannschaft. Das ganze Wochenende über gehörten deshalb Papiertaschentücher, Halsschmerztabletten und Salbe für wunde Nasen zu den wichtigsten Begleitern...

Nach dreistündiger Fahrt Ankunft im Hexenkessel: Die Augsburger Fans waren in der Wartezeit zur Hochform aufgelaufen und sorgten für jede Menge Stimmung. Doch die 3. Damen (alias wJA) ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und siegten souverän – auch dank der super Torwartleistung von Bärbel Holzmüller (8:3 Endstand). Mit 24 Punkten und einem Torverhältnis von 128:9 bedeutete dies den sicheren Aufstieg in die 1. Verbandsliga.



20.00 Uhr: Weiterfahrt nach Schweinfurt, wo die Truppe wegen der katastrophalen Straßenverhältnisse erst um 2.00 Uhr morgens eintraf.

Paukenschlag zum Auftakt

Erster Gegner war die TG Frankenthal, ein Gegner der bisher noch nie bezwungen werden konnte. Doch bereits in der zweiten Minute ging der MSC durch ein Tor der Verteidigerin Helen Walter in Führung. Der Bann schien gebrochen. Mit drei Treffern von Leonie Mack erhöhte man sogar auf 4:0. Auch hinten stand der MSC sicher und fing die zahlreichen Angriffe der Frankenthalerinnen ab. Endstand war 4:2, ein verdientes Ergebnis mit dem niemand gerechnet hatte.



Gegen den starken TSV Mannheim gab es dann eine Niederlage, aber auch hier haben sich die Mädchen gut verkauft. Endstand war 3:1, das Tor für den MSC schoss Sabrina Zahren. Nachdem am Sonntag die TGF gegen Mannheim ein Unentschieden erzielen konnte, musste nun ein Sieg gegen den 1. Hanauer THC her, um alle Chancen zu wahren. Die ersten Minuten liefen gut an, doch dann gab es eine zehnminütige Unterbrechung: Die Keeperin des THC hatte Nasenbluten. Nach dem Wiederanpfiff zeigten unsere Mädchen Nerven und das Spiel wurde zur Zitterpartie. Letztendlich reichte es zum 2:0, der Weg ins Halbfinale war geschafft!

Gegen die Spielerinnen des RKK Rüsselsheim, die gleich mit vier Auswahlspielerinnen aufliefen, gab es dann die erwartete Niederlage (7:1), das Tor für den MSC traf Anna Wallander.

Nerven wie Drahtseile

Nur eine halbe Stunde nach dem Halbfinale wurde das „kleine Finale“ angepfiffen – Zeit genug für eine kurze Dusche, die die letzten Reserven der Mädchen mobilisierte. Nun machte sogar Claas Henkel, der sich ansonsten durch einen nahezu unerschütterlichen Optimismus auszeichnete, einen angespannten Eindruck.



Die erwartet starken Stuttgarterinnen machten von Anfang an Druck aufs Tor, aber die Abwehr stand hinten gut und Torfrau Conny Schmid wuchs in diesem Spiel über sich hinaus – insgesamt sieben kurze Ecken der Stuttgarterinnen parierte sie, dazu zahlreiche andere Angriffe auf ihr Tor. Bis in der 20. Minute die Kugel unglücklich von ihrem Schoner abprallte. Das 1:0 für Stuttgart. Doch der MSC gabt nicht auf und die mitgereisten Fans gaben ihr Bestes und feuerten das Team immer wieder an. Noch 1:30 Minuten waren zu spielen, als es eine Ecke für den MSC gab. Vroni Schneid verwandelte eiskalt, der Ausgleich für den MSC.



Das bedeutete Verlängerung im Krimi um die Endrundenteilnahme. Auch jetzt zeigte Torfrau Conny Schmid eine überragende Leistung und hielt ihren Kasten sauber. In der 32. Minute erneut Ecke für den MSC und nochmals zeigte Vroni Schneid keine Nerven und trifft ins gegnerische Tor. Der MSC ging mit 2:1 in Führung. Die Stuttgarterinnen warfen alles nach vorn, aber der MSC spielte clever und hielt die Kugel in den eigenen Reihen. In der letzten Spielminute gab es dann noch einen 7-Meter für den MSC. Und wieder versenkte Vroni Schneid die Kugel im Tor der Stuttgarterinnen. Zehn Sekunden später der Abpfiff – die wJA hatte das Unglaubliche wahr gemacht und darf zur Deutschen Meisterschaft nach Dortmund fahren!!!! Conny Schmid wurde zum besten Keeper des Turniers gewählt.



Möglich war das alles nur durch eine starke Teamleistung, bei der alle 13 Spielerinnen wie ein Mann zusammen standen. Alle hatten ihren Anteil am Erfolg – auch die, die nicht ganz so oft zum Einsatz kamen oder die mal ein Spiel pausieren mussten.

Autor: Monika Walter - Eingestellt von: Max Grießl

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