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Damen: Halbfinaleinzug

Erstellt / Aktualisiert am: 16.05.2011


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Der MSC verliert das Rückspiel, nach mittelmäßiger Leistung, im Siebenmeterschießen, sichert sich aber im Entscheidungsspiel, verdient, das Halbfinale.

Jeder der sich von Zeit zu Zeit "Schlag den Raab" ansieht, kennt das Phänomen des sogenannten Matchballspieles. Der Kandidat hatte Stefan Raab die Spiele zuvor eigentlich im Griff, hat seine körperlichen und technischen Vorteile ausgespielt und war den Tick cleverer an die Sache rangegangen. Stefan Raab ist sauer und unkonzentriert und ärgert sich über sich selbst. Die Zuschauer sind voller Euphorie und wollen, dass der Raab endlich auch mal verliert. Der Kandidat beginnt konzentriert und genauso engagiert wie in den Spielen zuvor, er geht gut mit dem Druck um. Aber er merkt, dass Raab diesmal viel verbissener ist,  sich voll rein hängt, um jeden Punkt kämpft und sich gegen die Niederlage stemmt. Auf einmal wird der Kandidat doch nervös, denkt an die Zuschauer, denkt dran was wäre wenn er verliert, denkt an die Möglichkeit zu versagen und verliert das Spiel.


Der Kandidat ist in unserem Fall der MSC und der RRK verkörpert (er möge mir diesen Vergleich verzeihen) Stefan Raab.

Denn tatsächlich war die Partie wie oben geschildert verlaufen. Von der plötzlichen Gegenwehr des Gegners überrascht, verlor der MSC den Faden und konnte sein Spiel nicht so souverän aufziehen wie eine Woche zuvor. Die Rüsselsheimer wollten beweisen, dass sie sich nicht  kampflos geschlagen geben und waren das griffigerer und bissigere Team.  Doch auch mit nur 50 Prozent unserer Leistungsfähigkeit konnten wir den Gegner zunächst unter Kontrolle halten. In der 25. Minute traf Becks Landshut per Eckenschlag (diesen Satz darf man gerne zweimal augenreibend lesen, das nimmt einem keiner übel, aber es stimmt tatsächlich, wir haben ein Eckentor geschossen).

Trotzdem spielte die Mannschaft irgendwie mit angezogener Handbremse, die Stimmung war nervös-aggressiv und die Aktionen zum Teil von Unsicherheit geprägt .

Als der RRK 10 Minuten nach Wiederanpfiff den Ausgleich erzielte hatte man das Gefühl das alles zusammenbricht. Rüsselsheim wurde immer stärker und scheiterte häufiger an Kim Platten als wir an der ebenso starken Lisa Laham im Rudertor (Muss man fairerweise auch mal sagen).

Das Remis trieb das Spiel in die Verlängerung, die geprägt war von Pressing gegen den Rüsselsheimer Kreis. Die Spielerinnen hatten dann doch gemerkt, wie ungeil es wäre heute nicht feiern zu können und morgen nochmal spielen zu müssen. Auch an dieser Stelle mal wieder mein kleiner Tipp an hockeyliga.de: BRILLE PUTZEN !!! Wenn man als Charakterisierung der Verlängerung eine lächerliche "Großchance" vom RRK nennt, und unsere 800 Großchancen übersieht, dann stimmt was nicht mim Sichtverstärker.

Wie auch immer, es gab Siebenmeterschießen, ein wahres Schützenfest?.NOOT.

Sowohl der MSC als auch der RRK vergaben kläglich ihre Siebenmeter, beim MSC traf lediglich Becks, bei den Ruderern fanden leider zwei blinde Hühner ein Korn und schossen die Frankfurt-Vorortler  somit ins Entscheidungsspiel.


Natürlich hatten sich die Damen das so nicht vorgestellt, aber der Trend innerhalb der Mannschaft war eindeutig: Morgen putzen wir die weg. Man hatte trotz einer unterdurchschnittlichen Leistung die stark aufspielende Rüsselsheimer phasenweise dominiert. Wenn man am Sonntag nur ein wenig zulegen könnte wäre das Halbfinale geritzt.

Das Sonntagsspiel gestaltete sich als hochattraktive Partie, in der der MSC nun deutlich sicherer und kompakter spielte. Rüsselsheim konnte nur selten durch Konter in das MSC-Viertel eindringen und Kim Platten gefährlich werden. Leider rutsche ebendieser der Ball bei einer eigentlich harmlosen Flanke durch die Schienen, sodass Silke Müller nur noch einschieben brauchte. Doch anders als am Vortag brachte uns dieses Gegentor in der 24. Minute nicht aus der Fassung. Eine unfassbar geil geschlenzte Ecke von Hannah Krüger, brachte 7 Minuten später den verdienten Ausgleich. In der Folge blieb der MSC am Drücker und kam ein ums andere Mal gefährlich vors Tor. Erst in der 56. Minute jedoch, schoss My Fessenmayer den mehr als verdienten Ausgleich (ein kurioses Spiel, wir schießen NOCH EIN Eckentor!!, und My macht ein Aggi-Tor, was is da los?). Selbstvertändlich erhöhte Rüsselsheim nun den Druck, konnte uns aber erst in den letzten 10 Minuten in der eigenen Hälfte einschnüren. Gefährliche Torchancen konnte der RRK trotzdem nicht kreieren, da jeder Konter postwendend in unserem Brett abgeliefert wurde. Der verständlicherweise einsetzende Kräfteschwund machte sich bei den Hessinen mehr bemerkbar als bei uns (ich fall vom Glauben ab, fit sind wir auch plötzlich) und so konnte mit letzter Kraft und Siegeswillen das Ergebnis über die Zeit gebracht werden. Auf eine Verlängerung hätte wirklich keiner auf der Anlage Bock gehabt.  Die Kraft zum ausgiebigen Jubel war leider Gottes der Anstrengung der zwei Spieltage zum Opfer gefallen und so konnte man erst eine Stunde später am Tresen das Erreichte gebührend begießen. Unter der Aufsicht von Mister Kürbis ließ man den Sonntag feucht-fröhlich ausklingen.


Der MSC sieht nun voller Selbstvertrauen den  verdienten Halbfinalspielen gegen Köln entgegen, die sich zuvor VERDIENT gegen den MHC durchgesetzt  hatten.

 (Verdient ist übrigens mein neues Lieblingswort, ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, mit Höppie einen "Verdient"-Club zu gründen)

 

Autor: Sabrina Zahren - Eingestellt von: André Schriever

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