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Damen- 6:3 Viertelfinalsieg in Köln

Erstellt / Aktualisiert am: 17.01.2011


Auswärtsfahren macht schön, Auswärts siegen macht schöner!

Bereits kurz nach dem Sieg der Damen gegen die HGN und der damit verbundenen, sicheren Qualifikation für das Viertelfinale in Köln, hatte sich die Busbesatzung für den Fan-Roadtrip nach Köln bereits gefunden. André-müder-Krieger-Schriever fungierte als Organisator und delegierte in gewohnt euphorischer Manier, Bus, Teilnehmer und die Getränkeversorgung an Bord.

So fand sich Freitagabend, 18 Uhr eine illustre, hochmotivierte und bis auf die Zähne mit Spirituosen bewaffnete Truppe am MSC ein, dessen Abfahrt sich lediglich durch die verspätete Ankunft des Tischer-Autos verzögerte.

Die sich überschlagenden Ereignisse der folgenden 7-stündigen Busfahrt nach Köln, kann und will die Autorin nicht ausführen, denn was im Bus passiert, bleibt im Bus.

Versichern kann ich aber, das die allgemeine Sorge, man habe zu viel alkoholhaltige Getränke dabei, vollkommen unbegründet war. Es wurde alles vernichtet!

7 Stunden und lediglich 10-12 Stopps später, schwappte die heitere Runde noch ins Haus Schwan hinein, in dem einem allerdings ab halb 4 Bier- und Wasserausschank verwehrt wurde. (Rien ne va plus? Is scho Recht, du Zipfel).

Beim Verlassen der Lokalität, rollte uns plötzlich wie von Geisterhand ein Keramikkürbis hinterher. Er rollte auf die Straße, und konnte nur durch David Negenborns Rettungstat davor bewahrt werden, überfahren zu werden. Klaus Tischer beschloss, den Kürbis über Nacht in seine Obhut zu nehmen, damit ihm nichts geschieht.

Die Gruppen zerstreuten sich und trollten sich zu ihren Schlafgelegenheiten. SCHNITT.

Ein unverschämt früher Treffpunkt im Clubhaus von Rot-Weiß Köln, (11 Uhr), der höchstwahrscheinlich auf die Hypernervosität des Reiseleiters zurückzuführen ist, hatte zur Folge, dass kaum einer mehr als 4 Stunden Schlaf gehabt haben dürfte. Leider blieb uns nichts übrig, als die Müdigkeit mit 1,2,3,4,5 Kölsch wegzuschwemmen. Mit zunehmendem Fanaufkommen wurde auch die Kölsch-Kranz-Frequenz deutlich erhöht, was der allgemeinen Stimmungslage gar nicht mal so abträglich war. Bereits beim Einspielen wurden die Kölnerinnen von der gewaltigen Schwenkfahne und unseren wilden Schlachtgesängen eingeschüchtert.

 

Huhn als Bärentrommler und Pöbelchicken, ließ keine Gelegenheit aus, um den Kölner Spielerinnen seine latenten Aversionen klarzumachen. Irgendein Schlitzohr schaffte es dann, geschickt und leise wie eine Katze, den Kürbis noch während des Einspielens auf dem Anstoßpunkt zu platzieren. Selbst während der Einlaufzeremonie fühlte sich keiner von den Offiziellen dazu berufen, den Keramikkürbis zu entfernen.

Die Mädels in ihren neuen Trikots machten ordentlich was her, und schon bei der Kadervorstellung wurde klar, wer hier der Herr ist. Bei den Kölner Zuschauern kam weder vor noch während des Spieles irgendeine Art von Stimmung auf. Die Show machten die MSC-Fans, und es war so laut in der Halle, dass die Spielerinnen ihr eigenes Wort nicht mehr verstanden.

Noch vor dem Spiel wurden Bedenken geäußert, dass die Mädels eventuell erneut einen nervösen Start hinlegen, so wie vor einem Jahr in Berlin. Nichts dergleichen war der Fall. Der MSC begann stabil, griffig und konzentriert. 1. und 2. Fünf nahmen sich leistungsmäßig nichts und so konnte viel und schnell gewechselt werden. Die Mannschaft spielte selbstbewusst und offensiv und konnte so bereits in der 4. Minute, durch einen Eckenschlenzer von Miri Schmid, in Führung gehen. 

Der MSC hatte die Partie weiterhin im Griff, Köln kam nur über Einzelaktionen oder Konter in den MSC-Kreis und scheiterte dort fast immer an der unfassbar gut aufgelegten Kimi Platten.

Mit einem Schuss aus dem spitzesten Winkel, den es überhaupt gibt, versenkte dann Charly Werther (Sehverstärker) den Ball in der 14. Minute im Kölner Tor.

Nach diesem Tor hatte man das Gefühl, dass den Mädels ein bisschen die Nerven durchgingen. Die kleinen Fehler häuften sich und der Aufbau war nicht mehr so souverän wie zuvor. Köln witterte Morgenluft und versenkt in der 21. Minute die Kugel im Netz.

Davon ließ sich Myriam "Gerd Müller" Fessenmayer aber nicht beirren und traf gleich 2 Minuten später erneut. Wieder fehlte die nötige Konzentration, um das Ergebnis zu halten und Köln erzielte noch in derselben Minute den Anschlusstreffer. So ging es dann in die Halbzeit. Die Mädels hatten einen starken Eindruck hinterlassen und die erschöpften Fans gingen sich, mit einem guten Gefühl im Bauch, ein Kölsch holen.

In der zweiten Halbzeit blieb der MSC weiter präsent. 

Bereits 4 Minuten nach Wiederanpfiff schlug erneut My Fessenmayer zu und besorgte das 2:4. Und erneut schoss Köln nur eine Minute später den Anschlusstreffer.

Die folgenden 10 Minuten waren vielleicht die aufregendste Phase des Spiels.

Es ging hin und her, auf beiden Seiten folgte eine hochkarätige Chance der Nächsten. Köln hatte seine stärkste Phase, und machte Druck. Erst das erlösende Tor in der 45. Minute durch Charly Werther ließ einige Fans auf der Tribüne wieder aus der Schockstarre erwachen. Danach schien der Bann gebrochen. Der MSC spielte wieder souveräner und ließ kein Gegentor mehr zu. Als dann Uwe in der 57. Minute das vorentscheidende 6:3 erzielte war die Messe quasi schon gelesen. Mit dem Schlusspfiff stürmten alle mitgereisten Fans das Spielfeld, und vermischten sich mit den überglücklichen Spielerinnen zu einem weinrot-grauem Knäuel. Die Freude über diesen verdienten Sieg war übergroß.

Der MSC war sowohl Individuell als auch mannschaftlich einen Tick besser und war vom Trainer-Gespann Henkel/Wigh optimal auf das Spiel eingestellt worden. Zudem wurde einfach so unvergleichlich geile MSC-Stimmung gemacht, sodass die lahmen Kölner nur brav mitklatschen konnten. 

Da in der allseits beliebten Bezahlberichterstattung im Internet gerne etwas einseitig berichtet wird, und hockeyliga.de selten ein positives Wort über den MSC verliert, werde ich das jetzt mal übernehmen: Die ganze letzte Feldsaison (als Aufsteiger), plus die Hallensaison  war einfach so überragend und es wurde so oft so gutes Hockey gespielt, dass wir uns den Einzug in die Endrunde einfach mehr als verdient haben. Am 29.01 wird erneut ein riesiges Fanaufgebot (plus Kürbis) Richtung Duisburg starten, um euch zum Titel zu schreien. Danke an alle Fans die dabei waren und dabei sein werden und ein riesen Lob an die 1. Damen, ich bin richtig stolz!!!!!

P.S: Zum Schutz aller Beteiligten bleibt die gemeinsame Rückfahrt im Bus mein kleines, berichterstatterisches Geheimnis. Besser isses!! ;)

Autor: Sabrina Zahren - Eingestellt von: André Schriever

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