MSC Schriftzug Hockey Tennis
MSC-Sponsoren

Damen: Abgerechnet und Abkassiert

Erstellt / Aktualisiert am: 22.11.2013


Irgendwie fällt es mir sehr schwer unter diese Hinrunde einen Schlusspunkt in Form eines Abschlussberichtes zu setzen, so wie es mir allgemein schwer gefallen ist, für den ein oder anderen Spielbericht der vergangenen Wochen die richtigen Worte zu finden. Vielleicht fällt es leichter, wenn ich anstatt eines Schlusspunktes einen Schlussstrich ziehe. Und zwar unter eine komische Saison in der die Erwartungen zu Beginn vielleicht etwas zu hoch gesteckt worden waren. Ich nehme mich da nicht aus, bin auch immer noch der Überzeugung, dass wir ein Team sind was angesichts seiner Qualität und Mentalität spielerisch und verbal nicht mehr nur kleine Brötchen backen muss. Trotzdem kam der Karren nicht richtig ins Rollen. Die Euphorie der Deutschen Meisterschaft trug uns zwar noch durch die Ersten vier Spiele, ebbte aber dann zu abrupt ab um als Ausrutscher abgeheftet werden zu können. Bereits der Arbeitssieg gegen Braunschweig ließ die Unsicherheit und die Defizite in allen Bereichen durchschimmern, nach dem Spiel gegen Berlin schwante Allen Übles und das Hamburg-Heim-Wochenende endete in einem Desaster.

Trainerwechsel und Ausfall von Mia Sehlmann doch nicht so easy weggesteckt? Doch kein Mitanwärter für die Top Vier obwohl der DM-Titel 2014 seit Abpfiff Halbfinale 2013 schon quasi safe beim Happy hängt?

Aber wir sind doch so ein geiles Team! Und wir können doch alle Hockey spielen! Und wir haben doch das genialste System! Und mit unserem geilen Spirit können wir doch alles kompensieren!

Ja, Ne, läuft irgendwie nicht. Für Hamburg großes vorgenommen, letztendlich kaum was geholt, gegen UHC verloren aber stark gespielt. Schreibtante schreibt: „Schlüsselspiel“, der Rest ist auch optimistisch, alle sind wieder froh. „Ein gutes Spiel gemacht, ab jetzt geht’s los..wenn wir ab jetzt alles gewinnen dann fahren wir zur Deutschen..Jaja die Rückrunde, da sind wir immer stark.“

An diesem Strang zogen alle, Staff und Spieler. Trotzdem blieben wir in zwei von vier „Endspielen“ hinter den Erwartungen zurück. Kann keiner sagen, dass wir es nicht gewollt hätten oder nicht an unsere Stärke geglaubt hätten, aber leider muss man am Ende der Hinrunde neunmalklug  bilanzieren, dass die Aussichten nicht rosig sind. Sieben Punkte Rückstand auf Platz Vier aber leider auch nur noch sieben zu spielende Partien.

Ich finde, wir konnten nur in einem Spiel an die Leistung der Vorsaison anknüpfen und das ist zu wenig für eine Mannschaft mit Ambitionen der Größenordnung Final Four.

Die wenigen kleinen Rädchen an denen man zu Anfang drehen wollte, sind zu großen Zahnrädern geworden die einer Grobjustierung bedürfen, statt Taktik-Talks gabs „Back-to-the-basics“- Sitzungen (bitterst nötig, damit wir uns nicht falsch verstehen), und zwei Wochen vor Ende der Feldrunde müssen nochmal athletische Reize gesetzt werden. Irgendwie alles suboptimal.

Doch ein positiver Ausblick auf die Rückrunde und das Versprechen, dass alles Besser wird, gehört zum obligatorischen Inventar solcher Abschlussberichte und deshalb denke ich,  dass die Mannschaft alles daran setzten wird das Blatt noch zu wenden und sich voll darauf konzentrieren wird in der Rückrunde richtig durch zu starten...

Letzte Saison haben wir uns schwach geredet und stark gespielt. Wie der Satz bezüglich dieser Saison lauten soll, darf jeder selbst entscheiden.

 

Autor: Sabrina Zahren - Eingestellt von: André Schriever

MSC facebook
MSC twitter
MSC instagram