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Damen: Erste Niederlage

Erstellt / Aktualisiert am: 05.10.2013


Nach einem furiosen, alle Beteiligten überraschenden, vor Selbstbewusstsein strotzenden und von neuem Wind beflügelten Saisonstart, der viel Zufriedenheit, aber auch hohe Erwartungshaltungen stiftete, muss der MSC die erste Saisonniederlage hinnehmen. Gegen den BHC, den ewig unschlagbaren, nach Kellers Rücktritt vom aktiven Geschäft von vielen viel zu stark abgewerteten Club, gegen den wir nicht gewinnen können. Klar hat diese Niederlage diese eine symbolische Ebene, dass man nun zum Vierten Mal in Folge scheitert, einschließlich des verlorenen Halbfinals in Hamburg. Man kann hadern und sagen: "Nächstes Mal, nächstes Mal, da sind sie fällig", und einfach weiterspielen und den Lauf fortsetzten. Wäre da nicht diese zweite Ebene, die so ganz banal daherkommt, ohne viel Pathos und Brustgeklopfe, dafür sehr subtil und unauffällig: Es war nämlich nicht der Hockeygott der uns diesmal im Stich ließ oder die Übermacht einzelner BHC-Akteure. Wir selber hatten es verbaut: Taktisch nicht auf der Höhe, individuell gut, aber nicht gut genug um die fehlende mannschaftliche Kompaktheit zu kompensieren. Nach dem Rückstand ohne Aufbäumen oder Plan B. Der BHC hatte auf alles eine  Antwort obwohl wir wenig Rätsel aufgaben.

Vielleicht fragt sich der ein oder andere, warum die Schreibtante so lange nichts von sich hören lässt, und jetzt nichts besseres zu tun hat, als die eine Niederlage breitzutreten, wo man doch gegen Mannheim und Braunschweig gewonnen hat. Zugegeben, das Spiel gegen den MHC war ein Augenschmaus. Sehr abgeklärt und souverän hatten wir dieses, eigentlich sehr unangenehme Team an die Wand gespielt. Viel Ballbesitz, starke Konter, kompakte Defensivleistung.

Doch bereits das Spiel gegen Braunschweig zeigte gewisse Unregelmäßigkeiten auf: Phasen der Dominanz lösten Phasen der Stümperhaftigkeit ab, und das gegen ein Team, das das Wort "Spielstärke" weiß Gott nicht erfunden hat. Klar, wir machen unser Tor, die Braunschweiger hätten aber auch das ein-,  oder andere machen können, nicht durch besonders tolle Konter, sondern durch einen durchgezogenen Spielaufbau. Moment, dafür haben wir doch ein Gegenmittel. Da war doch was. Stimmt unser Pressing. Ja ,wo war das eigentlich?

Solche Spiele gibt es, danach sind alle erleichtert und doch ein bisschen peinlich berührt, schieben die etwas inkonstante Leistung auf die lange Zugfahrt und nehmen sich viel vor für das Sonntagsspiel. Wusste ja keiner, dass die Leistung schon auf das Berlinspiel vorrausdeutete.

Wieso reite ich so auf diesem Spiel herum? Ganz einfach, es gibt Niederlagen die passieren, die haben keine Konsequenzen und sind schnell vergessen.

Es gibt aber auch Niederlagen, die leiten Trendwenden ein, weil man zweifelt und hadert, nicht weiß woran es lag, unsicher wird, wild herumdiskutiert, Tugenden über Bord wirft und falsche Schlüsse zieht. Wir müssen an unsere Leistung von Mannheim anknüpfen, Taktisch diszipliniert und selbstbewusst auftreten und die Leichtigkeit reanimieren, sonst wird es gegen Klipper und Alster kommendes Wochenende kein Spaß werden.

Glücklicherweise Spielen wir Dahoam vor den Fans, die es gewöhnt sind, dass gekämpft und gesiegt wird und die wir nicht enttäuschen wollen.

Und glücklicherweise kann es ja auch sein, dass ich mich total täusche und meine Befürchtungen nichts weiter sind als Schwarzmalerei und Presse-Gemaule.

Euer Matthias Sammer

 

Autor: Sabrina Zahren - Eingestellt von: André Schriever

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