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Damen: Halbfinale DM in HH

Erstellt / Aktualisiert am: 07.06.2013


Was bleibt.

Enttäuschung, Groll, Wut, Missgunst, Depression. Das ist nicht das was bleibt. Dafür ist dieses Team zu krass, sind diese Fans zu legendär ist dieser Club zu einzigartig. Aus einer dramatischen Niederlage gegen die Mannschaft vom BHC erhebt sich dieses Team wie Phönix aus der Asche auf ein neues Level. Aus einer Gruppe guter Bekannter wird ein verschworener Haufen. Katalysiert durch eine Demonstration, eine Manifestation weinrot-grauer Dominanz die in Form von mentaler Gänsehaut im Kopf und im Herzen Einzug hält. Und ich wiederhole gerne nochmal, was ja mittlerweile jeder weiß: Wir haben dieses Spiel verloren. Verkackt. Wayne interessiert´s?  Leidenschaft, Spielfreude, Stimmung. Das sind die Dinge, die dieses Spiel unvergesslich machen. Fehlt dann das letzte Quäntchen Glück zum Sieg, ist eine höhere Macht im Spiel. Mit ein wenig Abstand tut mir der BHC mittlerweile sogar Leid, frei nach dem Motto: Stellt euch vor ihr werdet Meister und keinen interessiert´s. Selbstverständlich versuchen wir Leistungssport zu betreiben, und der Titel ist für jeden Hockeyspieler ein mehr als erstrebenswertes Ziel. Aber was, wenn mir diese Kulisse, dieser Rückhalt nach der Niederlage, dieses gemeinsam zu Ende gefeierte Wochenende so viel mehr gegeben hat und mich so viel mehr bestätigt hat, dass dieser Club und dieses Team einfach was besonderes sind?  Diese Art von Erfahrung mit dieser Art von Emotion ist keinem Laien zu beschreiben. Es sind die verdienten Früchte unserer Arbeit und unseres Aufwandes und letzten Endes doch ein Privileg. Da macht es keinen Unterschied ob du vor 200 oder 20.000 Leuten spielst, hauptsache es geht nach vorne.  Die Tränen die dann trotzdem geflossen sind, waren keine Tränen des Selbstmitleides. Wir haben geweint für unsere Mannschaftskameraden und geweint für die Fans. Und die Fans für uns.

Vielleicht hat diese Niederlage etwas freigesetzt in den Köpfen, das langfristig viel wertvoller sein kann als ein Finaleinzug. Der Aufmarsch der weinrot-grauen Wand hat einen so bleibenden und identitätsstiftenden Eindruck hinterlassen, dass Team und Club noch enger zusammengerückt sind. Wer weiß, wie sich das entwickeln wird, ob diese Bande auch halten wenn der Erfolg ausbleibt. Noch sind wir umhüllt von einer bittersüßen Sentimentalität und einem bedingungslosen Bock auf die nächste Saison, im Wissen, dass wir durch dieses Wochenende plötzlich so viel stärker sind als andere. Es bleibt abzuwarten was passiert, wenn die Gefühlswogen geglättet sind und der Hockeyalltag wieder einkehrt. Nur wir allein können die Bilder im Kopf wieder und wieder hervorrufen. Aber was auch passiert, der Club wird bleiben. Dieser Club mit diesen wertvollen zwischenmenschlichen Konstellationen, dieser Aufopferungsgabe, dieser perfekten Balance zwischen Disziplin und Amusement, die  auf jeder Ebene wie ein Markenlogo durchschimmert. Der MSC ist irgendwie einzigartig, definitiv unvergleichlich, besonders. Weinrot gefärbt vom Herzblut, dass jeder investiert und grau weil wir nicht weiß sind und nicht schwarz. Wir sind die Schnittmenge. Wir sind grau. Weinrot-grau.

Mit diesem Club im Rücken, dem Wappen auf der Brust, den Erinnerungen im Kopf und der Kraft in den Beinen werden die 1.Damen die Hindernisse überwinden, die den Weg zum Erfolg verstellen.

Was die Fans bei einer Niederlage zu leisten im Stande sind hat jeder gesehen. Was passiert wenn wir den Titel eines Tages holen, kann ich mir nur in meinen kühnsten Träumen ausmalen.

Wir danken euch allen für die tolle Unterstützung!

Eure 1.Damen

Autor: Sabrina Zahren - Eingestellt von: André Schriever

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