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Damen: Jammern auf hohem Niveau

Erstellt / Aktualisiert am: 13.05.2013


Was soll noch werden aus dieser kuriosen Saison, in der irgendwie alles so anders ist, als in der letzten. Deren Erfolgskurve nach einer passablen Hinrunde, unterbrochen von einer furchtbaren Hallensaison, seit dem Ersten Spiel der Rückrunde stetig steigt? In der plötzlich alle Spieler ihr Potential voll ausschöpfen, wir die "Großen" dominieren und die "Kleinen" teilweise pulverisieren. Wo die Stimmung so gut ist, dass der Trainer uns Einhalt gebieten muss und wir nach einem 2:2 gegen UHC, den FC Barcelona des Hockey (oder soll ich neuerdings sagen: FC Bayern des Hockey) gegen den wir uns den Punkt erst in letzter Sekunde erkämpfen, wir danach wie die Verlierer dastehen und der Trainer uns Eine auf den Deckel gibt ob des vergebenen Dreiers. Ein Dreier der uns bereits letzte Woche die Gewissheit der Halbfinal-Teilnahme beschert, und uns zwei Wochen des Wartens auf das letzte Liga-Wochenende erspart hätte. Wie doof, dass der Fan-Beauftragte jetzt planen muss, ohne die letzte Gewissheit, ob wir wirklich nach Hamburg fahren. Erfolgsprobleme.

 

Nach unserem Sieg gegen Klipper (1:0) und der Rüsselsheimer Nullnummer in Hamburg, reicht uns in Berlin gegen TusLi und BHC theoretisch ein Punkt, sollten wir das bessere Torverhältnis gegenüber Rüsselsheim behalten. Wir sind aber auch schon dann weiter, wenn Rüsselsheim in den zwei Spielen einen Punktverlust erleidet, oder wenn wir eines der beiden Spiele gewinnen. Ball flach halten fällt da schwer, auch wenn es sich einfach komisch anfühlt ein Event zu planen, für das wir noch nicht qualifiziert sind. Und doch ist das Vertrauen in die eigene Stärke mittlerweile so groß, dass auch der Gegner sie in unsern Augen ablesen kann. Bei dem Hasenfuß-Hockey das der UHC teilweise spielte, ist die Reaktion des Trainers vielleicht verständlicher. Die Message ist angekommen, wir können jeden schlagen. Wir sind stark wie nie. Aber trotzdem eine typische Damenmannschaft: zweifelnd, zurückhaltend, tief stapelnd.

Konzentriert bleiben, professionell bleiben, auch wenn der Trainer seinen Wechsel zum Konkurrenten bekannt gibt. Nur nicht verletzen, trainingsmäßig am Ball bleiben, damit man den Verfolgern aus Rüsselsheim kein Hockeywunder beschert, sondern souverän einen Haken macht unter das Thema "Endrunden-Quali". Vor ein paar Wochen, im tiefsten Winter hätte allein der Gedanke in manchen warme Frühlingsgefühle erweckt. So weit sind wir schon und so schnell zieht der Kopf mit dem Tabellenstand gleich. In den wettkampffreien Wochen werden die Mannschaft und der Trainer sachlich-akribisch weiterarbeiten um das Saisonfinale mit 100 Prozent anzugehen. Nur dann kann man über Emotionen und Leidenschaft die eigenen Grenzen sprengen, die 1-2 Prozentpunkte mehr geben als der Gegner und das Spiel der Spiele für sich entscheiden. In drei Wochen. In Hamburg. Versteht sich.

 

Autor: Sabrina Zahren - Eingestellt von: André Schriever

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