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Damen: Das Quäntchen Glück und noch viel mehr

Erstellt / Aktualisiert am: 23.01.2013


Das letzte Auswärtswochenende der Hallensaison stand bevor und die Maßgabe war klar: Um das Viertelfinale erreichen zu können, mussten zwei Siege eingefahren werden. Gerade das Sonntagsspiel gegen den TSV Mannheim war existentiell wichtig. Blöd nur, dass es wie schon die ganze Saison an dem Gesundheitszustand der Spielerinnen scheiterte. Oder lag es an etwas anderem? Bereits durch den Wegfall von Mia Sehlmann der die Mandeln einen Strich durch die Rechnung machten, war die Abwehr stark geschwächt. Nach dem Hallencomeback von Steffi Frenz schien dieses Thema ad acta gelegt zu sein. An personellen Faktoren lag es daher nur bedingt, dass wir zwei immens wichtige Spiele vor Weihnachten fahrlässig in den Sand setzten. Daher galt es nun, nach der Weihnachtspause die Ärmel hochzukrempeln und jedes Spiel zu gewinnen.

Pünktlich zum entscheidenden Wochenende, entpuppte sich unsere Mannschaft jedoch erneut als wandelndes Krankenstandregister.  Svea: angeschlagen.

        Oleg: Spielt nicht weil krank.

        Sophie: geflüchtet.

        Mia: Erst eine Woche später wieder fit. 

        Sarah: Fuß verknackst.

        Sämtliche Notlösungen: keine Zeit, nicht im Lande.

 Ja was macht man da, wenn man mit acht Leuten auf ein entscheidendes Auswärtswochenende fährt? In unserem Fall: Geil spielen. Das Spiel gegen Nürnberg ließ, trotz kurzem Rückstand zu Beginn, die Klasse aufblitzen, die diese Mannschaft zu demonstrieren in der Lage ist. Nürnberg wurde letztendlich deutlich abgefertigt und wir hatten Tiki-Taka-Hockey abgeliefert. Trotzdem war das Spiel an die Substanz gegangen und man fragte sich zu Recht, wie man das Alles-oder-Nichts Spiel gegen starke TSV’ler durchhalten sollte. Kurzerhand wurde die Grande Dame der MSC-Defense aus München eingeflogen und lieferte trotz 1.5 jähriger Hockeypause und zwischenzeitlicher Geburt eines Kindes ein starkes Spiel ab. „Wer ko der ko“!! Danke nochmal an Naina an dieser Stelle.

Das Spiel war sau stark, sau intensiv und stand sowas von auf der Kippe. Kurz vor Schluss hatten wir einen 0:2 Rückstand mit viel Kampf, Leidenschaft und Aufwand in ein 3:2 verwandelt. 

In eine Phase der Dominanz fiel ein Gegentor, das leider aus der Luft geschossen war. Durch einen Siebenmeter in den Schlussminuten erzielte TSV dann den Siegtreffer zum 4:3 Endstand. In diesem Spiel hatte es nicht an den fehlenden Spielern gelegen, sondern an dem Quäntchen Glück, das uns schon die ganze Saison ein bisschen gefehlt hatte. Unzählige Tormöglichkeiten waren vergeben worden und der TSV agierte einfach effektiver im Abschluss. Die Enttäuschung über die Niederlage war physisch greifbar und fühlte sich grausam an, denn das Spiel war eines unserer Stärksten gewesen und wir hatten besseres Hockey gespielt als der TSV. 

Trotzdem ist der Viertelfinaleinzug des TSV gerechtfertigt, denn wer uns zweimal schlägt, gehört in die nächste Runde.

Um sich die letzte minimale Restchance zu erhalten, wollten wir trotzdem das Spiel gegen unsere speziellen Freunde vom MHC gewinnen. Sich in der Woche dafür noch zu motivieren fiel denkbar schwer, trotzdem war die Lust da, dem MHC wenigstens den Ersten Platz zu vermiesen. Pünktlich zum gemütlichen Teil der Saison wurden auch alle unsere Spielerinnen wieder fit, und so konnte man in Topbesetzung auflaufen.

Das Spiel war spannend, abwechslungsreich und machte mega Spaß, da der Druck ein wenig raus war. Wir lieferten für unsere Fans ein tolles Spiel ab, das mit 4:4 sein Ende fand. Damit hatte man dem MHC die Suppe versalzen und den Branchenkrösus zum BHC ins Viertelfinale geschickt.

Wie schon gesagt, war es nicht nur das Krankheitspech, dass dieser Saison die mit einer so hohen Erwartungshaltung begonnen wurde, einen bitteren Beigeschmack verpasste. Es waren viele Faktoren die zusammenspielten und viele Situationen in denen der Hockeygott sich für die andere Seite entschied.

Mit dem Abschlussspiel gegen Frankfurt wird die Seuchensaison nun beendet, und wir versuchen nochmal ein paar magic moments auf die Platte zu zaubern.

Eure 1.Damen


Autor: Sabrina Zahren - Eingestellt von: André Schriever

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