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Damen: Vier Punkte Wochenende

Erstellt / Aktualisiert am: 25.03.2013


Ich hatte unserer Mannschaft im Laufe dieser Hinrunde ja schon mehrere kernige Attribute und Beinamen verpasst. An diesem letzten Spielwochenende  der Rückrunde sind definitiv ein paar neue dazugekommen.

1.    „Vorbereitungs-Stoiker“

Mit einem ungemeinen Gleichmut (im positiven Sinn)  und einer unaufgeregten Ruhe hat die Mannschaft die diesjährige Vorbereitung absolviert. Während einschlägige Trash-Blätter „Horror-Winter“ und „Schnee-Katastrophe“ in den Presse-Äther brüllten, blieben die Damen so cool wie die Eisplatten auf dem Kunstrasen.

Kein Stocktraining zwei Wochen vor Saisonstart? Egal, gehen wir halt in den Kraftraum.

Hockeyplatz schneebedeckt und Tore am Boden festgeeist? Was solls, wird halt schneegeschippt.

Ein gefrorener Platz ab 20 Uhr? Na gut, lass uns eine Seerunde laufen.

Das erste Mal an den Stock konnte das Team dann bei einem kleinen Turnier beim MHC. Claas nutze jedes Zeitfenster um Trainingseinheiten zwischen die Spiele zu quetschen, um endlich mal was am Schläger machen zu können. Lehrgangsartige Zustände waren das, die uns „Normalos“ Angst und Panik ins Gesicht zeichneten, während die DHB-Abteilung unseres Teams die „Maßnahme“ eher als „anschwitzen“ definieren würde.

Kaum hatten wir Mannheim verlassen, wurde die Restrepublik jenseits des Weißwurst-Äquators von einer schrecklichen Winteroffensive heimgesucht und die Teams stapelten sich in Mannheims Indoor-Hockey-Aufblasbar-Tragluft-Rasen-Dings um trainieren zu können. Während in München der Schnee langsam schmolz, wurde in Worms zur Freude einiger undankbarer Individuen, die ansonsten allseits beliebten EWR-Hockeydays abgesagt und ein weiteres Trainingslager beim ESV München angesetzt. Die Tatsache, dass man daheim bleiben konnte anstatt in der Weltstadt Worms sein Wochenende zu verbringen, beflügelte das Team und erwirkte gute Trainingsresultate weil auch jeder mit vollem Elan mitzog.


2.    „Souveräne Arbeitssieger“ (oder: „Auch bei Minusgraden im Röckchen-Spieler“)

Nachdem die Berliner und Hamburger Teams alle „umanandagreant hom“ , (bayr. Rumgeheult haben, gejammert haben) dass sie sich nicht vorbereiten konnten wegen dem Schnee (ein Problem was wir jedes Jahr haben), entspannte sich auch der Coach ein wenig und sah dem eventuellen technischen Trainingsrückstand gelassener ins Auge. Zwei gute Testspiele gegen die MJB, schärften das Taktikverständnis, und man konnte sich einigermaßen gut vorbereitet fühlen, für das Spiel gegen Tabellenschlusslicht TuS Lichterfelde.

Das Wetter war unglaublich. Manche der Spielerinnen waren blauäugig und unerfahren ob solcher Bedingungen, ohne lange Unterhose und Longsleeve angetreten und krümmten sich vor Kälte auf dem Spielfeld. Die Beine glühten rot und blau und pünktlich zum Anpfiff begann es zu schneien. 

 

Das Spiel war kein schönes, aber gegen unsere Gewohnheit spielten wir es souverän runter, obwohl uns noch zwei Hochkaräter im Kader fehlten (Uwe verletzt und Kathi krank).

Zwei Tore schießen und dann relativ wenig zuzulassen, trotz eines überfrierenden Platzes und -10 Grad, find ich persönlich abgebrüht (welch wonniges Wort im Angesicht der Todes-Kälte).

Des Weiteren konnte man Fortschritte in unserem Defensivsystem verzeichnen und die neuen Quietschies Lara und Alex hatten ihren Ersten Bundesliga-Einsatz, den Sie sehr gut meisterten.

Interessant war auch zu sehen, was der Körper auch bei Minusgraden noch im Stande ist zu leisten, und das es anscheinend noch 1,2,3 Minusgrade mehr braucht bis man dem Kälte-Tod erliegt.

 


3.    „Wimpel-Sieger Besieger“


Für das Sonntagsspiel gegen Hallenmeister und „Tabellen-Unangefochten-Anführer-kein Punktverlust-Titelaspirant“ BHC, in dessen Kader Nicht-Nationalspieler eine krasse Minderheit sind, hatte man sich eine entspannte Grundhaltung verordnet, obwohl  die Berliner dreist versucht hatten, aufgrund der Berliner Großwetterlage die Favoritenkarte zumindest ein wenig wegzuschieben und auf Trainingsrückstand zu plädieren.

Ziel war es trotzdem, weiter am Defensivsystem zu arbeiten und den BHC solange wie möglich zu ärgern. Die Temperaturen waren ähnlich unsäglich, diesmal war aber jeder vorbereitet und hatte sich in Leggins unterschiedlichster Couleur, gewandet.

Das Spiel nahm so seinen Lauf, und der BHC schoss die Ersten 20 Minuten kein Tor, was als positives Zwischenziel verbucht werden konnte. Er kam auch nicht wirklich oft gefährlich vor unser Tor, wir hingegen fuhren durchaus ansehnliche Konter. Im Zuge dieses Aha-Erlebnisses, dass es möglich ist in den BHC Schusskreis einzudringen, vernachlässigten wir ein wenig die Disziplin in der Raumdeckung und wurden etwas offener. Der BHC vergab eine 1000000 Prozentige Chance, wir ließen gefühlte 2000 Flanken in den BHC-Kreis unbearbeitet (Jaaaaaa, das ist der Trainingsrückstand) und plötzlich war Halbzeit und man musste sich fast ärgern, dass der MSC noch nicht getroffen hatte. Trotzdem blieb man ruhig und konzentriert. BHC kam mit doppelt Dampf aus der Kabine und machte das Spiel nochmal deutlich schneller als in der Ersten Halbzeit. Trotzdem hielt man aufopferungsvoll kämpfend dagegen und kam wieder zu einigen Großchancen. Plötzlich war der MSC dem Sieg näher als der BHC und ein 0:0 hinterließ den falschen Eindruck vom Spiel. Es hätte auch 5:5 ausgehen können.

Als man dann 10 Minuten vor dem Ende immer noch gut dagegenhielt war plötzlich klar, dass man hier einen Punkt holen konnte. BHC gab am Ende nochmal Gas, konnte aber nicht mehr netzen, auf der anderen Seite versäbelten wir noch 1-3 Großchancen. Der Schlusspfiff wurde trotzdem gefeiert, denn wir hatten dem BHC als erstes Team in der Saison Punkte abgeluchst. Die Zuschauer resümierten, nachdem ihre Münder wieder aufgetaut waren, dass es ein sehr ansehnliches und tolles Spiel gewesen war. Als Spieler hatte man eher das Gefühl, dass man ausschließlich gearbeitet und eher wenig Kreatives vollbracht hatte. Trotzdem fühlt sich das Unentschieden wie ein Sieg an, und die Mannschaft hatte wirklich eine tolle Moral gezeigt.

Ich bin sehr gespannt was da noch kommen wird nach Ostern, wenn die Rückrunde offiziell beginnt und der Frühling Einzug hält im Land. Angeblich.

Am 6./7.4 geht es mit zwei Heimspielen gegen Köln und Neuss zuhause weiter! Wir hoffen dann wieder auf zahlreiches Erscheinen unserer Fans!

Frohe Ostern!

Eure 1.Damen

 

 

Autor: Sabrina Zahren - Eingestellt von: André Schriever

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