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Nachruf Nici Schretter

Erstellt / Aktualisiert am: 09.06.2013


Nici Schretter lebt nicht mehr. Er gehörte zu den Uralt-Mitgliedern des MSC, dem er seit Ende der 1950er Jahre angehörte. Da er damals um die Ecke vom alten MSC-Gelände am Parzivalplatz in Schwabing wohnte und sehr sportlich war, im Gymnasium spielte er u. a. in der Basketball- und Fußball-Schulmannschaft, lag es auf der Hand, dass er in den MSC ging. Zuerst als Tennisspieler. Doch schon bald konzentrierte er sich auf Hockey. Er war ein glänzender Techniker, was die Süddeutsche Zeitung damals so beschrieb: "Mit Nici Schretter verfügt der MSC wieder über einen herausragenden Sturm, der zu vielen Hoffnungen berechtigt". Als den Nici erste Zipperlein plagten und es für die Erste Hockeymannschaft nicht mehr reichte, war er sofort sehr willkommen beim HC Schwabing, der Reise-Mannschaft des MSC, die mehr die Geselligkeit pflegt. Nici war eben auch ein sehr fröhlicher, lebenslustiger und unterhaltsamer Mensch. Obendrein war er sehr musikalisch. Wenn er nach einem Hockeyspiel im Clubhaus seines geliebten MSC mit seinen Kameraden zusammensaß, dann holte er gern die Gitarre heraus und sang mit allen zusammen bekannte bayerische Lieder, wie z.B. die Moritat vom "Hintertupfer Bene", die Tragödie vom "Wildschütz Jennerwein" oder den "Stolz von der Au". Von diesen schönen Erinnerungen schwärmen die Alten im MSC noch heute.

Nici hatte auch den Mut, Verantwortung zu übernehmen. In den 1970-er hat er sich als Hockeyvorstand um den gesamten MSC verdient gemacht. Er brachte die damals sehr beliebte Clubzeitschrift "MSC-Karussell" heraus und organisierte das 70-jährige MSC-Jubiläum. Wenn der MSC im Rahmen eines solchen Jubiläums ein Theaterstück aufführte, übernahm der Nici selbstverständlich eine der tragenden Rollen, wie in den Ludwig Thoma-Stücken "Erste Klasse" und "Im Fotoatelier". Als Nici älter wurde, hat er sich mehr seiner Bergleidenschaft gewidmet. Um den Bergen näher zu sein, hat er mit seiner Frau Ingrid in Marquartstein ein Haus gebaut. Aber auch dort hat er seine alten MSC-Freunde nicht vergessen. Vielmehr hat er für sie immer mal wieder ein Fest oder eine Bergwanderung organisiert. Seine Geburtstagsfete zum 70. im Berggasthof Streichen bei Schleching im Frühsommer 2010 wird allen unvergessen bleiben. Damals war er fröhlich und unterhaltsam wie immer. Von der heimtückischen Krebserkrankung, die ihn ein knappes Jahr später befiel, war er weit weg. Als er krank wurde, hat er viele Monate heftig dagegen angekämpft. Doch es war leider vergebens. Am Abend des 7. Juni ist Nici Schretter in der Universitätsklinik Traunstein gestorben.

Der MSC wird ihn in guter Erinnerung behalten

Der Vorstand

Autor: Henno Heintz - Eingestellt von: André Schriever

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