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Immer daran geglaubt: Mädchen A gewinnen Bayerische Hallenmeisterschaft

Erstellt / Aktualisiert am: 27.01.2014


Manchmal gibt es auch in einer noch jungen Sportlerkarriere Erlebnisse von denen man glaubt, dass man sie in dieser Form so schnell nicht wieder erleben wird. So bei den Mädchen A des MSC, die rückblickend noch immer von dem Gewinn der Bayerischen Meisterschaft auf dem Feld und ihrem guten Abschneiden in der Deutschen Zwischenrunde im vergangenen Jahr selbst beeindruckt sind.

Dann gibt es aber auch solche Momente, die das bisher Geleistete noch einmal übertreffen. Vielleicht, weil es unerwartet kommt. So geschehen am vergangenen Wochenende, an dem die Mädchen A erneut den Landestitel für sich sichern konnten - diesmal in der Halle. Doch von wegen unerwartet: „Für uns war das klar! Wir haben immer daran geglaubt!“, so die einhellige Meinung des Teams. Eltern und anwesende Fans konnten über so viel vorhandenes Selbstbewusstsein nur staunen. Aber offensichtlich lässt sich auch das trainieren.

Die Mädels rund um Coach Christoph Elste hatten eine ordentliche Vorrunde gespielt, die man hinter TuS Obermenzing als Zweiter abschloss. Es lief noch nicht alles rund. Immer wieder und wieder trainierte Spielzüge wurden noch nicht wie gedacht umgesetzt. Mehr und mehr gelangen aber auch wunderbare Spielzüge, von denen einige bei der Bayerischen Zwischenrunde zu sehen waren. In den Spielen gegen den HC Wacker, HLC Rot-Weiß München und TuS Obermenzing gingen die Mädchen A jeweils als Sieger hervor und qualifizierten sich somit für die Endrunde.

Gleich im ersten Spiel traf der MSC erneut auf die TuS-Mädels. Es war eine etwas müde Partie, mehr von Taktik als durch spielerische Highlights geprägt mit entsprechendem Endergebnis: 0:0. Damit waren beide Mannschaften nicht wirklich zufrieden.



Während die 1. Herren in Nürnberg um den Klassenerhalt spielten, kämpften zeitgleich die Mädchen A ebenfalls gegen den NHTC. Auch hier ging es um einen Sieg, um sich weitere Chancen in der Endrunde zu wahren. Und auch hier ein Spiel, das an Dramatik nicht zu überbieten war. Mit Entschlossenheit und deutlich mehr Zug zum Tor erspielten sich die Mädels in weinrot-grau ihre Möglichkeiten: Noemi verfehlte nur knapp, Anna S. ebenso. Paulinas Tor zählte nicht – kurze Ecke statt Vorteil für den MSC. Dann erneut Anna S. mit einem Schlenzer gegen die Latte. MSC-Torhüterin Laura hingegen rettete mit zwei Glanzparaden im Schusskreis und wahrte somit alle Chancen. Die Zeit lief und lief. Noch ein Unentschieden konnte und wollte man sich nicht leisten. Die Zuschauer zählten bereits die Uhr runter, als Mareike drei Sekunden vor Schluss das erlösende 1:0 schoss.

Eine lange Spielpause im Anschluss ließ Zeit für Rechenspielchen. Was war noch drin, was würde reichen, um das Turnier auch nur als Zweiter abzuschließen und sich damit für die Süddeutsche Meisterschaft zu qualifizieren? Das Ergebnis: Ein Unentschieden gegen den Ersten der Zwischenrunde Nord, den TSV Schwabach, würde hierfür reichen. Mit einem 3:0 wäre sogar noch der Titelgewinn möglich.

Doch danach sah es nun nicht aus: Fehlpässe, ungenaue Bälle, Einzelaktionen. Die Mädels aus Franken bestraften dies umgehend und gingen mit 1:0 in Führung - damit war sogar die Teilnahme an der Süddeutschen in Gefahr. Doch der Siegeswillen der Mädels war groß. Noemi erzielte fünf Minuten vor dem Ende endlich den Ausgleich. Damit nicht genug: Paulina traf nach kurzer Ecke - noch 1:40 Minuten zu spielen! Luisa sorgte mit ihrem Tor zum 3:1 dafür, den Spielverlauf komplett auf den Kopf zu stellen und nicht zuletzt für das alles entscheidende Pünktchen. Die Spielleitung bestätigte kurz darauf alle wilden Rechenresultate in der Halle. Der MSC und TuS waren punkt- und torgleich – ein Siebenmeter-Schießen musste über den Titel entscheiden.

Die Mädels aus Obermenzing setzten den ersten Versuch gegen den Pfosten, während Paulina für den MSC treffen konnte. Die zweite Schützin verwandelte im Anschluss zum 1:1, Anna S. legte nach zum 2:1. Wieder nur der Pfosten für TuS, Janne hingegen konnte die Führung auf 3:1 ausbauen. Im Anschluss das 3:2 für die Gegnerinnen. Es war Kapitänin Mareike, die für den 4:2 Endstand sorgte. Um 16.20 Uhr stand fest: die MSC-Mädels waren Bayerischer Hallenmeister 2013/14.

Als man um 8.30 Uhr morgens noch frierend bei Schneefall vor verschlossener Halle stand, haben zumindest die anwesenden Fans nicht mit einem solch spannenden und siegreichen Ausgang gerechnet. Die Mädchen A hingegen haben stets an sich geglaubt und letztlich ihre gezeigte Leistung von der vorangegangenen Feldsaison bestätigt.

Nun reist das MSC-Team am 8./ 9. Februar zur Süddeutschen Meisterschaft nach Bad Dürkheim. Dort warten der Gastgeber selbst, HC Heidelberg und ein hessischer Vertreter auf die Titelträgerinnen aus Bayern. 



Gratulation an alle Mädchen A - ob am Wochenende im Einsatz oder als Fan dabei:

Josefine, Zoe, Luisa, Anna N., Franzi Daub., Anna S., Fine, Paulina, Franzi Di., Fanny, Carina und Coach Christoph Elste (stehend von links nach rechts), Marlene, Emily, Mareike, Janne, Noemi, Clara, Luca und Lea (kniend von links nach rechts), Amelie und Laura (Torhüterinnen) - Meggi war leider nicht mehr mit drauf.

Autor: Hanna Ommert - Eingestellt von: André Schriever

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