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Starken Eindruck hinterlassen: Mädchen A belegen den fünften Platz bei der Süddeutschen Meisterschaft

Erstellt / Aktualisiert am: 10.02.2014


Manch eine Spielerin der Mädchen A des MSC hatte noch nicht einmal ein Mittagessen im Magen, da ging es am Freitag schon los – von der Schulbank direkt nach Bad Dürkheim. An der Weinstraße fanden an diesem Wochenende die Süddeutschen Meisterschaften 2014 statt, für die sich die MSC-Mädels vor zwei Wochen als Bayerischer Meister qualifizieren konnten. Sie sollten die Landesfarben vor Ort gut vertreten, gab man ihnen seitens des BHV bei der Siegerehrung noch mit auf den Weg und dies hatten sie sich auch vorgenommen.



Selbstbewusst betrat das Team die Halle und begrüßte den hessischen Vize-Meister vom Limburger HC. Gleich nach drei Minuten konnte Paulina eine Ecke zum 1:0 einsenden. Nur eine knappe Minute danach erhöhte Luisa nach traumhafter Kombination auf 2:0.
Immer wieder erspielten sich die MSC-Mädels hochkarätige Chancen. Auch nach der Pause spielte das Team so weiter, wie es aufgehört hatte, mit viel Druck und schnellem Spiel und ständigem Zug auf das Tor der Hessinnen. Noemi traf zum 3:0, kurz darauf erneut Paulina wieder nach kurzer Ecke zum 4:0.

So der Live-Ticker auf hockey.de (zu lesen von unten nach oben, Auszüge):
Münchner SC - Limburger HC
4 : 0 (2:0)
München mit sehr starker Vorstellung mit einem 4:0 verdienter Sieger
22' Noch eine Schussszene für Limburg! Doch der Ball geht links vorbei
19' Mit dieser Vorstellung reiht sich München in die Favoritenliste ein
18' 4:0 TOR! links oben in den Winkel, Paulina Niklaus stark im Abschluss!
17' Fuß Limburg, Ecke München. Von rechts kommt die Reingabe
16' München sehr agil, sicheres Passspiel, Limburg bemüht mitzuhalten
15' Ständig schnelle Konter München, abgefangen
13' Die 36, Baach, Noemi macht das Ding von links über den Torwart!
12' 3:0 TOOR! für München
11' MSC spielt sich ohne Störung hinten zu.
10' Aufstellung zweite HZ. Anspiel MSC
München verdient in Führung
10' In der Münchner Mannschaft machen drei Geschwister Dampf! Seltenheit !
8' Limburg stört sehr schnell mit drei Spielerinnen am Kreis
6' Abschlag Limburg, frühes Stören MSC
6' München dominant und macht Druck!
6' Toll herausgespielter Angriffsversuch von München wird abgefangen
6' München öfter im Ballbesitz, macht durch wechselreiches Passspiel das Spiel
2' 2:0 Und direkt noch ein Tor! Anspiel und MSC fängt Ball ab.
2' 1:0 Schöne Ecke! Direkt in die Mitte, Schuss, Tor! Paulina Niklaus!
1' Frühes Stören von Limburg, beide Mannschaften wach

Es war eines der besten Spiele der Mädchen A in dieser Saison: Stark in der Defensive, mit konzentriertem und geduldigem Spielaufbau, Doppelpässe, die Laufwege stimmten. Man hatte eine Duftmarke gesetzt!



Während die MSC-Mädels die Halle für ein Mittagessen verließen, spielten die weiteren Gruppengegner Dürkheimer HC und HC Heidelberg gegeneinander unentschieden 1:1. Mit einem Sieg im nächsten Gruppenspiel gegen die Baden-Württembergerinnen hätte man sich eine komfortable Ausgangsposition verschaffen können.

Beide Teams standen unter Druck. Wenige Sekunden nach dem Anpfiff standen die Heidelbergerinnen vor MSC-Torhüterin Laura, die in diesem Spiel einiges zu tun bekam und für ihr Team rettete. Nach zwei Minuten gelang ein erster Befreiungsschlag, der durch Mareike im Tor landete. Doch gleich im Gegenzug fiel schon der Ausgleich zum 1:1. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeit. Immer wieder Torchancen auf beiden Seiten, doch bei den MSC-Mädels schlichen sich Fehler ein, die auf diesem Hockey-Niveau nicht verziehen werden. Ungenaue Bälle, fehlende Passhärte, Passwege wurden nicht so konsequent zugemacht wie gewohnt.

Mit einer kurzen Ecke konnte der HC Heidelberg dann fünf Minuten vor Ende auch in Führung gehen. Mareike gelang nur eine Minute später der Ausgleich für den MSC: Unentschieden 2:2 und dabei blieb es auch bei Abpfiff. Ein Ergebnis, mit dem keine Mannschaft wirklich zufrieden sein konnte. Alles war damit in der Gruppe B noch offen. Der HC Heidelberg hatte allerdings das vermeintlich leichtere Restprogramm. Während dieser noch gegen den Limburger HC antreten musste, trafen die MSC-Mädels im letzten Spiel des langen Tages auf den Dürkheimer HC und auf eine vollbesetzte Halle.



Ermutigt von der Erkenntnis, dass zehn MSC-Fans – spontan unterstützt durch den Fanclub des TuS Obermenzing – lauter sein können, als über 100 Dürkheimer, gaben die Mädels in Weinrot-grau noch einmal alles. Nach zwei Minuten Spielzeit versenkte Janne die Kugel im Tor. Drei Minuten vor der Halbzeit fiel der Ausgleich für den Meister aus Rheinland-Pfalz, der nach einer kurzen Ecke kurz darauf auf 1:2 erhöhen konnte.

Mit Beginn der zweiten Hälfte machte der Dürkheimer HC gleich Druck, doch der MSC erspielte sich immer wieder Chancen – Noemie verfehlte das Tor nur um Zentimeter. Die Halle kochte – Fans und Spielerinnen gaben alles. In der vierten Minuten der zweiten Halbzeit dann eine umstrittene Szene: langer Ball aufs Dürkheimer Tor, die Kugel prallte außen an den linken Pfosten, die Torfrau war völlig überrascht, als sie wieder bei ihr im Schusskreis lag. Noemie reagierte blitzschnell und schoss ins Tor. Der Schiedsrichter wollte das Tor gerade geben, als sein Kollege aus der hinteren Seite der Halle Einspruch erhob. Nach kurzer Besprechung wurde das Tor nicht gegeben, der Ball sei im Aus gewesen.

Vier Minuten vor Ende des Spiels tauchte Mareike frei vor der Torhüterin im Schusskreis auf, die sie bereits umspielt hatte – alle sahen den Ball schon im Tor. Hartes Foul dann von der Seite: Siebenmeter. Ein Unentschieden würde aufgrund der besseren Tordifferenz reichen, um sich für das Halbfinale der Süddeutschen Meisterschaft zu qualifizieren. Die Gefoulte selbst trat an und verschoss. In den verbleibenden zweieinhalb Minuten hatte der Dürkheimer HC, der durch eine kurze Ecke die Führung noch auf 1:3 ausbauen konnte, viel Zeit und spielte das Spiel clever zu Ende.

Am Samstag, den 8. Februar um 18.51 Uhr standen 14 MSC-Mädels weinend in der Halle. Alle wussten, da war mehr drin. Alle wussten aber auch, dass man von einer Leistung wie vom Süddeutschen Meister Mannheimer HC gezeigt, noch klar entfernt ist. Dennoch: An der Tür zum Halbfinale hatte man angeklopft, diese aber nicht öffnen können.

Nun ging es am Sonntag ausgerechnet gegen den TuS Obermenzing, dann noch einmal gegen Speyer. Der gesamte Kader kam hier zum Einsatz. Jeder durfte einmal Hallenluft bei der „Süddeutschen“ schnuppern. Mit einem 1:0-Sieg im Derby und letztlich einem 0:0 verabschiedete sich der MSC am Ende mit einem respektablem 5. Platz aus diesem Wettkampf.

Die MSC-Mädels haben sich wie schon bei der DM-Zwischenrunde auf dem Feld teuer verkauft und einen starken Eindruck bei Teams und Zuschauern vor Ort hinterlassen. An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass auch Luisa Seidl beeindruckte. Sie wurde von den anwesenden Trainern in das „Allstar-Team“ dieses Turniers gewählt und zählt damit zu den sechs besten Spielerinnen aus allen acht Mannschaften. Und diese Aufstellung lesen noch ganz andere Trainer.



Was bleibt am Ende dieser Hallensaison? Trainer Christoph Elste hatte das Ziel seiner Mannschaft gegenüber klar formuliert. Nach einer kräftezehrenden Feldsaison, war das Erreichen der Endrunde zur Bayerischen Meisterschaft Pflicht. „Alles Weitere ist Zugabe!“, so der MSC-Coach. Doch wer ihn und sein Team kennt, weiß, dass man dann doch immer ein bisschen mehr haben möchte, wenn man schon mit dabei ist.

Autor: Hanna Ommert - Eingestellt von: André Schriever

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