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WJA: Deutsche Meisterschaft in Tresenwald

Erstellt / Aktualisiert am: 11.03.2015


Wieder galt es, zwei Wochen zum nächsten Turnier zu überbrücken. Doch steckten uns die zwei Tage der Süddeutschen so dermaßen in den Knochen, dass wir erst ein Weilchen brauchten, um wieder mit mehr Lockerheit und Power an den Schläger zu greifen. Und ein letztes Mal bestimmten wir nochmal ein Ziel:  das Halbfinale erreichen und wenn das nicht klappt, dann Fünfter werden – also hinter den großen Vier stehen oder eigentlich lieber dabei sein.



Allerdings verlief der Start in das Wochenende nicht ganz ohne Tücken, hatte doch ein Kleinbus kein funktionierendes Radio und Svea deswegen schon am Anfang keine funktionierenden Nerven mehr. Auch Maike hatte zu kämpfen, ließ sich der Geldbeutel nicht finden – nervlich dermaßen aufgewühlt, lernten wir dann noch unseren Neuzugang im Staff kennen: Simon, unser Physio - inklusive Meisterschaftsbart!



In den Samstag starteten wir mit der traditionellen „Bärenjagd“ – mal wieder in idyllischer Landschaft. „Svaike“  - Svea und Maike -  bereiteten uns wie immer tadellos mit Team- und diesmal auch Einzelszenenanalysen vor und gaben uns noch eine ordentliche Portion Motivation mit auf den Platz.

Sofortiges Pressing des Mannheimer HC ließ uns in den ersten zwei Minuten etwas schwimmen, allerdings konnten wir dem Druck gut standhalten und entwickelten auch ein gutes Spiel nach vorne. Nach vier Minuten gelang uns der Führungstreffer via Siebenmeter durch Michelle „Mitch“ Strobel, nachdem Anna Reithmayer gefoult wurde. Schon drei Minuten später bauten wir die Führung auf ein 2:0 aus. MHC musste ein bisschen zittern, als „Mitch“ die Latte traf. Aber auch Mannheim wollte sich noch nicht geschlagen geben und verkürzte auf einen 2:1 Halbzeitstand.

Das hohe Tempo der Partie war auch in den nächsten 15 Minuten zu sehen. Diesmal setzte Mannheim auf noch mehr Druck und vor allem Konter und dieses Mittel wirkte leider. Ruck-Zuck drehte der MHC das Spiel auf ein 2:3. Jetzt aufzugeben wäre nicht der Münchner Stil gewesen. „München investiert jetzt mehr, und da ist die Ecke für die Bayern“ (Liveticker). Am Schuss stand India „Indi“  Kühnemann und die traf das Schienbein der Linienabwehr. Wir hofften auf Siebenmeter, aber der Pfiff des Schiedrichters blieb aus. So der Liveticker: „Die Münchner Trainerin bringt lautstark ihre Unzufriedenheit - diesmal allerdings über die Schiedsrichter - zum Ausdruck, die Stimmung auf dem Platz heizt sich auf“.

Etwas hektisch vergab Lea Gablac leider noch einmal die Großchance zum Ausgleich. Vielleicht spiegelt diese vergebene Chance das Spiel wider – trotz vieler Tormöglichkeiten und Führung konnten wir den kühlen Kopf nicht bewahren und mussten die drei Punkte abgeben. „Svaike“ waren dennoch nicht ganz unzufrieden, so hatten wir doch allen gezeigt, dass der MSC einen gewissen Respekt verdient. 

Im nächsten Spiel ging es dann um Alles oder Nichts – dementsprechend groß war die Motivation. Allerdings hatten wir am Anfang ziemliche Schwierigkeiten und Berlin hatte deutlich mehr Chancen. Um nicht den gleichen Fehler wie zuvor zu machen, versuchten wir diesmal ruhiger zu bleiben. Dennoch war es ein spannendes Hockeyspiel oder eher Ping-Pong. Chance Berlin, Konter München, Chance München, Konter Berlin, Chancen um Chancen wurden auf beiden Seiten gut erarbeitet aber leichtfertig hergegeben.



Unsere Führung hielt deswegen nicht sehr lange und nach gefühlten fünf Ecken für den BHC, bekam diesmal unsere Linienabwehr den Ball an den Körper. Diesmal kam der Pfiff des Schiedsrichters prompt.

In der zweiten Hälfte starteten wir genauso schwungvoll wie in die Erste und gingen schnell in Führung. Aber das Hin und Her hörte nicht auf und zwei Minuten später mussten wir den Ball aus unserem Netz holen. Es war „nun ein sehr offenes Spiel mit guten Chancen auf beiden Seiten. Die Mannschaften vergaßen nur das Tore schießen.“ (Liveticker)

In den letzten beiden Minuten spielten wir nur noch auf Sieg und zogen alles nach vorne. Klar, dass dadurch Lücken in der Defensive entstanden. Aber auch etwas unglücklich für uns, dass BHC genau zehn Sekunden vor Schluss die hundertste Chance diesmal nicht vergab und somit als Sieger vom Platz ging.
 
In der Zwischenpause hatten vor allem Svea und Maike die größte und schwierigste Aufgabe des ganzen Wochenendes: 13 enttäuschte Mädels wieder aufzubauen und an das gemeinsame Ziel zu erinnern. Der große Traum vom Halbfinale war nun nicht mehr erreichbar. Aber den zweiten Part – den fünften Platz zu machen, den konnten wir noch schaffen. Allerdings nur, wenn wir gegen den großen Favoriten Düsseldorf hoch gewinnen würden. Ein mulmiges Gefühl legte sich auf die Stimmung. Etwas zerstreut überbrückten wir die Pause. Aber spätestens beim Einlaufen fanden wir zur alten Form zurück und waren fest entschlossen, nicht mit  null Punkten das Schlusslicht zu bilden.
Mit gesundem Respekt, aber ohne uns einschüchtern zu lassen, verschafften wir uns erst einmal einen Überblick über die defensiven DHC’ler. Die Ruhe zahlte sich aus und wir konnten durch Pässe eine Ecke herausholen und: Tor! Wieder eine 1:0-Führung. Aber würden wir es diesmal schaffen, nach einem Vorsprung das Spiel nicht aus der Hand zu geben? 

Die Chancenauswertung war nun viel effektiver als gegen BHC -  Indi und Mitch wechselten sich mit den Toren ab und nach 19 Minuten hatten wir satte vier Treffer – aber damit nicht genug! Lisa Wurzer und Luisa „Lulu“ Meßmer konnten auch noch eine „Hütte“ machen und es stand 6:0… wer hätte das gedacht? „Von DHC war wenig zu sehen“ (Liveticker), aber sie schafften es trotzdem noch zwei Minuten vor Schluss zwei Tore zu schießen. Aber den dritten Platz hatten wir in unserer Gruppe auf alle Fälle sicher und uns somit für das Spiel um Platz 5 qualifiziert.

Raus aus der Hockey-Halle und rein in die Pinguin-Bar in Leipzig: wir genossen ein wirklich gutes Essen und unser Geburtstagskind Henrike „Henri“ Duthweiler strahlte vor ihrem überaus großen Eisbecher.

Sonntags beschlossen wir ganz diskret den Bären nicht zu jagen, sondern lieber noch ein halbes Stündchen Schlaf zu genießen. Die große Anspannung war nicht zu spüren, denn der Gegner hieß zum dritten Mal in der Saison NHTC. Nicht falsch zu verstehen, wir waren alle motiviert und wollten natürlich unser Ziel umsetzten, aber Abwechslung versprach das Spiel nicht – dazu kannten wir unsere bayerischen Kolleginnen zu gut. Da fährt man schon nach Leipzig und trifft auf eine Mannschaft aus Franken… 


Nun denn, wir überrumpelten die Nürnberger gleich in der zweiten Minute mit einem schönen Eckenschlenzer von Indi unter die Latte. Danach kam der NHTC aber besser ins Spiel und bereitete uns einige kritische Situationen im Kreis. Die Chancenverwertung war auf beiden Seiten nicht der Hit und „das Spiel flachte ab, wurde härter und es ergaben sich immer weniger gute Torchancen“ (Liveticker) – Schade…

Die eindeutige Anweisung die Führung nicht herzugeben konnten wir nicht ganz umsetzten. Strobel, diesmal leider vom NHTC schoss den Ausgleich. Mit dem Tor kam auch wieder der Biss ins Match zurück und es wurde „wieder ein schnelles, gut anzusehendes Spiel. Denn beide Mannschaften wollten hier noch gewinnen“ (Liveticker).

Schließlich war das für die 96er-Mädels das allerletzte Spiel in der Jugend. Auch für „Svaike“ würde es das letzte Spiel als Trainer sein – der Wille war auf jeden Fall wieder da! Und wieder Strobel, diesmal aber Gott sei Dank vom MSC, verwandelte den Siebenmeter eiskalt, halbhoch links - zwei Minuten vor Schluss.

Einen kleinen Schock erlitten wir beim Ablaufen der letzten Minute, aber diesmal waren die Gegner zu hektisch und schossen in der letzten Sekunde am Tor vorbei. Hurra! Somit verabschiedeten wir uns mit dem fünften Platz aus Tresenwald.



Das Finale ließen wir uns natürlich nicht entgehen – davor mussten wir einen letzte Hürde nehmen: Duschen mit Münzen und nur drei Minuten Laufzeit sind für Ladies einfach der Horror. Aber eigentlich gar nicht so schlecht, denn so schafften wir es pünktlich zum Anpfiff in der Halle zu sein. Und ganz wichtig: Im Grunde genommen waren wir fast so gut wie der Deutsche Meister MHC! Gegen DHC hatten wir mit vier Toren Unterschied gewonnen und die Mannheimer „nur“ mit  fünf.

Die Bilanz der Deutschen Meisterschaft der wJA des MSC:
- in der Vorrunde haben wir mit zehn Treffern die meisten Tore geschossen
- in jedem Spiel gingen wir mit 1:0 in Führung - das hat auch niemand geschafft
- und nicht zu vergessen: wir hatten Fans in Lederhose 



-  hatten sicherlich die meisten Eltern als Unterstützung dabei
- genossen eine wunderbare Rundumversorgung von Ulli und Christine

Danke an:
- alle Eltern und treuen Fans und besonders Jenni, die als Lauf-Selfie-Queen bei jeden (auch Trainings-) Spielen dabei war.
- Thorben, der den Trainern als auch uns Spielern die Saison unterstützend zur Seite stand.
- „unseren“ Ohrwurm Klausi, der seine ganzen freien Wochenenden geopfert hat, um eifrig jede Ecke, jeden Gegner, jedes System zu analysieren.


Ulli und Christine, die sich so toll um uns gekümmert, alle Hotels gebucht, Kleinbusse organisiert und uns mit Pflastern und Obst versorgt haben.
Und zum Schluss drehen wir den Spieß um und sagen unseren beiden lieben Trainerinnen mal ein paar Takte zum Wochenende und allgemein zur Saison:

Liebe Svea, liebe Maike, also liebe „Svaike“,
wie ihr selbst gesagt habt, wart ihr erst einmal ein bisschen überrumpelt, als das komplette Team zum ersten Mal beim gemeinsamen Burger-Essen aufeinander traf. Oder konnte man überhaupt schon Team sagen? Vielleicht war es eher ein allgemeines Kennenlernen. Und ihr beiden habt es geschafft, aus dem zusammengewürfelten Haufen eine richtige, ja wirklich gute Mannschaft zu formen. Das ist nicht selbstverständlich! 



Riesengroßen Respekt wie viel Zeit ihr in die Vorbereitung der ganzen Sache reingesteckt habt! Von Videos schneiden, Taktik optimieren, Positionen zuteilen, Kader aufstellen, über Fiebermessen vor dem Spiel, etlichen Krankheitsgeschichten und keine funktionierenden Radios auf der Autofahrt.



Ihr zwei seid die Besten! Tausend Dank, dass ihr uns einen tollen Abschluss ermöglicht habt!

Svea und Maike  -  DANKE!
Eure wJA

Autor: Lea Gablac für die wJA - Eingestellt von: Hanna Ommert

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