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Mädchen A qualifizieren sich als süddeutscher Vize für die Deutsche Meisterschaft

Erstellt / Aktualisiert am: 11.02.2015


Als Bayerischer Vize-Meister hatten sich die Mädchen A die Teilnahme an der diesjährigen Süddeutschen Meisterschaft gesichert, die in diesem Jahr beim TSV Mannheim stattfand. Vor ihrer ersten Begegnung waren die MSC-Mädels noch mehr als unruhig. Große Halle, große Kulisse und wenig mitgereiste Fans. Die Nervosität im ersten Gruppenspiel gegen den Kreuznacher HC war so groß, dass das Team schon nach zwei Minuten Spielzeit mit 0:1 in Rückstand geriet und diesen bis zur Halbzeit nicht egalisieren konnte. Gleich zu Beginn der zweiten Spielhälfte dann das 0:2. Erst durch eine verwandelte Ecke von Paulina Niklaus gelang der ersehnte Anschlusstreffer zum 1:2.

Der MSC kam nun besser ins Spiel und trat deutlich selbstbewusster auf. Nike Beckhaus traf kurz darauf zum Ausgleich - 2:2. Doch die Freude währte nur kurz. Fast im Gegenzug gelang den Kreuznacherinnen fünf Minuten vor Abpfiff der Treffer zum 2:3. Der Spielstand hätte noch höher für die Rheinland-Pfälzerinnen ausfallen können, wenn nicht Anna Seidl eine kurze Ecke auf der Linie geklärt hätte. Auch wenn Nike Beckhaus den Ausgleich noch auf dem Schläger hatte, wollte die Kugel nicht ins Eckige. Es blieb beim 2:3 und bei dem unangenehmen Gefühl, dass man hier wichtige Punkte hatte liegen lassen.



Im zweiten Spiel des Tages trafen die Mädels in Weinrot-Grau ausgerechnet auf die Gastgeber vom TSV Mannheim, deren gewaltige Fankulisse schon beim Einspielen für mächtig Stimmung in der Halle sorgte. Aber wie so oft ist auf die berüchtigten MSC-Fans der Mädels Verlass: fünf MSC’ler mit der „Schriever’schen Trommel“ ausgestattet, konnten es durchaus mit dem Heimpublikum aufnehmen und machten sich lautstark bemerkbar.

Wie schon im ersten Spiel musste man nach wenigen Minuten gegen einen 0:1-Rückstand ankämpfen. Torhüterin Amelie Konsek rettete mehrfach gegen stürmende Mannheimerinnen im Schusskreis. Erst durch eine kurze Ecke, erneut verwandelt durch Paulina Niklaus, gelang der Ausgleich zum 1:1. In der zweiten Spielhälfte eine weitere Ecke für den MSC, wiederum traf Paulina Niklaus. Clara Bellenbaum konnte nur eine Minute später noch auf 3:1 erhöhen.

Doch die Mannheimerinnen blieben gefährlich, so dass man sich auf dieser Führung nicht ausruhen durfte. Erst als Paulina Niklaus mit ihrer Ecke zum 4:1 traf, schnauften die Mädels ein wenig durch, blieben aber hochkonzentriert. Abpfiff, drei Punkte, Mittagessen – bei dem aber kaum jemand etwas herunterschlucken konnte. Zu groß war die Anspannung in jedem auf die nächste Partie. Ein Sieg hier würde die Teilnahme am Halbfinale bedeuten.


Der Hanauer HTC wartete als nächster Gegner auf die Mädchen A zur Begrüßung an der Mittellinie. Kaum sechzig Sekunden gespielt, traf Paulina Niklaus durch eine kurze Ecke in den Winkel. Die Hanauer Torhüterin war chancenlos. Kurz darauf erhöhte Clara Bellenbaum auf 2:0. Doch die Hanauerinnen zeigten sich davon unbeeindruckt und erarbeiteten sich regelmäßig Torchancen, bei den Keeperin Amelie Konsek geschickt den Winkel verkürzte und bei einer kurzen Ecke lässig hielt. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit rettete Anna Seidl für den MSC noch einmal auf der Linie. Beim folgenden Konter schlenzte Nike Beckhaus dann zum 3:0 mit dem es in die Pause ging.

Nach Anpfiff erarbeitete sich der MSC erneut zwei kurze Ecken. Paulina Niklaus traf beide Male zum 4:0 und zum 5:0-Endstand. Nach einer beeindruckenden Vorstellung des MSC stand das Team der Mädchen A als Gruppenerster im Halbfinale dieser Süddeutschen Meisterschaft.

Als die Mannschaft am Folgetag vom Hotel zu ihrem Halbfinale in die Halle aufbrach, herrschte beim Transfer in den Autos ungewöhnliche Stille. Es wurde nicht gesprochen. Die Kabine wurde bezogen, eine letzte Besprechung, dann folgte das Warmspielen. Gegner war nun der Heidelberger HC.

Mit viel Selbstvertrauen starteten die Mädchen A in dieses für sie so wichtige Spiel. Anna Seidl schob direkt nach Start zum 1:0-Führungstreffer ein. Paulina Niklaus erhöhte dann, wie schon so oft an diesem Wochenende, auf 2:0 durch eine kurze Ecke. Die Heidelbergerinnen erwiesen sich jedoch als konterstark, nutzten ihre Chancen und erzielten den 1:2-Anschlusstreffer. Amelie Konsek rettete mit einer starken Abwehrleistung des Teams den knappen Vorsprung in die Halbzeitpause, der aber direkt nach Start in Hälfte 2 egalisiert wurde – 2:2. Mit einer kurzen Ecke hatten dann die Mädels in Weinrot-Grau eine Riesen-Chance, in Führung zu gehen. Diesmal nutzte Anna Seidl die Gelegenheit – 3:2. Noch fünf Minuten zu spielen.

Nike Beckhaus hatte das beruhigende 4:2 auf dem Schläger, traf aber den Pfosten. Großes Zittern auf der Bank und bei den Fans folgte, als 30 Sekunden vor Schluss, dem Heidelberger HC noch eine Ecke zugesprochen wurde. Spielzeit abgelaufen, Ecke wird noch ausgeführt – die Nerven lagen blank. Aber nicht bei Keeperin Amelie Konsek, die sich kurz darauf unter ihrem jubelnden Team wiederfand. Die Mädchen A feierten ihren Einzug in die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft.



Dass man zugleich das Finale erreicht hatte, realisierten viele erst nach einem entspannten Mittagessen mit anschließendem Beisammensitzen in der Sonne. Gegner im Endspiel war kein anderer als der amtierende Vize-Meister vom Feld, der RK Rüsselsheim.

Es war ein Spiel auf Augenhöhe, in dem der MSC durch Paulina Niklaus mit 1:0 zu Beginn der Partie die Nase vorne hatte. Ein Eckentor – was für eine Quote! Gleich im Gegenzug gelang dem RRK, ebenfalls durch ein Eckentor der Ausgleich. Eine weitere Ecke für die Hessinnen führte zum Siebenmeter, den Amelie Konsek glänzend parierte und ihr Team damit im Spiel hielt. Weitere MSC-Angriffe führten nicht zu Toren – ein blitzschneller Konter der Rüsselsheimerinnen, im Nachschuss fiel das 1:2. Das Tor zählte jedoch nicht, da der Halbzeitpfiff bereits ertönte.

Zur Halbzeit 1:1 und mit Chancen auf beiden Seiten ging es auch in der zweiten Spielhälfte weiter. Strittige Szene dann sechs Minuten vor Schluss: der Schiedsrichter entschied auf kurze Ecke für den RRK – eine Möglichkeit zur 1:2-Führung, die sich der Gegner nicht nehmen ließ und diese clever verteidigte. Damit ging der schwarze Wimpel nach Rüsselsheim und die MSC-Mädels konnten sich auf einem anschließend geknipsten Teamfoto gerade noch ein Lächeln über die Lippen quälen.

Glückwunsch an:

Anna Seidl, Josefine Kracher, Nike Beckhaus, Luca Krumnikl, Aylin Evciler und Amelie Konsek (stehend von links nach rechts) sowie Paulina Niklaus, Clara Bellenbaum, Lea Nierlich, Carina Lößl und Chiara Vischer (kniend von links nach rechts)



In ihrem Sommer-Trainingslager im August hatte die MSC-Mannschaft ihr Ziel für die Feldsaison 2015 formuliert: Endrunde Deutsche Meisterschaft. Das Ziel für die Süddeutsche hieß: Halbfinale. Bis jetzt liegt man gut im Plan. Am 21. und 22. Februar zählen die Mädchen A in Darmstadt zum Teilnehmerfeld der Deutschen Meisterschaft. Gegner sind dann der Gladbacher HTC, der Bremer HC und der UHC. Es wird bereits trainiert, und auf den Fahrten in die Halle ist jetzt schon die Konzentration auf das bevorstehende Großereignis zu spüren.




Autor: Hanna Ommert - Eingestellt von: Hanna Ommert

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