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WJA: 1,2 - 1,2 an Svea und Maike - Mission 4 completed - over and out

Erstellt / Aktualisiert am: 18.02.2015


Mission 1 bis 3 abgeschlossen und das anfängliche Saisonziel, die Süddeutschen Meisterschaft, erreicht. Was nun? Gibt man sich damit zufrieden oder geht da mehr? In den zwei Wochen bis zur SDM  galt es genau das herauszufinden. Wichtige Hinweise gaben die vielen Vorbereitungsspiele gegen die Knaben A, Damen und auch gegen die wJA vom Mannheimer HC. Letztendlich kristallisierte sich heraus, dass das Erreichen der Deutschen Meisterschaft kein zu hoch gestecktes Ziel ist. Svea wäre aber nicht Svea und Maike nicht Maike, wenn wir das „Minimum an Erreichbarkeit“ nicht noch aufgestockt und bei der „Süddeutschen“ den Titel anvisiert hätten. 

Als Schmankerl für Trainer und Spieler wurde noch das Equipment, also alles zu Video- und Bearbeitungsprogrammen sowie Walki-Talkies professionalisiert. Zusätzlich begleitete uns noch Klausi Holzmüller, als Coach für die Coachs.

Die späte Spielzeit ließ einen entspannten Start in den Samstag zu – naja, fast. Schließlich erwarteten Svea und Maike ihre Schäfchen zur Morgenaktivität und machten dem Morgenlauf durch die Weinberge alle Ehre.

Nach einem genussvollen Frühstück mit allerhand Auswahl und Variation war sogar immer noch genug Zeit, taktische und spielerische Anweisungen für das bevorstehende Spiel gegen Frankenthal zu geben.

Ein nervöser Anfang konnte gut kompensiert werden und die ersten Tore brachten die Spielsicherheit schnell zurück. Die „Münchener Dominanz“ hielt auch in der zweiten Halbzeit an und viele schnelle Pässe und starkes Zusammenspiel machten einen 5:0 Sieg perfekt. Naja, sagen wir mal fast perfekt: Svea hatte Probleme mit dem Headset, das einfach nicht richtig sitzen wollte, die Anweisungen vom liebevoll genannten „Ohrwurm“ Klausi kamen nicht richtig an oder er selbst erlitt fast einen Gehörschaden, als er Sveas Torjubel in Orginallautstärke mithören durfte.
 
In der Zwischenzeit zum nächsten Match holten wir uns eine kleine Stärkung. Diesmal mussten wir Gott sei Dank keine Weltreise hinter uns bringen und genossen die sensationell gekochten Nudeln. Allerdings waren die meisten Mägen noch vom Frühstück gefüllt und nun kurz vorm Platzen. Egal, die Nudeln gaben auf jeden Fall Kraft! Und besonders Indi freute sich diesmal auf das Spiel, denn seit bekannt war, dass Stuttgart sich in unserer Gruppe befand, wurden alle Möglichkeiten, wer wo wie spielen könnte genauestens analysiert (für alle, die es noch nicht wissen: Indi kommt aus Stuttagart). So waren die Ansagen von der Trainerseiten nur noch kleine Ergänzungen. Wieder überzeugten wir mit einer guten  Teamleistung und machten wie im ersten Spiel die Fünf voll - perfekt. Naja, sagen wir fast mal fast perfekt. Ein Gegentor mussten wir doch noch hinnehmen.
 


In der dreistündigen Wartezeit wurde fleißig mit Taschenrechnern Mathe, Physik und anderes  gelernt. Auch die zwei Trainer kamen nicht um die Bücher herum und wir bildeten eine geschlossene Münchner Lerngruppe. Abends waren dann allerdings keine Terme, Brüche oder Vokabeln der Gegner, sondern der Rüsselsheimer RK. Nicht anders erwartet, gingen wir hier auch als geschlossene Münchner Gruppe ins Rennen. Ein Spiel auf hohem Niveau, gute Qualitäten in der Offensive, aber auch mit einigen Problemen in der Defensive.

Trotz aller Müdigkeit „kofferten“ wir uns richtig rein, schließlich wollten wir an die Tabellenspitze der Gruppe. Mit einem glatten 3:0-Sieg schlossen wir den Tag noch einmal erfolgreich ab. Zur Belohnung gab es gutes Essen vom Italiener, Pizza, Risotto, Nudeln - was das Herz begehrt. Wieder im Hotel kehrte allerdings schnell Ruhe ein, davor wurde aber noch Kathi (mitsamt eigenen Fanblock – Familie Kirschbaum) begrüßt.



Am nächsten Morgen starteten wir halbwegs ausgeschlafen mit einem Morgenlauf. Während des Frühstücks wurden die Gegnerinnen diesmal nicht von Indi, sondern Michelle genauestens analysiert (vor allem die eigene Schwester). Auch die anschließende Videobesprechung bereitete uns optimal auf das Halbfinale vor – inklusive perfekt geschnittenem Motivationsvideo.

Von der ersten Sekunde an begannen wir mit Druck auf die Nürnberger Verteidigung. In den ersten Minuten waren wir die überlegene Mannschaft. So hatten wir die ersten Torschüsse, die aber leider alle gehalten wurden. „Wenn die Münchner mal am Ball sind, machen die richtig Dampf“, so der Live-Ticker. In der neunten Minute konnten wir endlich durch eine Ecke in Führung gehen, bekamen aber prompt Druck auf unseren Aufbau.

Das anfänglich eher ruhige Spiel wurde zunehmend hektischer und die Halbzeitpause kam gerade richtig. Der Druck auf unsere Reihen erhöhte sich allerdings immer mehr und die Nürnberger bekamen einige Chancen. Das lag allerdings auch daran, dass unsere Offensive nicht mehr einwandfrei funktionierte. Der Gegner spielte einfach clever gegen unser System. Mit einer Ecke, die sogar noch von unserer Linienabwehr fast gehalten wurde, stand es nun 1:1.
„Die Münchner Trainerin bringt lautstark ihre Unzufriedenheit über den Ausgleich zum Ausdruck, die Stimmung auf dem Platz heizt sich auf“, kommentierte der Live-Ticker zur aktuellen Situation. Die Sicherheit und Ruhe war wie weggeblasen und unser Zusammenspiel nicht mehr erkennbar. Mit vielen Soli und Einzelaktionen versuchte jeder von uns irgendwie noch was zu erreichen, aber zwei Minuten vor Schluss folgte das 1:2. Den Rückstand konnten wir nicht mehr aufholen.

Die Anspannung stieg je mehr Zeit zum alles entscheidenden Spiel um Platz 3 verstrich. Die Stimmung konnte zu Beginn nicht wirklich aufgeheitert werden. Die Ansage von Lara, dass jeder jetzt Zeit hätte sich zu ärgern und es dann weiter ginge, wurde dann auch befolgt.

Nach dem Einlaufen und der Erkenntnis, dass wir „nur mit mehr Spaß und Lockerheit das Spiel gewinnen können“ (Mitch) zauberte jedem ein kleines Lächeln aufs Gesicht. Der Gegner war uns aus unserer Gruppe bekannt: RRK. Diesmal wollten wir aber nicht den Fehler machen und uns nicht auf den 3:0-Sieg aus der Gruppenphase ausruhen.

Mit ruhigen Bällen aus dem Dreieraufbau warteten wir auf Lücken in der Rüsselsheimer Abwehr und unsere Geduld wurde schon nach fünf Minuten belohnt. Mitch hechtete sich wortwörtlich in den Querpass rein und flog dann samt Ball ins Tor – toller Einsatz für die Führung. Eine Minute später mussten die Rüsselsheimer erneut ins Tornetz greifen, als Lea wieder ihren Schlenzer auspackte und die Kugel mit voller Kraft ins Tor beförderte. Danach hatten beide Mannschaften viele Kreisszenen, die aber ungenutzt blieben. In der zweiten Hälfte stand die Defensive sehr gut und ließ wirklich nichts anbrennen. Vorne konnte die Führung auf 3:0 aufgestockt werden! Perfekt! Bis zu den letzten Minuten ging es hin und her. Gefährlich wurden die Rüsselsheimer dann doch nochmal, aber Henry konnte die Schüsse klasse halten. Die Erleichterung und Freude nach dem Schlusspfiff kann man an dieser Stelle eher schlecht beschreiben, das muss man einfach erleben.

Die Wartezeit zur Siegerehrung zog sich noch etwas hin. Das Finale zwischen NHTC und dem Mannheimer HC dauerte gefühlte Stunden, ein 14:13 nach 7m-Schießen (und das in drei Runden) war wirklich sehr lang. So musste Henry noch viele Minuten länger auf ihre Auszeichnung als beste Torhüterin warten.
 
P.S.: und vielleicht ist es an der Deutschen Meisterschaft Caro, die die Mühlheimer beim Frühstück genauestens analysiert.

Autor: Lara Bittel - Eingestellt von: Hanna Ommert

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