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INSIDE MSC #4: Jappadappadu

Bayerns größtes U10-Turnier stellt sich vor

Erstellt / Aktualisiert am: 05.08.2015


Das Jappadappadu-Turnier fand in diesem Jahr bereits zum 23. Mal statt. Teams aus ganz Deutschland waren vertreten und verbrachten ein Wochenende an der Eberwurzstraße. Das größte U10-Turnier Bayerns ist eine organisatorische Meisterleistung und bedarf immenser Anstrengungen. Mit Fee Gramann und Ralf Haase konnten wir zwei der Hauptorganisatoren für ein Interview mit „Inside MSC“ gewinnen.

Hallo Ihr Beiden. Vielen Dank, dass Ihr uns trotz der Strapazen Rede und Antwort steht und uns einen Einblick in die Organisation eines solch großen Turniers gebt. Die 23. Auflage des „Jappa“ war wieder ein voller Erfolg. Wieviele Teilnehmer waren diesmal dabei und woher kamen die Teams?

Ralf: Dieses Jahr hatten wir insgesamt 48 Mannschaften mit ca. 450 Kindern am Start –  zusätzlich Eltern und Betreuer. Die weiteste Anreise hatten die C-Mädels vom UHC aus Hamburg, die bei Abreise sogar schon ihre Zusage für 2016 gegeben haben. Außerdem hatten wieder Gäste aus Frankfurt und selbstverständlich alle unsere Stammgäste aus dem Nürnberger Raum.

Fee: Besonders gefreut hat uns der erneute Besuch aus Garmisch-Partenkirchen, einem Club, der erst seit kurzem eine Hockeyabteilung hat. Dieses Jahr hatten wir noch einen besonderen Gast aus Jena, unseren ehemaligen Jugendtrainer Lars, der direkt wieder für das Turnier in Beschlag genommen wurde.

Das ist eine ganze Menge. Doch springen wir erst einmal etwas zurück. Wann beginnt denn eigentlich die Planung für das „Jappa“? Stemmt Ihr beide das alleine, habt Ihr „nur“ organisatorisch den Hut auf, oder wie dürfen wir uns das vorstellen?

Ralf: Es gilt das Motto: „Nachdem FlipFlop ist vor dem Jappa“. Also direkt nach unserem Hallenturnier im März beginnt die Vorplanung für das Jappa. Genau genommen geht es schon im Dezember um die Terminplanung, was zwischen Bundesliga, Punktspieltagen, BHV und MSC-Terminen nicht ganz so einfach ist.

Fee: Die Planung allein zu stemmen ist absolut nicht möglich. Hier sind wir auf ganz viele helfende Hände und zündende Ideen angewiesen. Ob Einladungen, Aktualisierung der Website, Gastroplanung, Tombola, Drucksachen, Medaillen und Pokale, Sponsoren, „Dult“, Spielplanung sowie Auf- und Abbau. An der Stelle nochmals ein ganz dickes Dankeschön an alle die mitgeholfen haben und ohne die so ein Turnier nicht möglich wäre.

Wenn die Planungen abgeschlossen sind, geht es ans Eingemachte. Wer die Wochen vor dem Turnier mal im MSC war, hat kontinuierliche Veränderungen auf der Anlage bemerkt. Wann startet Ihr mit dem Aufbau und wie lange zieht sich es hin, bis auch das letzte Detail stimmt?

Fee: Es beginnt ca. zwei Wochen vor dem Turnier mit dem Aufbau des großen Zeltes und wird eine Woche vor Beginn mit dem Aufbau weiterer Zelte, der Zuleitung des Stroms etc. nahezu täglich fortgesetzt. Am Freitag vor dem Turnier kommen dann die Kleinzelte – z.B. für das Jappamobil – und die „Dult“ dazu. Der gesamte Gastrobereich und die Zeltausstattung werden ebenfalls am Freitag hergerichtet und das komplette Geschirr vorgespült.

Ralf: Natürlich kommen aber auch immer wieder Überraschungen auf uns zu, wie nicht gelieferte Dönerspieße, defekte Geschirrspüler, das Wetter oder Knieverletzungen beim Test der Hüpfburg, die kurzfristig gelöst werden müssen.

Freitagabend reisen die ersten Teilnehmer an und das bunte Treiben beginnt. Groß und Klein wollen versorgt und unterhalten werden. Was gab es diesmal an kulinarischen Genüssen? Und was war außerhalb von Hockey sowie Essen & Trinken geboten?

Fee: Die erste Gastroschicht beginnt für die MSC-Eltern am Samstag gegen 5:30 Uhr mit der Abholung der Frühstückssemmeln. Ab 6 Uhr herrscht dann schon reges Treiben im Zelt, da das Frühstück vorbereitet werden muss (Samstag über 250 Portionen) und zieht sich bis Mitternacht hin. Da ist dann aber meistens nur noch der Zapfhahn in Betrieb. Übrigens, die Abendschicht wird sehr gern genommen und auch hier gibt es bereits Reservierungswünsche für nächstes Jahr.

Ralf: Dieses Jahr konnten wir seit längerem endlich wieder Döner anbieten. Dies war für den einen oder anderen eine neue Erfahrung am Grill und im Umgang mit großen Messern. Wir bieten vom Obstbecher bis zum Eiskaffee, Grill, Salatbar, Kuchenbuffet, auch Köstliches für Vegetarier oder sogar glutenfreien Stockbrotteig an – wir versuchen einfach jeden glücklich zu machen.

Was sind denn nach Euren Erfahrungen die Highlights für die Kinder? Die Siegerehrung mit Nationalspielern, die Tombola oder andere Spiele, oder doch tatsächlich ganz einfach die Hockeyspiele?

Ralf: Ganz eindeutig die Siegerehrung!

Fee: Die 1. Damen bieten dazu mit ihrer Versteigerung (u.a. Trikots) und ihrer Autogrammstunde einen tollen Turnierhöhepunkt.

Das klingt nach einem wieder einmal sehr gelungenen Turnier und scheint allen Beteiligten eine Menge Spaß gemacht zu haben. Mit der Siegerehrung ist das „Jappa“ aber für Euch noch nicht vorbei. Alles was aufgebaut wurde, will auch wieder abgebaut werden. Wie lange ziehen sich denn Abbau und Nachbetrachtung des Turniers hin?

Fee: Dieses Jahr etwas länger, da wir eine Woche nach dem „Jappa“ eine kleine Party für alle Helfer im Zelt organisiert haben.

Ralf: Nach einer Woche war ansonsten alles wieder zuvor, ausgenommen die Feuerstelle – die dieses Jahr etwas größer ausgefallen ist. Es war etwas windiger als gedacht…

Wir stellen fest, so ein Turnier ist ein immenser Aufwand und vieles bleibt den Teilnehmern verborgen. Bevor wir Euch Eure wohlverdiente „Jappa“-Pause gönnen, möchten wir noch eine Sache wissen. Ihr seid schon sehr lange dabei und habt mit Sicherheit das eine oder andere Highlight erlebt. Was war denn das kurioseste Ereignis, an das Ihr Euch erinnern könnt?

Fee: Heuer hat sich ein Mädchen aus Nürnberg während der Siegerehrung übers Mikrofon bei uns bedankt, für viele tolle „Jappa“-Jahre. Wir hatten sie vor vielen Jahren einmal auf das Podest gehoben – „als „Jüngste Teilnehmerin“ – und nun ist sie „großes C-Mädchen“ und hat nicht ein Turnier ausgelassen. Es ist für uns Organisatoren das Größte, wie begeistert die Kinder zwei Tage auf unserer Anlage rumtoben. Die Botschaft lautet: HOCKEY macht SPASS!

Ralf: Eine der nettesten Augenblicke war, als bei einem Minispiel ein ADAC-Hubschrauber über die Anlage flog und alle Kinder auf dem Spielfeld nach oben gesehen und gewunken haben – der Hockeyball rollte allein seinen Weg weiter… einfach süß.

Vielen Dank Euch Beiden für das Gespräch! Erholt Euch gut und sammelt Eure Kräfte. Denn wir sind sicher, dass sich Kinder und Eltern schon heute auf das „Jappa“ 2016 freuen.

Eingestellt von: Patrick Meyer

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