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INSIDE MSC #9: Surinder „Happy“ Sodhi

Eine Hommage an den geilsten Clubwirt der Welt

Erstellt / Aktualisiert am: 28.04.2016


Was wäre ein Hockeyclub ohne sein Clubhaus? Wie wichtig ein Clubhaus als zentraler Anlaufpunkt ist, erleben wir jedes Jahr in den tristen Wintermonaten. Wenn wir von November bis Februar aufgrund unserer (noch) gesperrten Halle in die Peripherie ausweichen müssen, leidet das Clubleben ungemein und alle freuen sich, wenn endlich der Frühling anrückt, Happy täglich offen hat und der MSC-Biergarten von mittags bis spät abends von Groß und Klein bevölkert wird. Ein Clubhaus steht und fällt natürlich mit seinem Pächter und da haben wir in Happy ohne Wenn und Aber den geilsten Clubwirt, den man sich vorstellen kann. Normalerweise beginnt an dieser Stelle das Interview, doch um zu verstehen was wir für eine Granate hinter dem Thresen haben bedarf es mehr, als des üblichen Frage-und- Antwort-Spielchens. Selbstverständlich werden wir auch den Hauptdarsteller zu Wort kommen lassen und so könnt Ihr Euch auf eine Hommage, garniert mit lustigen Anekdoten über den  „MSC-Clubwirt Happy“ freuen.

Abgesehen von einem kurzzeitigen Pächterwechsel – beim letzten Kollegen ist uns so richtig bewusst geworden, was wir an Happy und seinem Team haben – ist Happy seit fast sechzehn Jahren für unser leibliches Wohl verantwortlich. Ob bayerische, italienische oder (na klar) indische Küche – Happy und sein Team kochen, was das Herz begehrt und auch in Sachen Getränken bleibt fast nie ein Wunsch offen.

Happy du bist jetzt seit sechzehn Jahren Clubwirt im MSC. Wie bist du zum MSC gekommen und kannst du dich an die Anfänge erinnern?

Happy: Klar kann ich mich daran erinnern. Über meinen Vorgänger Romy, bei einigen auch liebevoll Apu genannt, bin ich zum MSC gekommen. Die Anfänge waren lustig und schwierig zugleich. Lustig, weil ich so etwas (Anm. der Red.: im positiven Sinn) wie Euch noch nie erlebt habe und schwierig, weil ich von Beginn an vor die Herausforderung gestellt war, die Balance zwischen Hockey und Tennis, sowie Jung und Alt zu finden.

Für viele deiner Vorgänger, die sich einen normalen Restaurantbetrieb in einem Sportverein vorgestellt hatten, war das Pächterdasein im MSC ein Kulturschock. Wann hast du festgestellt: „Hoppla, hier läuft das aber etwas anders!“

Happy: Nach den ersten Sunday Times habe ich das relativ schnell gemerkt. Zumal in den Anfangszeiten der eine oder andere Lampenschirm auf wundersame Art und Weise Beine bekommen hatte.

Nach relativ kurzer Zeit waren Happy und die MSC'ler auf einem Nenner und es entwickelte sich eine Symbiose, um die uns viele andere beneiden. Nicht selten hören wir Sätze wie „Bei Euch ist es noch wie in guten alten Zeiten.“ oder „Bei uns würde das nicht gehen. Euer Clubwirt ist ja Weltklasse.“ Ab und an verstehen wir nicht was gemeint ist, weil wir einige Dinge inzwischen als selbstverständlich wahrnehmen. Versucht mal in anderen Clubhäusern eine derart vielfältige Speise- oder Getränkekarte vorzufinden. Oder setzt Euch an Sonntagen nach Bundesligaspielen in andere Clubhäuser und schaut, wie lange ihr dort sitzen bleiben könnt. Denn während sich das Geschehen in vielen Vereinen der Republik nach Bundesligaspielen recht schnell als Trauerspiel darstellt, gehört die „Sunday Time“ an der Eberwurzstraße zum guten Ton und es ist kein Einzelfall, dass sich die letzten Gäste erst in den frühen Morgenstunden auf den Heimweg machen.

Apropos Sunday-Time. Happy, du hast im Laufe der Jahre mehr als genug dieser Sonntage erlebt. Freust du dich noch auf den siebten Tag der Woche oder hoffst du eher, dass er schnell vorbei ist?

Happy: Das kann ich ganz einfach beantworten. Eure Sunday Time ist mittlerweile auch meine Sunday Time. Ich freue mich jedes Mal aufs Neue.

Die Plätze eins bis zehn der verrücktesten Sonntage sind nicht jugendfrei, aber du hast bestimmt trotzdem ein paar schöne Anekdoten und Momente für uns parat.

Happy (lacht): Es ist zwar keine Sunday Time, aber was mir immer in Erinnerung bleiben wird ist das Club der Ehemaligen Treffen 2011. Bis Sonntagfrüh wurde durchgefeiert und irgendwann habe ich gebeten, mir zumindest eine Putzstunde einzuräumen. Ihr wart sehr pünktlich wieder da und deutlich fitter als ich. Wer einen Beweis braucht, muss sich nur das Foto über dem Eingang zur Küche anschauen.

Dummerweise hält ein Spielplan nicht nur Heimspiele parat und so kommt es vor, dass man sich mittels Reisebus durch die Republik quält, um tief in der Nacht zurück in München zu sein. Ab und an verläuft so eine Fahrt dann feuchtfröhlich. Aber dass ein Wirt an einem sonst hockeyfreien Sonntag um 23 Uhr extra noch einmal in den Club fährt, um zehn bis zwanzig partywütigen Hockeyspielern den Laden aufzusperren, dürfte wohl bei einigen Lesern für ungläubige Blicke sorgen. Es sind aber nicht nur die Bundesligateams, die von Happys Verständnis für das MSC-Dasein profitieren. Denn Happy macht keinen Unterschied zwischen den einzelnen Mannschaften und wir schätzen es sehr, dass er auch für Feiern der Allerkleinsten immer parat steht, egal an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit. Das ganze Jahr ist volles Programm. Elternhockeyturniere die über die Landesgrenzen hinaus großes Ansehen genießen, Jugendturniere mit über 450 Teilnehmern, Weihnachtsfeiern auf denen 120 hungrige Mägen gefüllt werden wollen, Weiße Feste, Jugendspieltage mit Grillbuffet, spontanes Versacken der zweiten und dritten Mannschaften unter der Woche sind alles kein Problem für unseren kleinen Carlton Banks Verschnitt. Wie zufrieden wir mit Happy sind wird deutlich, wenn man sieht wie viele Geburtstage und ähnliche Anlässe an der Eberwurzstraße gefeiert werden. Bestimmt nicht, weil wir das nobelste, schönste und neueste Clubhaus haben (an dieser Stelle verkneifen wir uns Spitzen in Sachen Clubhaus-Architektur in Hockeydeutschland), sondern weil wir den Charme unseres nicht mehr ganz so modernen Bauwerks lieben und uns auf Happy und sein Team verlassen können.

Happy hast du eine Idee wie viele Events im Jahr stattfinden, wenn wir vom regulären Spielbetrieb mal absehen?

Happy: Ihr feiert weil es regnet, dann wieder weil es schneit oder weil die Sonne rauskommt. Wir haben im Laufe des Jahres so viele Events in allen Altersklassen, dass ich das beim besten Willen nicht zählen kann. Aber ich freue mich auf jedes einzelne davon!

Und jetzt wollen wir dich mal ein bisschen ins Schlamassel bringen. Was ist aus deiner Sicht das beste Turnier und was ist das beste Fest? Bitte keine diplomatischen Antworten.

Happy: Das beste Wochenende ist ganz klar das Schlampanjas-Turnier. Bei den Einzelfesten die Weihnachtsfeier und das Weiße Fest.

Um der heutigen Jugend gerecht zu werden versuchen wir Happy mittels Hashtags auf den Punkt zu bringen: #immergutgelaunt #sperrtnachtsdasclubhausauf #okmanchmalkönnteesetwasordentlichersein #diekidsliebenihn #schläftwennesseinmusseinestundeaufeinembierkasten #sitztimfanbusnachludwigsburg #scheisseichhabzuwenigsuppeegaleinfachsahnerein #happywarstduimurlaub #bozettiraus #wasisteinesperrstunde #woherkriegstduimmerdieseaushilfen #happyhour

Und jetzt darfst du Happy. Was ist für dich der MSC?

Happy: #familiediezusammenhält #verrückterhaufen #liebenswertchaotisch #besterjob #einmaligaufderwelt #zweiteszuhause #immerwiederüberraschend

Apropos Jugend. Happy sorgt natürlich auch selbst für kleine Hockeyspieler und seine Kids Sushant und Janvi bereichern den MSC-Nachwuchs. Mit Hilfe seiner Frau Muskan und seines Bruders Raj schmeißt er den Laden und wir sind stolz auf unseren gemütlichen Familienbetrieb an der Eberwurzstraße.

Es wäre natürlich gelogen, wenn wir behaupten würden, dass immer alles in Butter ist. Natürlich gab und gibt es auch bei uns manchmal unterschiedliche Meinungen und Ansichten. Aber wie in einer guten Ehe merken beide Parteien meist recht schnell, was sie aneinander haben und es dauert nie wirklich lange bis die Unstimmigkeiten aus der Welt sind.

Zum Schluss kommen wir zur Mutter aller Fragen an einen Clubwirt. Was war das Lustigste, Emotionalste, Verrückteste, Schönste und Unglaublichste, was du in deiner bisherigen MSC-Zeit erlebt hast?

Happy: Ich habe im meinem bisherigen MSC-Leben so viel erlebt, da könnte ich ein Buch schreiben. Der lustigste Moment war die Flucht eines Taxifahrers an einem ganz normalen Sonntag, der das Clubhaus dummerweise während einer N….humba betreten hatte. Der verrückteste ereignete sich ohne Zweifel beim Jubiläumsturnier. Stichwort „Peter Schalke“. Der emotionalste war meine Abschiedsfeier und der schönste die Rückkehr in den MSC.

Happy, wir freuen uns ungemein dich im MSC zu haben. Wir könnten uns keinen besseren Clubwirt vorstellen und sind sehr gespannt, was wir gemeinsam bis zum 20-jährigen Jubiläum alles erleben werden. Und bitte, bitte schreib auf keinen Fall ein Buch!

Autor: André Schriever - Eingestellt von: Patrick Meyer

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