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INSIDE MSC #10: 120 Jahre Münchner Sportclub

… denn Tradition schlägt jeden Trend!

Erstellt / Aktualisiert am: 25.07.2016


Lieber MSC,

seit dreißig Jahren bist Du ein fester Bestandteil meines Lebens. Wir haben Höhen und Tiefen erlebt, sind durch dick und dünn gegangen, haben gemeinsam gelacht, geweint, geflucht und gefeiert. Du bist mehr als ein gewöhnlicher Sportclub. Dein Zusammenhalt zeichnet Dich aus und macht Dich deutschlandweit bekannt und beliebt. Du bist Familie und Freundeskreis. Dank Dir haben sich Menschen gefunden und ihr restliches Leben zusammen verbracht. Du hast unzählige Kinder heranwachsen sehen, die Dir ein Leben lang treu geblieben sind. Du hast Freunde auf der ganzen Welt gewonnen und Deine Mitglieder tragen das wunderschöne MSC-Logo voller Stolz. Du hast WM-Teilnehmer und Olympiasieger geformt. Deine Mannschaften begeistern Groß und Klein. Du bist für viele von uns ein zweites Zuhause und für manche sogar noch ein kleines bisschen mehr.

Doch was sind schon lächerliche dreißig Jahre im Vergleich zu Deiner bewegten Geschichte. Dieses Jahr feierst Du Deinen 120. Geburtstag. Ein stolzes Alter. 1896 wurdest du von Studenten aus verschiedenen Ländern der Welt gegründet. Der Tennissport hat Dich von Anfang an begleitet, 1898 kam Hockey dazu und seit 1899 rufen wir dich liebevoll „Münchner Sportclub“. Ohne Dich würde der FC Bayern heute noch immer in tristen schwarzen Hosen auflaufen. Du hast zwei Kriege überlebt und bist neu aufgeblüht. Selbst der Umzug von der heiß geliebten Leopoldstraße in die Lerchenau konnte Dir nichts anhaben und so haben wir Dich in Deiner heutigen Art und Weise kennen und lieben gelernt. Und das Schönste an Dir ist: Du wirst im Alter immer größer und stärker, so dass sich noch viele, viele Generationen am Münchner Sportclub e.V. erfreuen dürfen.

Gleich möchten wir auch einige Deiner Clubmitglieder zu Wort kommen lassen, doch davor erlösen wir die Kontrahenten Deiner Teams, die sich seit Jahren fragen warum ihnen die MSC´ler vor den Spielen immer „Hau zu“ entgegen plärren. Keine Angst, es handelt sich nicht um einen Gewaltaufruf und ist dem unverständlichen Genuschel der Aktiven zuzuschreiben, dass das eigentliche „Haizuru“ manchmal etwas unverständlich rüberkommt. Auch beim Begrüßungsspruch darfst Du stolz auf eine über 100-jährige Geschichte sein, was in Deutschland wohl einmalig ist. Die Kurzversion:

1913 reiste eine MSC-Truppe zu den „Vagabonds“ nach Hastings, in deren Besitz sich bis dato der „Haizuru“ (eine grell bemalte, als Kopf ausgestaltete Kokosnuss, die Sir John Wilkinson von einer Afrikareise mitbrachte) befand und die „Vagabonds“ auf Jahre unbesiegbar machte. In eben jenem Jahr 1913 verloren die „Vagabonds“ wieder eine Partie und zwar – genau – gegen den MSC. Daraufhin erhielt die MSC-Delegation die bemalte Kokosnuss geschenkt und der bekannte Schlachtruf begleitet alle Weinrot-Grauen bis heute. Doch was heißt „Haizuru“? Haizuru entstammt der Suaheli-Sprache und bedeutet so viel wie „macht nichts, is eh wurscht“.

Du hast in Deiner Geschichte schon viele Menschen kommen und gehen sehen. Leider können wir nicht alle befragen und manche, die prädestiniert wären ein paar Zeilen über Dich zu schreiben, weilen nicht mehr unter uns. Dennoch haben wir einen Querschnitt durch die MSC-Gesellschaft gebeten, mal ein bisschen über den MSC zu plaudern.


Michael Nahr

Ehrenvorsitzender – im MSC seit 1952

Als ich 1952 zusammen mit meinem Vater Hans und meinem Bruder Hansi im zarten Alter von zwölf Jahren in den MSC eingetreten bin, war meine Mutter Hilde schon erfolgreiches Mitglied der 1. Damenmannschaft im Tennis. Der MSC hatte noch kein Clubhaus und der Hockeyplatz war ein schwarzer Aschenplatz mit altehrwürdiger Tribüne. Im Souterrain existierte eine Platzwartwohnung, in der übrigens der Sohn unseres Platzwarts, der allseits bekannte „Buale Springer“ auf die Welt kam. Im Osten unseres Geländes existierte der „Schwabinger Güterbahnhof“ und die Rangierarbeiten begleiteten laut unseren Sport. In dieser Zeit durften wir bereits den MSC-Geist kennenlernen. Unsere Altvorderen lebten ihn uns vor: Freude am Sport, Toleranz gegenüber allen, Feste feiern wie sie fallen. Für etliche von uns war dies alles nicht besonders förderlich für die schulischen Leistungen, natürlich mit den entsprechenden Konsequenzen.

Erster großer Fortschritt war der Bau unseres Clubhauses und die Erstellung einer Rasendecke für den Hockeyplatz. Leider konnten wir dies nicht lange nutzen, denn der Pachtvertrag mit der Bahn wurde kurzfristig gekündigt und der MSC kämpfte ums Überleben. Nur durch die Hartnäckigkeit unseres Präsidenten Hans Fleitmann erhielt der MSC von der Stadt München unser jetziges Gelände in Erbpacht. Im Nachhinein betrachtet war dies für den MSC ein Glücksfall, denn auf dem alten Gelände hätte sich der MSC nie zu dem entwickeln können, was er heute darstellt.

1963 folgte der Umzug an die Eberwurzstasse. Kein Baum, kein Strauch, eine öde Grassteppe erwartete uns. Ein Schäfer trieb seine Schafe über das Gelände. Die Tennisplätze waren fertiggestellt und zwei Hockeyplätze lagen da, wo der heutige Kunstrasen zu finden ist. Das Ehepaar Stach hatte einen kleinen Wohnwagen auf dem geschotterten Parkplatz abgestellt, um uns zumindest mit Getränken zu versorgen. Hockey wurde meistens auf dem Platz des ESV Laim gespielt, den Hans Fleitmann erst dadurch bespielbar gemacht hatte, indem er Wühlmäuse mit den Abgasen seines Volksporsche vertrieb.

Dann kam die Baracke, die legendäre Feste gesehen und uns gute Dienste geleistet hat, bis schließlich unseres jetziges Clubhauses gebaut wurde. Mit viel Eigenleistung wurde es unter der architektonischen Leitung von Hans Woltersdorff erstellt und Ende 1966 eingeweiht. Ich glaube, das erste Fest war der Polterabend von Katrin und mir im Januar 1967.

1969 kam es zu einem besonderen Ereignis, das deutschlandweit Beachtung fand: Das Floßunglück. Durch einen verhängnisvollen Fehler unseres Flößers stießen wir auf den Michaelifelsen vor dem Isarwehr von Baierbrunn. Das Floß löste sich mehr oder weniger auf und trieb quer gegen das Wehr. Ein Wunder, dass niemand ernsthaft zu Schaden kam, allerdings war der Sachschaden groß. Musikinstrumente des Jazzkränzchens „Immergrün“ gingen verloren und leider auch einige Fässer Bier. Das anschließende „Wiedergeburtsfest“ im MSC ging entsprechend über die Bühne.

Es gab tolle sportliche Erfolge, viele Versuche in die Hockeybundesliga aufzusteigen und auch im Tennis schlugen sich unsere Mannschaften in den höchsten bayerischen Spielklassen hervorragend.

Ein großes Ereignis war der Bau und die Inbetriebnahme unserer Sporthalle mit einem Hallenhockeyfeld und zwei Tennisplätzen. Leider zeigte sich später, dass die Halle und ganz besonders die Hockeyhalle erhebliche statische Baumängel hatte. Das Dach war nicht dicht und wie sich später herausstellte nicht den Planungen entsprechend ausgeführt worden, sodass unsere geliebte Halle 2006 gesperrt werden musste.

1987 wurde ich zum 1.Vorsitzenden gewählt. Das Amt hatte ich bis 2009 inne. Übrigens war mein Vater schon vor längerer Zeit 2. Vorsitzender des MSC unter Hans Fleitmann gewesen und mein Sohn Michael übt dieses Amt bis heute aus.

Es war eine tolle Zeit. Es gab Aufstiege, Abstiege, Wiederaufstiege, Deutsche Meisterschaften, Europa- und Weltmeisterschaften mit MSC'lern und ganz besonders natürlich Olympiasiege mit MSC-Sportlern.
Besonders erwähnen möchte ich Birgit Hahn (Anm. der Red.: heutige Weimann), Dr. Peter Caninenberg, Tommy Reck, Caro Casaretto (Anm. der Red.: heutige Specht), Max Weinhold und die Brüder Philipp und Christopher Zeller.

Ein weiteres Highlight war der Bau des Kunstrasenplatzes, der nur durch die Spendenbereitschaft vieler MSC'ler möglich gemacht worden ist. Ohne diesen Platz wäre es nicht möglich eine Jugendarbeit zu leisten, wie es heute geschieht.

Es ist für mich einfach eine ganz große Freude zu sehen, wie unsere Kinder und Jugendlichen im Tennis und Hockey trainieren, erfolgreich Punktspiele absolvieren und in Auswahlmannschaften berufen werden. Sie brauchen unsere Unterstützung, denn sie sind die Zukunft des MSC.


Sven Hauch

Vorstand – im MSC seit 1995

Mein erster Job hat mich nach München verschlagen. Eigentlich wollte ich im November 1995 mit einem guten Kumpel, der ebenfalls neu in München war, nur ein bisschen Tennis spielen. Auf Empfehlung meines Onkels Aki Moyzischewitz sollte ich doch dazu in den MSC gehen. Habe ich gemacht… und habe im MSC eine Vielfalt an Menschen und Themen getroffen, die ihresgleichen sucht. Ich möchte im Folgenden berichten, auf wie vielen Ebenen der MSC für mich integrativ tätig geworden ist:

Persönlich: Vermittlung der Ehefrau, Ausrichtung des Polterabends, sofortige Integration der Kinder von allen Mitgliedern, gleichgültig welcher Altersstufe. Schöne Grüße an den Stammtisch

Tennis: Meine sportliche Heimat sind nach Herren 30 II nun die Herren 40 II; auch der Jugendbereich wird mich wohl noch öfter sehen. Besonders toll ist die Entwicklung des Damenbereichs in den letzten Jahren, die Heimspiele sind sehenswert.

Hockey: Das wohl größte Minenfeld für mich als „Rasenhockeyspieler“ und „gelernten“ Tennisspieler („Tennisvogel“ sagen sie da drüben auf der Hockeyseite, ziemlich respektlos, tsss). Also habe ich mich erstmal als Zuschauer bei den Bundesliga-Spielen dazu gestellt und schnell gemerkt, dass vor allem auf dem Expertenhügel das komplexe Regelwerk kompetent vermittelt wird. Wenn man dann noch ab und an der Sunday Times nach den Spielen teilnimmt, ist die Integration zum echten MSC-Fan sehr schnell geglückt. Höhere Weihen des Fansports können ausschließlich bei Spielen der 2. und 3. Mannschaften durch Teilnahme am „Wallspiel“ erreicht werden. Details auf Anfrage. Der Fansport führte über die Jahre in ein stetig wachsendes Sponsoring der 1. Damen, die ich auf meine bekannt zurückhaltende Art immer öfter auch zu Endrunden begleite. Die Spannung steigt, wohin es nächstes Jahr zum Europapokal gehen wird. Mit meinen Kindern Theo und Stella rolle ich mittlerweile das Feld von „unten“ auf und erlebe vor allem bei unseren großen Turnieren & Events (Jappadappadu & Co.) strahlende Kinderaugen und Gäste von nah und fern, unter denen sich auch viele alte Bekannte befinden.

Vorstand: ein tolles Team, das mit immer neuen Ideen tolle Impulse setzt. Seit unserem gemeinsamen Start 2009 hat sich vieles bewegt, der Club wächst (Hockey +25%, Tennis +50%, Passiv +50%) und ist voller Leben. Mit aktuell ca. 1.150 Mitgliedern ist die größte Herausforderung, die Infrastruktur im Tennis, Hockey und dem gesamten Club am Laufen zu halten. Mit Tennishalle, Hockeyleistungszentrum, Küchensanierung, Renovierung der Sanitäranlagen und Umkleiden, Webseitenentwicklung, Sponsorenakquise etc. gibt es viele Projekte, die nur mit der Unterstützung der Beisitzer, ehrenamtlichen Helfer und der Spender, Förderer möglich sind.

Lieber MSC, ich freue mich, dass Du mich mit offenen Armen aufgenommen hast. Ich habe in Dir eine zweite Heimat für mich und meine Familie gefunden. Das Zusammenspiel von Familienclub und Leistungssport ist Deine ganz besondere Stärke, denn hier wird toller Sport mit einem riesengroßen Herz und unglaublich viel Engagement betrieben. Mach weiter so!

Haizuru

Dein Sven


Hubsi Steffen

Schwabinger – im MSC seit 1977

1977 wurde ich Verkaufsleiter Bayern einer Reifenfirma mit Sitz in München und brach daraufhin meine Zelte in Mettmann und meinem damaligen Bundesligaverein Uhlenhorst Mülheim ab. Aus meiner aktiven Zeit waren mir die beiden MSC-Spieler Peter Caninenberg und Hanni Zehle bekannt. Dadurch war klar, ich wechsle zum MSC. Ich kann mich noch gut an meinen ersten Besuch im Juni 1977 erinnern. Von dem von Bäumen umgebenen Uhlenhorst zum kahlen Parkplatz des MSC. So, das ist er nun, mein neuer Verein. Auf der Terrasse, oben hinter Platz eins und zwei, saßen 50 bis 70 Msc´ler und das an einem Montagabend. „Hier ist ja toll was los“, dachte ich. Es war mein erster, aber gewiss nicht mein letzter Grillabend. Und dann kam Inge Caninenberg. Damals die sogenannte Klubmutter mit ihrem Horsti. Sie stellte mich laut vor: Das ist der Hubsi. Er ist neu hier und spielt ab sofort bei den 1. Hockeyherren. Und schon bekam ich einen Platz, ein Steak und natürlich was zu trinken. Für mich bleibt diese Aufnahme unvergesslich.

Das erste Spiel für den MSC in der Oberliga war wieder Neuland für mich. Nicht mehr „Hipp Hipp Hurra“, sondern „Haizuru“ war angesagt. Ein Jahr später folgte der Aufstieg in die Bundesliga und ich lernte schon wieder etwas Neues kennen. Die Sundaytime und den Leichenzug (Anm. der Red.: Damit ist bewiesen, dass der Leichenzug keine kuriose Erfindung der aktuellen Herrenmannschaft ist, sondern eine gewisse Tradition hat.) Auweia, wo war ich denn hier gelandet? Ich will ja nicht sagen, dass es mir unangenehm war, aber meine Frau Barbara und die Söhne Boris und Marc sahen mich von Woche zu Woche immer später. Trotzdem möchte ich die Zeit nicht missen. Genau so wenig die Spiele und das Drumherum in meiner Schwabing Zeit seit 1984. Allein das Vergnügen mit MSC-Legenden und Ikonen spielen zu dürfen wie Jakob „Jackl“ Laberger im Tor, Henno Heintz, Wolfgang Strattner, Herbert Fasching, Peter Greiner, Klaus Sender, Karli Roth (Jappadappadu), Georg Greffenius (unser Rastelli), Dieter Oberg (sein weitester Schlag war 20 Meter ), Jürgen „Opi“ Benninghoff (sein bester Schlag war wiederum die runde Seite) und natürlich, man nannte sie „die Mauer ", Tino Somya und Wolfgang „Kanne“ Kannengießer.

Seit dem Ende meiner aktiven Karriere, die einen weiteren Höhepunkt mit dem Gewinn der Senioren-WM 2006 in Krefeld erreichte, versuche ich kein Spiel der heutigen Damen und Herren zu verpassen. Dazu ist die Liebe zum MSC einfach zu groß. Den jetzigen Mannschaften wünsche ich für die Zukunft viel Erfolg, denn Erfolg hat im Leben und Treiben der Welt, wer Ruhe, Humor und Nerven behält.

Haizuru

Hubsi


Elisabeth Kirschbaum

Aktuelle Damenspielerin – im MSC seit 2000

Dieses Jahr wird der MSC 120 Jahre alt,
vor sechzen Jahren erwischte er mich kalt.
Liebe war es auf den ersten Blick,
wenn ich nun schaue, so zurück.
Nicht nur der Hockeysport,
auch in den Club verliebte ich mich sofort.
Angefangen, bei den Minis ganz klein,
elf Jahre später sollten es dann die 1.Damen sein.
Ein Clubkind bin ich keine Frage,
verbringe an der Eberwurzstraße gerne meine Tage.
Im Club erlebt habe ich schon ´ne Menge,
sind es bei Spielen volle Ränge,
sind es viele Generationen bei Feiern,
sind es Kinder, die nach Happys Pizza schreien,
sind es Glück oder auch mal Tränen,
um nur einiges zu erwähnen.
Münchner Sportclub, mein Verein,
und du sollst es immer sein.
Weinrot-Grau sind unsere Farben,
ich bin stolz sie stets zu tragen!


Felix Greffenius

Aktueller Herrenspieler – im MSC seit 1984

Lieber MSC,

von meiner Geburt an bist Du nicht mehr wegzudenken. Ich habe alle Deine Jugendmannschaften durchlebt, in dieser Zeit dreimal die deutsche Jugend Meisterschaft gewonnen und stets meinen großen Idolen, den 1. Herren, nachgeeifert. Es war schon damals mein großes Ziel in der Herren-Bundesligamannschaft mitzuspielen. 2003 war es endlich soweit, mein erster Einsatz in der Herrenmannschaft. Von diesem Zeitpunkt an wurde das Bundesligahockey ein fester Bestandteil in meinem Leben. Nicht mehr wegzudenken war das nahezu tägliche Treffen und Messen mit den großen, gestandenen und vorher angehimmelten Spielern. Rasant entwickelte sich nicht nur die eigene Leidenschaft für den Leistungssport, sondern vielmehr auch die große Freundschaft und Verbundenheit zu anderen Spielern, deren Eltern und vielen weiteren Mitgliedern des Clubs. Auch der Erfolg prägte mein Leben mit Dir. So konnten wir gemeinsam mit einer unbeschreiblichen Horde an Weinrot-Grau-Verrückten 2004 den Europapokal und 2006 die Deutsche Meisterschaft feiern. 2007 bekam ich die Ehre Dein Emblem als Kapitän auf dem Platz zu vertreten. Natürlich erfüllte mich dieses Gefühl mit vollem Stolz und ich habe bis heute nie daran gedacht die Binde jemals wieder hergeben zu wollen.

Du warst und bist für mich aber noch so viel mehr. Das alles kann hier keinen Platz finden und daher folgt nur der „Shortcut“ der Attribute, Erfahrungen und Erlebnisse die ich mit Dir verbinde und teilen durfte:

Meine erste große Liebe, meine Jugend, mein Freundeskreis, meine Leidenschaft, meine Lieblingskneipe, meine Sundaytime, mein Fitnesscenter, meine Freizeitgestaltung, meine Spielwiese, mein Auffangbecken, mein Erfolgsgarant, mein Wallspiel, mein Lieblingsnachtclub, mein Stolz, meine Faszination, mein Netzwerk, mein zweites zu Hause, mein Trainingsplatz, mein Sozialpädagoge, mein Tennisplatz, mein Vorzugsrestaurant, mein Sonnwendfeuer, mein Fußballplatz, meine Stressbewältigung, mein Freizeitpark, mein Team, meine Fankultur, mein Lieblingswirt, mein Herzblut, meine DJ Residenz, mein Siegeswille, mein Diätprogramm, mein Weißes Fest, mein Deutscher Meister (2006), mein Europapokalsieger (2004), mein wöchentlicher Kinobesuch (Danke Stefan), die Partnervermittlung meiner Eltern, die Erfüllung meiner Leichtathletikwünsche, mein HIT - Training, meine Konstante, mein Chor (H....Bank), meine Tanzschule, meine Lieblingshalle (bis 2006), meine Lampeninvestition, mein Leichenzug, mein Würfelplatz, mein Vorbild an Zusammenhalt, mein Grund niemals aus München weggehen zu wollen, mein Treffpunkt, meine Weihnachtsfeier, mein Spot zum Entspannen,  die Heimat meiner Sportidole, mein Adrenalin, mein Ehrgeiz, mein Wille immer weiter zu machen.

Du bist für mich einzigartig und unverzichtbar; Eins ist klar: Du hast mich kommen sehen, aber mich wirst Du nicht so schnell wieder gehen sehen!


Alexandra Globig

Orga-Chefin Jubiläumsturnier – im MSC seit 2004

Juni 2004

Zum MSC? Meinst du wirklich? Na, ich weiß nicht so recht..... Du meinst wirklich zu DEM Münchner Sportclub? Die Geldigen, die bisserl Abgehobenen da im Münchner Norden? Das ist schon ein mächtiger Schritt. Die spielen Bundesliga!

Was soll ich denn da, als kleine Eisenbahnerin?! Da kenn ich gar keinen. Stimmt doch gar nicht. Du kennst doch die Nina G. (Anm. der Red.: Nina Greffenius) Ok, vielleicht rufe ich die mal an.

Juli 2004

Telefonat mit Nina – super nett, wie immer: „Hey, freu mich von dir zu hören. Na klar! Das wäre doch super. Ich würde mich freuen! Ich könnte mir das gut vorstellen. Komm doch einfach mal vorbei. Aber telefoniere vorher bitte mit der Schla (Anm. der Red.: Anja Schaller), die ist unser Mannschaftskapitän.“

Telefonat mit Schla – verhalten, aber freundlich: „Wechseln willst du also...hm...ok. Naja, dann komm einfach mal vorbei.“

Gesagt, getan. Mit wackeligen Knien und voller Demut, bin ich zum ersten 2. Damentraining in die Eberwurzstraße gefahren.

Und das ist jetzt schon zwölf Jahre her…

Und was soll ich sagen. Ja, es laufen / liefen hier auch schon ein paar arrogante Fatzkes durch den Club. Aber hey, mal ehrlich. Mit erhobenem Haupt und stolz geschwellter Brust, das steht uns schon. Und womit? Mit recht!

Denn dieser Club ist einfach einzigartig!

Die Menschen hier sind unglaublich herzlich und offen. Sie sind tolle Geschichtenerzähler. Auch wenn man manchmal selbst nicht dabei war, hat man irgendwann das Gefühl doch live und mittendrin dabei gewesen zu sein.

Gänsehautfeeling – Fanperformance – größte Fanfahne ever – Sunday Times – „Pfuuiiiii“ auf der Weihnachtsfeier (habt ihr bei mir irgendwie vergessen) – Hobelbank – underörsli – Würfeln bis spät in die Nacht – DM der 2. Mannschaften – indisches Lagerfeuer – Weißes Fest – kleines Frühstück bitte Happy – Vin et fromage mit dem Vorstand auf’m Viktualienmarkt – Ja, wo ist denn der Kakadu? – Leichenzug – Europapokal,  Europapokal!

So viel Leidenschaft, Passion, Begeisterung, Wärme, Herzlichkeit und Emotion auf einen Haufen habe ich so noch in keinem anderen Club erlebt, und möchte ich auch nur noch hier erleben.

MSC, das ist Wohnzimmer – Wohlfühlen – Familie – weinrot-grau im Herzen!

Wer das nicht versteht, hat den MSC noch nie erlebt!

Da bin I dahoam!

Eingestellt von: Patrick Meyer

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