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männliche Jugend B Deutscher Meister 2019

Erstellt / Aktualisiert am: 06.03.2019


Als am Sonntag, den 3. März um 14.40 Uhr in der Lübecker Hansehalle die Schlusssirene im Finale der Deutschen Meisterschaft 2019 ertönte, kannte der Jubel auf dem Platz und in den Rängen der mitgereisten MSC-Fans keine Grenzen. Nach 18 Jahren war es einer Jugendmannschaft des Clubs erstmals wieder gelungen, sich am Ende einer Saison mit einem großen Titel zu belohnen - mit einem 4:2-Sieg im Finale gegen den favorisierten Berliner HC und dem Gewinn der Deutschen Hallenmeisterschaft 2019.

Zuletzt gelang dieses Meisterstück der mJB des MSC 2001 bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Jüchen mit den ehemaligen Bundesligaspielern Felix Greffenius, Max Stephan, Sören Michel sowie Christopher Zeller. Seitdem hat der Club immer mal wieder durch starke sportliche Auftritte im Nachwuchsbereich auf sich aufmerksam gemacht. Wie zum Beispiel 2017 mit der Vizemeisterschaft der Knaben A und weiblichen Jugend A auf dem Feld oder dem Vize-Titel der männlichen Jugend A in der Halle 2018. Immer wieder sorgten im Finale knappe Ergebnisse oder ein Penalty-Shootout für ein jähes Ende aller Meisterträume und ließen diese platzen.

Als Bayerischer Meister in dieser Altersklasse hatte sich der MSC für die Süddeutschen Meisterschaften in Ludwigsburg qualifiziert. Schon hier warteten starke Gegner wie der Mannheimer HC oder der SC Frankfurt 1880, der Vize-Meister und Deutsche Meister aus der abgelaufenen Feldsaison 2018. Nur drei von insgesamt acht teilnehmenden Teams konnten sich in diesem Turnier ein Ticket fürs Weiterkommen in die Deutsche Endrunde sichern. Dem MSC gelang dies mit einem Sieg im Halbfinale über die Frankfurter. Im Endspiel musste sich die Mannschaft in weinrot-grau dem Mannheimer HC nur knapp mit 1:2 geschlagen geben - ja, wieder mal "nur knapp".

Zu den Deutschen Meisterschaften nach Lübeck ist das MSC-Team mit gedämpften Erwartungen gereist. Mithalten wollte man mit den Top 8-Mannschaften in dieser Altersklasse, sich gut verkaufen - das Halbfinale zu erreichen, das wäre klasse. Dafür musste aber ein guter Start ins Turnier her, am besten ein Sieg in der ersten Partie gegen DSD Düsseldorf. Doch schon nach drei Minuten griff MSC-Keeper Felix Schwabe nach einer Strafecke hinter sich. Die Antwort des MSC erfolgte in der 7. Spielminute, in der Björn Szerdahelyi zum 1:1 ausglich. Wenige Minuten vor der Halbzeitpause geriet die Mannschaft erneut in Rückstand - Düsseldorf führte mit 2:1. Es war wieder Björn Szerdahelyi, der in der zweiten Spielhälfte zum 2:2 ausglich. Jacob Schippan sorgte dann kurz vor Abpfiff für die 3:2-Führung, die man sich nicht mehr nehmen ließ.

Mit drei Punkten auf dem Konto hieß der nächste Gegner Harvestehuder THC. Der Hamburger Meister musste nach einer Auftaktniederlage dringend punkten und mit einem Sieg hätte der MSC bereits das Halbfinale in der Tasche gehabt. Entsprechend spannungsgeladen und zeitweise ein wenig hektisch, gestaltete sich dieses Spiel. Daran änderte sich auch nichts, als Ben Ommert zum 1:0 und nach der Halbzeitpause zum 2:0 für den MSC traf. Erst als Jacob Schippan auf 3:0 erhöhte konnte von einer Vorentscheidung gesprochen werden. Auch der 1:3 Anschlusstreffer des HTHC änderte nichts daran, dass sich die Münchner noch vor dem letzten Gruppenspiel gegen den Berliner HC vorzeitig für das DM-Halbfinale qualifiziert hatten.

Das von Trainern und Mannschaft vorsichtig angepeilte Ziel war somit erreicht. In der nächsten Begegnung gegen den Titelanwärter aus Berlin ging es nun darum, sich für das Halbfinale eine gute Ausgangsposition zu verschaffen. Bei einer Niederlage warteten dort bereits die stark aufspielenden Kölner, die sich souverän in der Nachbargruppe an die Tabellenspitze gesetzt hatten. Ebenso souverän spielte das Team aus der Bundeshauptstadt gegen den MSC. Stand es zur Halbzeit noch 0:1, so hatte man dem BHC in der zweiten Hälfte nichts mehr entgegenzusetzen. Das Spiel ging deutlich mit 1:6 verloren.

Die große Frage war nun, ob es der Mannschaft gelingen würde, diesen Dämpfer noch am Abend abzuschütteln. Hier hatte das Trainerteam um Herrentrainer Patrick "Harry" Fritsche einiges an Arbeit zu leisten. Fritsche hatte die mJB erst vor fünf Wochen von Tobias Negenborn übernommen, der dieses Team wegen einer Versetzung im Rahmen seines Lehramtsreferendariats und einem damit verbundenen Wegzug aus München nach Jahren in der laufenden Hallensaison abgeben musste. Doch zu Beginn der Faschingsferien ließ es sich der ehemalige Trainer nicht nehmen, seine Jungs in die Hansestadt zu begleiten. Wie immer auch bei dieser Endrunde als große Stütze mit dabei: Co-Trainer Maximilian Schendel.

Von den Coaches wurde offensichtlich gute Arbeit geleistet - nur so ließ sich erklären, dass der MSC das Spiel gegen Rot-Weiss Köln von Beginn an ausgeglichen gestaltete und die Niederlage gut weggesteckt hatte. Zwar gingen die Domstädter mit einer starken Einzelaktion in Führung, aber nach einem sehenswerten Zusammenspiel von Björn Szerdahelyi mit Felix Salge glich dieser noch vor der Pause zum 1:1 aus. Als sich die Fans mit bangem Blick auf die Uhr schon gedanklich mit einem anschließenden Penalty-Shootout auseinandersetzten, versenkte Jacob Schippan 40 Sekunden vor Schluss die Kugel aus spitzem Winkel unter die Latte - ein Traumtor (Minute 38.00).

http://www.hockeyvideos.de/index.php/hockeyvideos/saison-2018-19/dm-hallenhockey-der-m-jugend-b-2019-luebeck/1127-14-spiel-2-hf-dm-hallenhockey-m-jugend-b-rwk-vs-msc-03-03-2019

Im Finale dann also das Wiedersehen mit dem Berliner HC. Schon von Beginn an war spürbar, dass der MSC die Niederlage vom Vortag verarbeitet hatte. Gegen die anstürmenden Spieler aus der Hauptstadt verlagerten sich die Weinrot-Grauen aufs Kontern und gingen nach einer Strafecke durch Jacob Schippan nach zwei Minuten 1:0 in Führung. Kurz vor dem Halbzeitpfiff gelang durch einen Konter Marvin Nahr das 2:0. Nach der Pause machte der BHC mächtig Druck, erzielte den Anschlusstreffer und war dem Ausgleich sehr nahe. Doch der MSC verteidigte konzentriert und diszipliniert. In der Endphase des Spiels gelang dem MSC dann durch Jacob Schippan und Felix Salge der Doppelschlag zum 4:1. Eine Vorentscheidung - aber noch nicht das endgültige Ergebnis, da Berlin durch einen weiteren Treffer auf 4:2 verkürzte und kurz vor Schluss noch eine Strafecke zugesprochen bekam. Aber für einen Ausgleich war es für das Team von BHC-Trainer Martin Zwicker dann zeitlich zu knapp: 4:2 das Endergebnis für den MSC, der nach langer Zeit den größten Erfolg im Nachwuchsbereich ausgelassen mit Blauem Wimpel und mit einer von den hervorragenden Gastgebern in Lübeck  überreichten Marzipantorte feierte. 

http://www.hockeyvideos.de/index.php/hockeyvideos/saison-2018-19/dm-hallenhockey-der-m-jugend-b-2019-luebeck/1131-18-spiel-finale-dm-hallenhockey-m-jugend-b-bhc-vs-msc-02-03-2019

Und auch das wollen wir nicht vergessen: Björn Szerdahelyi wurde von den offiziellen DHB-Beobachtern ins Allstar-Team gewählt. Die Leistung von Jan Cordes wurde lobend erwähnt.

DM-Team 2019

hintere Reihe (v.l.n.r.): Tobias Negenborn, Ferdinand Spitz, Felix Salge, Jacob Schippan, Maximilian Schendel, Michael Huber und Harry Fritsche

vordere Reihe (v.l.n.r.): Ben Ommert, Florian Salge, Philipp Dirmeier, Jan Cordes, Björn Szerdahelyi, Felix Schwabe, Marvin Nahr und Lukas Beck - es fehlt Florentin von Glaß

Bilder: © Christoph Nahr

 

Eingestellt von: Hanna Ommert

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