MSC Schriftzug Hockey Tennis
MSC-Sponsoren

Bundesligateams gehen personell verstärkt in die Saison

Erstellt / Aktualisiert am: 17.07.2020


Nach der coronabedingten Pause wird beim Münchner SC wieder intensiv für den Anfang September geplanten Restart in der 1. und 2. Bundesliga trainiert. Für die bis 2021 verlängerte Saison konnten sich beide Mannschaften mit externen Talenten verstärken und wichtige Spielerinnen und Spieler aus den eigenen Reihen halten.

Vom SC Frankfurt 1880, dem direkten Konkurrenten aus der zweiten Liga, wechselt Aron Flatten von der Mainmetropole an die Isar. Flatten, Jahrgang 2002, ist Jugendnationalspieler und gewann, als 16-Jähriger schon im Kader der U21, die Europameisterschaft 2019 in Valencia. Mit Nikas Berendts findet ein weiterer DHB-Spieler (U18) den Weg zu den Weinrot-Grauen. Berendts, ebenfalls Jahrgang 2002, kommt vom TuS Obermenzing, mit dessen Herrenteam er in der Halle in der 2. Bundesliga Süd spielte. Neu im Kader ist auch Jan-Philipp Pätzmann (Jahrgang 1998). Der ehemalige Kapitän des Zweitligisten HTC Stuttgarter Kickers trainiert bereits seit mehreren Wochen in München und verstärkt als weiterer externer Spieler den MSC-Herrenkader.

Aron Flatten, Nikas Berendts, Jan-Philipp Pätzmann (Fotos: privat, TuS Obermenzing, HTC Stuttgarter Kickers)

Mit den Neuzugängen Aron Flatten und Nikas Berendts bereiten sich bei den MSC-Herren in Summe neun U18- und U21-Nationalspieler auf ihre jeweilige EM oder WM im nächsten Jahr vor. Trainer Patrick Fritsche zeigt sich daher mehr als zufrieden mit der bisherigen Kaderplanung: „Wir haben es geschafft, die jungen MSC-Eigengewächse im Club zu halten und mit einem Studium langfristig an München zu binden. Mit dem Olympiastützpunkt und der Leistungssport-infrastruktur im MSC haben wir mittlerweile Rahmenbedingungen, die dem Hockeysport auf einem ganz hohen Level eine Heimat hier in München geben. So konnten wir uns mit absoluten Top-Talenten und ganz spannenden Persönlichkeiten verstärken."

Auch in diesem Jahr erhalten MSC-Youngsters die Möglichkeit, sich zu beweisen: mit Michael Huber, Ben Ommert, Felix Salge, Florian Salge und Ferdinand Spitz (alle Jahrgang 2003) sind es fünf Spieler, die aus der eigenen Jugend kommen und mittrainieren.

„Die Mannschaft wird ein neues, junges Gesicht bekommen. Es wird kein Umbruch, es wird ein Aufbruch. Wir wollen und werden der Tradition des Clubs eine Zukunft geben - mit einem gesunden Mix aus ‚Münchner Kindln', absoluten Top-Talenten und ganz feinen Charakteren. Ich selbst bin jetzt schon der größte Fan dieser Mannschaft, und ich hoffe sehr, dass wir noch viele weitere Fans begeistern können", beschreibt der Coach das neu geformte Team und erklärt seinen Plan für die anstehenden Spiele wie folgt: „Es wird kein klares Saisonziel geben, denn ein Ziel steht uns im Weg. Der Aufstieg in die 1. Bundesliga ist für uns kein Ziel, sondern eine Aufgabe, die im kommenden Jahr ganz oben auf unserer Agenda steht. Wenn wir uns Ziele und damit Grenzen setzen, engen wir uns ein. Die Mannschaft verfügt aber genau über diese unbekümmerten Eigenschaften, die wir in Zukunft brauchen: Kreativität, Mut, Leidenschaft, Euphorie. Wenn wir dann alle zusammen noch ein bisschen Frustrationstoleranz mitbringen, gestalten wir eine Geschichte, an der wir alle noch ganz lange ganz viel Freude haben werden."

Auch das Damen-Team konnte sich mit Top-Spielerinnen für die 1. Bundesliga verstärken. So fand Jugendnationalspielerin Cara Sambeth (U21) bereits in der vergangenen Hallensaison den Weg zum Münchner SC und hatte hier ihre ersten Einsätze. Johanna Kandler (U18) wechselte schon im November 2019 zur MSC-Jugend und ist nun für den Erwachsenenbereich spielberechtigt. Zu diesem Schritt hat sich auch Joana Boehringer (U18) entschieden, die, wie die beiden anderen genannten Talente, aus der erfolgreichen Jugendarbeit vom ESV München kommt. Aus der eigenen Jugend erhält Aylin Evciler eine Chance im Damenkader. Der Vollständigkeit halber sind hier auch Julia Mackensen (ehemals UHC Hamburg) und Dora Flatten (vom SC Frankfurt 1880) genannt, die schon zum Ende der Hinrunde ihre ersten Spiele für den Münchner SC absolvierten.

Cara Sambeth, Johanna Kandler, Joana Boehringer (Fotos: Barbara Förster Photography, Seybold/Pöhler) 

Trainer André Schriever freut sich neben der externen Verstärkung über den Verbleib wichtiger Leistungsträgerinnen: „Es ist ein sehr schönes und positives Signal, dass sich alle Spielerinnen, trotz Anfragen von deutschen Top-Clubs, zum MSC bekannt haben. Die Mädels sehen wieviel Potenzial in ihrer Mannschaft, dem Umfeld hier im Club steckt und, dass unser Weg noch lange nicht zu Ende ist. Wir starten in Summe mit acht Perspektivkader- und U-Nationalspielerinnen in die kommende Spielzeit, mit einer Qualität, wie wir sie länger schon nicht mehr hatten. Wenn die Entwicklung so anhält, werden wir noch verdammt viel Freude an dieser Truppe haben."

Kleiner Wermutstropfen für den Coach am Rande: nach vier Jahren als Co-Trainer, hört Benjamin Lang aus familiären Gründen auf. Für ihn wurde bereits Ersatz gefunden. Ab 1. August wird Schriever zusätzlich von Henry Schneider, zuvor verantwortlich für das Damen-Bundesligateam des Nürnberger HTC, unterstützt, der neben Max Zobiegala das Trainerteam komplettiert.

Nach Wochen der Pause und Einschränkungen auf dem Platz freut sich Schriever auf den Restart in der Liga und gewinnt der Situation rückblickend viel Positives ab: „Ich gebe zu, dass ich zu Beginn ein großer Zweifler der Corona-Trainingseinheiten war. Im Nachgang muss ich meine Meinung jedoch revidieren. Die Wochen ohne Kontaktsport haben uns unfassbar viel Spaß bereitet und jede einzelne Spielerin sowie das Team besser gemacht. Die Mädels wurden individueller betreut, wir haben viele neue Dinge entwickelt und nicht zuletzt sogar einen komplett neuen Teamprozess angestoßen. Themen, für die man sonst weniger Zeit hat, wurden intensiviert und sind in den Fokus gerückt. Wir können mit Fug und Recht behaupten, dass wir die Zeit sehr gut genutzt haben und sie sowohl für die sportliche als auch für die Teamentwicklung Gold wert war. Aber nichtsdestotrotz freuen wir uns natürlich alle darauf, wieder richtig Hockey zu spielen."

München, 17. Juli 2020

Kontakt:
Hanna Ommert
presse@mscmail.de

Eingestellt von: Hanna Ommert

MSC facebook
MSC twitter
MSC instagram