MSC holt sich Selbstvertrauen für Playdowns

Veröffentlicht am: 19.04.2021


Zum Abschluss der mit 590 Tagen am längsten dauernden Hauptrunde der Bundesligageschichte mussten die MSC-Damen zu zwei Auswärtsspielen nach Hamburg reisen. Die Partie gegen den Club an der Alster ging mit 0:5 deutlich verloren - in der Begegnung gegen Großflottbek konnte aber noch einmal ein Sieg eingefahren werden (3:2). Damit erspielte sich der MSC auch Selbstbewusstsein für die Play-downs. Hier werden die Damen am 25.04. bei den Zehlendorfer Wespen zu Gast sein. Darauf folgen dann zwei Heimspiele im "Best-of-three"-Modus, um die Klasse zu halten. 

 

Die Damen vom Club an der Alster haben ihre Siegesserie in diesem Jahr in der hockeyliga ausgebaut. Das 5:0 (4:0) am Samstag gegen den Münchner SC im vorletzten Spiel der Hauptrunde war der sechste Erfolg 2021 in Serie und der fünfte Triumph in Folge ohne Gegentreffer bei 23 eigenen Toren. Mit dem Sieg wahrte die Mannschaft von Trainer Jens George zudem die Chance auf den zweiten Platz in der Staffel A. „Allerdings haben wir das nicht mehr selbst in der Hand. Wir würden uns freuen, wenn wir es schaffen. Aber wir nehmen das, was kommt", so George.

Schon in der 3. Minute fiel der erste Treffer der Partie nach einer kurzen Ecke. Zwar misslang Lisa Altenburg der Stopp zunächst, doch sie bekam die Kugel kurz darauf unter Kontrolle und spielte diese rechts in den Kreis zu Hanna Valentin. Deren Schuss in die Mitte lenkte Anne Schröder in den Kasten zum 1:0. „Wir waren von Beginn an hellwach und haben Druck gemacht. Das frühe 1:0 hat uns dann auch Sicherheit gegeben", meinte George. Schröder war als Vorbereiterin dann auch in der 8. Minute am 2:0 durch Juliane Grashoff beteiligt. Die Nationalspielerin erkämpfte sich den Ball kurz vor dem Schusskreis und brachte ihre Teamgefährtin Felicia Wiedermann in der linken Kreishälfte in Position. Deren Schuss wurde dann von Grashoff in den Kasten gelenkt. Zuvor waren die Gäste allerdings zweimal gefährlich im Kreis von Alster aufgetaucht, vermochten aber daraus keinen Treffer zu erzielen. In der 22. Minute schloss Hannah Gablać eine Kombination von Nele Aring und Katharina Kirschbaum auf der rechten Seite mit einem Schuss aus der Drehung zum 3:0 ab. Mit dem Treffer war die Partie vorentschieden. Drei Minuten später erhöhte Hanna Valentin dann nach einem schnellen Angriff über die halbrechte Seite gar zum 4:0.

Es dauerte bis zur 37. Minute, ehe den Gästen aus München wieder eine gefährliche Aktion gelang. Mit der Vier-Tore-Führung im Rücken spielte Alster im zweiten Durchgang nicht mehr ganz so konsequent und ließ selbst einige Möglichkeiten aus. In der 59. Minute setzte sich dann Juliane Grashoff im Schusskreis noch einmal durch und traf zum 5:0-Endstand.

„Wir haben gut Lehrgeld gezahlt. Aber das ist nicht schlimm, weil wir viel mitnehmen", befand MSC-Trainer André Schriever mit Blick auf Spiel und Endergebnis und machte kein Geheimnis daraus, dass die Niederlage auch höher hätte ausfallen können: „Alster ist kein Team, das uns liegt. Das Tempo können wir nicht mitgehen. Unser Fokus liegt nun auf der Partie beim GTHGC. Auch wenn es da in der Tabelle um nichts mehr geht, wollen wir mit einem guten Gefühl in die Playdowns gehen."

Club an der Alster - Münchner SC 5:0 (4:0)

Tore:
1:0 Anne Schröder (3., KE)
2:0 Juliane Grashoff (8.)
3:0 Hannah Gablać (22.)
4:0 Hanna Valentin (25.)
5:0 Juliane Grashoff (59.)

Ecken: 8 (1 Tor) / 0 (0 Tore)
Schiedsrichter: J. Borgmann / M. Garske

 

Der Münchner SC siegte am Sonntagmittag mit 3:2 gegen den Großflottbeker THGC. Damit erspielte sich der MSC auch Selbstbewusstsein für die Play-downs, wo der MSC nächste Woche bei den Zehlendorfer Wespen zu Gast sein wird, dann theoretisch zwei Heimspiele im "Best-of-three" hat, um die Klasse zu halten. Flottbek hat Rüsselsheim zuerst bei sich zu Gast, muss dann nach Hessen für die Partien zwei und (wenn benötigt) drei.

Zwischen dem Letzten und Vorletzten der Staffel A entwickelte sich von Beginn an ein offenes und unterhaltsames Spiel. Die Führung gelang zunächst den Hausherrinnen durch Monika Polweczak in der zwölften Spielminute. Im zweiten Viertel wurde der MSC dann aber stärker und traf per Dopppelschlag durch Jaqueline Dorner (26.) und Anissa Korth (29.) zum 2:1 aus Sicht der Gäste. Das Spiel war also zur Halbzeit gedreht.

Auch im zweiten Durchgang spielten beide Teams auf Augenhöhe. Jetzt waren es erneut die Flottbekerinnen, die nach vorne spielten. Die Belohnung dafür folgte prompt durch einen Treffer von Linda Cobano (37.). Bis in die Schlussphase hinein blieb es ein offenes Spiel. Dann traf Philin Bolle in der 54. Minute per Ecke zum 3:2 für den MSC und erzielte damit die Vorentscheidung. Schlussendlich blieb es beim 3:2-Auswärtssieg für die Münchnerinnen.

Mit dem knappen Sieg war auch MSC-Coach André Schriever zufrieden: „Es war ein Geduldspiel heute. Wir können jetzt mit einem guten Gefühl in die entscheidenden zwei Wochen gehen. Wir hatten mehr vom Spiel und hatten ein Chancen- und Eckenplus, deswegen ist es ein völlig verdienter Sieg." Katharina Frank war bei Flottbek allerdings nicht ganz glücklich mit der Leistung ihres Teams: „München war heute griffiger und wir haben nicht an die spielerisch guten Leistungen der letzten Wochen angeknüpft. Wir können aber aus dem Spiel viel mitnehmen für die Playdowns."


Großflottbeker THGC - Münchner SC 2:3 (1:2)


Tore:
1:0 Monika Polewczak (12.)
1:1 Jacqueline Dorner (26.)
1:2 Anissa Korth (29.)
2:2 Laura Fee Hahnefeldt (37.)
2:3 Philin Bolle (54., KE)

Ecken: 2 (0 Tore) / 4 (1 Tor)
Schiedsrichter: A. Calder / N. Schuschel

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