Start der Bundesligasaison 2025/26 am 6. September
MSC-Teams gehen jeweils mit jungem Kader in die neue Saison
03.09.25 / 1. Herren „MSC Ragazzi“ / 1. Damen / Hockey
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Christoph Gramann
Am 6. September startet die Hockeybundeliga in die neue Saison 2025/26 und der Münchner Sportclub ist auch in dieser Spielzeit wieder mit beiden Mannschaften, Damen und Herren, im Oberhaus der Liga vertreten.
Für den Verbleib in Liga 1 mussten die MSC-Herren wie auch das Damenteam in der abgelaufenen Saison in den Playdownspielen im Best-of-three-Modus jeweils gegen Berliner Mannschaften antreten. Während es der Herrenmannschaft gelang, erst zu Hause und dann auswärts gegen den Berliner HC zu punkten und sich damit den Klassenerhalt sicherten, konnten sich die Frauen erst in einem dritten und entscheidenden Spiel vor heimischer Kulisse gegen die Zehlendorfer Wespen durchsetzen.
In die neue Saison gehen beide Teams jeweils mit einem sehr jungen Kader. Entgegen dem aktuellen Trend der Liga, sich gezielt mit Neuzugängen aus dem Ausland und zu verstärken, setzt der Club weiterhin darauf, mit einer starken Jugendarbeit eigene Nachwuchsspielerinnen und -spieler, für die Bundesliga zu entwickeln.
Nach dem Gang durch die Playdowns verfügen die MSC-Mannschaften über reichlich Selbstbewusstsein und prägende Erfahrung, die wichtig für die sportliche und mentale Entwicklung sind. Das bestätigt Herrentrainer Patrick „Harry“ Fritsche auch in seinem persönlichen Rückblick auf die Saison 2024/25: „Was für eine Saison! Das war historisch. Wir wollten damals mit einer neuen Mannschaft und vielen neuen Gesichtern Geschichten schreiben und sie haben Geschichte geschrieben! Wir haben uns in der Hinrunde auch durch viele hohen Niederlagen nicht von unserem Weg abtreiben lassen, wollten weiter mutiges und attraktives Hockey spielen“.
Dabei haben seine Spieler einen Riesenschritt in ihrer Entwicklung genommen: „Gerade in den beiden Entscheidungsspielen gegen den Berliner HC 15 Minuten vor Schluss mit 0:1 zurückzuliegen und beide Spiele noch zu gewinnen, zeigt, wie viel Lust die Jungs auf das Gewinnen haben! Hier müssen wir weiter an uns arbeiten und alles dafür tun, dass sich die Herren weiter in der immer professioneller werdenden Hockeybundesliga etablieren“, so Fritsche weiter.
Auf zwei seiner etablierten Spieler muss der Coach in der nun anstehenden Saison dabei allerdings verzichten. Mit Nikas Berendts, den es für sein Studium in die Niederlande zieht, verliert das Team seinen Spezialisten für Strafecken. Benedikt Geyer, im Münchner Sportclub ausgebildet und ein echtes Eigengewächs, wechselt nach seinem Abitur an den Neckar zum Mannheimer HC.
Dafür kehrt Christian Schellinger vom Berliner HC zurück nach München und zeigt, dass man, nach Studium und Hockey in Großbritannien und in der Bundeshauptstadt, seinen Berufseinstieg mit Leistungssport in seinem Heimatclub verbinden kann.
Neu im Kader steht Noah Wild vom Zweitligisten TG Frankenthal, der für sein Masterstudium zum Hockeyspielen in den MSC kommt. Der Neuzugang von Harry Stone von der University of Nottingham und Spieler der englischen U21-Auswahl zeigt, dass der MSC auch für internationale Jugendspieler mittlerweile sehr attraktiv ist, weil sie hier für ihre sportliche und persönliche Entwicklung das perfekte Umfeld auf und neben dem Platz finden.
Hinzu kommen mit Christopher Jung, Kwame Vincent, Moritz Dirmeier und Jonas Rödl wieder Spieler aus der eigenen Jugend, die die Möglichkeit erhalten, noch in dieser Saison ihr erstes Bundesligaspiel zu bestreiten.
„Damit wird es dieses Jahr wieder das MSC-Gesicht geben. Mit vielen Spielern aus der eigenen Jugend und mit Rückkehrer Christian Schellinger. Wir werden weiter auf unsere jungen Spieler setzen und sie auf Bundesliga-Niveau entwickeln. Wir haben hier eine Kultur des Mitgestaltens und wir wollen die Jungs genau darin weiter stärken“, betont Fritsche. Dabei steht für ihn im Fokus, die Spielkultur innovativ zu gestalten: „Wir wollen im Umfeld kreative Wege gehen und vor allem mit der MSC-DNA versuchen, in diesem immer professioneller werdenden Sport Akzente zu setzen. Wir wollen das ‚Handwerk‘ in das Schaufenster stellen, zeigen was man sich alles erarbeiten kann. Der Spielmodus gibt es wieder her, dass wir am Ende der Saison um alles spielen können. Wir sind bereit und nehmen jeden gerne mit auf unsere Reise - eine Reise des Mitgestaltens.“ 
Auf eine Reise mit einem neuen Trainergespann begeben sich die MSC-Damen in dieser Saison. Nachdem man die gemeinsame Zusammenarbeit mit Cheftrainer Jakob Cyrus nach dem letzten Pflichtspiel beendet hatte, übernehmen jetzt die bisherigen Co-Trainer Martin Jones und Fabian Fritsche. Jones ist ehemaliger britischer sowie englischer Nationalspieler und in England auch als Coach national und international erfolgreich gewesen. Fabian Fritsche, erfolgreicher Nachwuchstrainer im MSC, wird ihm zur Seite stehen und die Mannschaft hauptverantwortlich durch die Hallensaison führen.
Den Club verlassen haben zum Ende der Saison Ersatzkeeperin Theresa Presser-Velder und Verteidigerin Julia Schedl. Lina Kröger und Julia Boehringer befinden sich aktuell noch im Ausland. Die Routiniers Jacqueline Dorner und Nike Beckhaus legen derzeit eine Pause ein. Verstärkung kommt mit Lena Wenzel und Lea Sack von den Zweitligisten Bonner THV und Rüsselsheimer RK. Luisa Walter stößt vom Erstligaabsteiger TSV Mannheim zum MSC. Zurück nach einem Studienaufenthalt in den Niederlanden ist Tara Duus, die in der Hinrunde noch eine Verletzung auskurieren muss.
Im 27 Spielerinnen umfassenden Trainingskader der MSC-Damen stehen insgesamt zehn Athletinnen, die noch für die U18-Jugend des Clubs spielberechtigt sind. Dies unterstreicht, wie jung diese Mannschaft ist. Aus Sicht des Headcoachs Jones ist es daher wichtig, dass seine Damen vor allem weiterhin „als Mannschaft Erfahrungen sammelt“. Darüber hinaus erklärt Martin Jones als Ziel: „Wir wollen an unseren besten Tagen mit den Top-Teams der Liga mithalten und somit einen nachhaltigen Kader in der 1. Bundesliga aufbauen, der in den kommenden Jahren in der oberen Tabellenhälfte landet.“
