Bundesligateams für Saison 2026/27 bereit

MSC-Damen und MSC-Ragazzi greifen wieder an

15.09.26



Bernd Leuschner

Die Bundesliga-Saison 2026/27 steht in den Startlöchern – und beim Münchner Sportclub ist die Vorfreude auf die neue Spielzeit groß. Sowohl die MSC-Damen als auch die MSC-Herren gehen weiterhin in der höchsten deutschen Spielklasse an den Start. Beide Teams haben in der vergangenen Saison die Playdowns erfolgreich überstanden und damit den Klassenerhalt gesichert. Jetzt heißt es: neue Saison, neue Kader, neue Ziele – und weiterhin Bundesliga-Hockey beim MSC.

Bei den MSC-Herren beginnt die neue Saison mit einem deutlich veränderten Gesicht. Nach fast zehn Jahren beim MSC hat Patrick „Harry“ Fritsche den Club verlassen und sich dem Club an der Alster angeschlossen. Als Herrentrainer hat er den MSC über viele Jahre geprägt und insbesondere die Entwicklung des Herrenbereichs maßgeblich mitgestaltet.

Seine Nachfolge übernimmt zunächst Carsten-Felix Müller. Der bisherige Co-Trainer wird bis zur Hallensaison die Verantwortung an der Seitenliniehaben Unterstützt wird er dabei von Sportdirektor Tobias Lietz.

Auch der Kader hat sich zur neuen Saison verändert. Mit Luca Kirstein beendet ein langjähriger Spieler seine Karriere. Lucca Epple zieht es studienbedingt ins Ausland, Harry Stone kehrt nach England zurück, Kim Kingstone nach Neuseeland. Enzio von Bülow wechselte zum ASV München.

Gleichzeitig konnte der MSC mehrere spannende Neuzugänge gewinnen. MSC-Eigengewächs und ehemaliger Kapitän der MSC-Ragazzi Daniel Schellinger kehrt nach seiner Zeit beim Club de Campo Madrid, mit dem er EHL spielte und spanischer Meister wurde, zurück nach München. Vom Rüsselsheimer RK kommt Tom Blümmel, vom SC Frankfurt 1880 Carl Nagtegaal. Mit Luke Holmes stößt zudem ein Spieler aus Auckland, Neuseeland, zum Team.

Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf dem eigenen Nachwuchs: Mit Leonard Roos, Maximilian Kraus, Philipp Färber, Kai Weimar und Benedikt Stöckler rücken gleich fünf Spieler aus der eigenen Jugend in den Herren-Bundesligakader und trainieren hier für ihre Chance auf einen Platz auf dem Spielfeld. 

Carsten-Felix Müller blickt positiv auf die vergangene Saison zurück und zeigt sich mit Blick auf die anstehenden Herausforderungen realistisch: „Wir waren in der vergangenen Saison sehr zufrieden mit Tabellenplatz 10 – trotz einiger schwerer Verletzungen im Verlauf der Rückrunde – und der damit verbundenen guten Ausgangslage für die Playdowns. Dort haben wir uns in drei hart umkämpften Spielen, von denen jedes erst im Shootout entschieden wurde, verdient durchgesetzt. Das wird keiner mehr so schnell vergessen, denn das war wirklich was für die großen Gefühle. Unser Ziel für die anstehende Saison bleibt der Klassenerhalt. Allerdings wollen wir uns jetzt im dritten Jahr auch dahin entwickeln, dass wir länger im Fight um Platz 9 mitmischen können.“

Auch bei den MSC-Damen hat sich im Sommer einiges getan. Martin Jones wird sich in seiner zweiten Saison weiterhin als Head-Coach für das Mannschaft verantwortlich sein. Da sein Co-Trainer Fabian Fritsche, während der Feldsaison seinen Fokus auch auf die wU16 legen wird, bekommt das Trainerteam Support von André Schriever. Philin Bolle nach elf Jahren im MSC nun für den Harvestehuder THC, Lara Niebler wechselte zum Club an der Alster. Lena Wenzel, Lia Becker und Carla Mink legen eine Pause ein, Luisa Walter geht für ihre weitere Entwicklung in die USA.

Dem stehen gleich mehrere interessante Neuzugänge gegenüber. Aus den USA kommt Cara Sambeth von der Stanford University zurück zum MSC und Tessa von Velsen vom AHTC Wien an die Eberwurzstrasse. Aus der 2. Bundesliga haben sich Carla Hartmaring vom HTC Uhlenhorst Mülheim und Clara Gulewitsch vom HC Ludwigsburg, angeschlossen. Mit Ruby Baker verstärkt eine Spielerin vom Southern District Hockey Club aus Neuseeland den MSC. Ruby stand vor wenigen Wochen noch im WM-Kader der Neuseeländerinnen. 

Auch bei den Damen setzt der MSC auf den eigenen Nachwuchs. Mit Maxima Walter, Clara von Falck und Katharina Tiepolt rücken drei Spielerinnen aus der MSC-Jugend in den Bundesliga-Kader auf.

Nach einer schwierigen Hinrunde konnte das Team in der vergangenen Saison insbesondere in der Rückrunde zulegen. Fünf Siege aus den letzten acht Spielen sorgten für einen positiven Saisonabschluss und eine gute Basis für die neue Spielzeit. „Die vergangene Rückrunde, in der wir fünf unserer letzten acht Spiele gewonnen haben, war sehr positiv. Das war nach einer schwachen Hinrunde aber auch notwendig“, blickt Damen-Trainer Martin Jones zurück.

Für die neue Saison sieht Jones seine Mannschaft gut aufgestellt. „In der kommenden Saison verfügen wir über ein größeres Trainerteam und einen stabilen Kader, mit einer soliden Abwehr und einigen vielversprechenden Offensivspielerinnen. Wir möchten daher dort anknüpfen, wo wir im Mai aufgehört haben, mit dem Ziel, offensiver zu spielen, mehr Torchancen zu kreieren und auswärts mehr Punkte zu holen.“

Mit zwei weiterhin erstklassigen Mannschaften, zahlreichen neuen Gesichtern und vielen eigenen Talenten startet der Münchner Sportclub in die Saison 2026/27. Nach dem erfolgreichen Klassenerhalt wollen beide Teams nun den nächsten Schritt machen und sich in der Bundesliga weiterentwickeln.

Die neue Saison verspricht wieder nicht nur sportlich viel Spannung, sondern auch jede Menge neue Geschichten. Wir freuen uns auf packende Bundesligaspiele, viel Emotionen und zahlreiche MSC-Fans am Spielfeldrand.