MSC Schriftzug Hockey Tennis
MSC-Sponsoren

Vorrede - Aus der Geschichte eines Clubs

1998 feierte der MSC mit einem großen Pfingst-Turnier sein 100-jähriges Bestehen. Für das Programmheft hielt der unvergessene Karli Roth mit viel Witz, Liebe und Sorgfalt die Geschichte des MSC fest.

Hundert Jahre - ja so alt wird doch kein Schwein. Nun, dem MSC ist es dennoch gelungen und so bin ich jetzt gefordert, etwas aus dieser langen Zeit zu erzählen. Auf welche Quellen greift man da zurück? Ganz klar, auf das Clubarchiv! Nur dumm, daß ein solches nicht existiert! Ich kenne Hockeyclubs, bei denen die Anzahl der in der ersten Mannschaft absolvierten Spiele sowie die Torschützen bis zurück zu den Gründungszeiten festgehalten sind. Nichts von alledem beim MSC, auf eine gepflegte Schlampigkeit hat man schon immer und bis zum heutigen Tag Wert gelegt. Ganz hilflos war ich aber dennoch nicht. Zum einen habe ich fast die Hälfte dieses Centenniums selbst mehr oder weniger aktiv miterlebt, zum anderen kam uns der Zufall zuhilfe. Vor etwa zwanzig Jahren stöberte unser Tennismitglied Hubertus Wild, seines Zeichens höherer Ministerialer im Bayerischen Landwirtschaftsministerium, im Archiv seiner Behörde, um irgendetwas aus der Geschichte der bayerischen Agronomie ans Tageslicht zu fördern. Dabei fiel ihm, er traute seinen Augen kaum, in der Zeitschrift "Das Bayerland" aus dem Jahre 1910 eine sich über drei Fortsetzungen erstreckende Geschichte des MSC über die vierzehn Jahre seit der Gründung 1896 in die Hände. Hier ist nun alles schwarz auf weiß festgehalten, was uns nur bruchstückweise aus Veröffentlichungen alter Mitglieder in früheren Jubiläumsschriften und ähnlichem bekannt war. Für das Jahrzehnt von 1920 bis 1930 gibt es nun tatsächlich eine Art Archiv, nämlich vier in Leder gebundene Tagebücher, die zunächst von Pauli Bachhofer, und danach von Manfred Backmund gewissenhaft geführt wurden und in denen alles festgehalten ist, was vorfiel. Die dunklen Jahre von 1931 bis 1945 liegen dagegen auch was die MSC-Geschichte betrifft, mehr im Verborgenen und erst für die Zeit ab dem Kriegsende setzt die eigene Erinnerung ein.

Was nun folgt, soll keine Chronik im üblichen Sinne mit Jahreszahlen, Tabellen, Statistiken und Ergebnissen sein, vielmehr möchte ich Ihnen, wie schon der Titel sagt, Geschichten aus den einzelnen Epochen erzählen, wie sie mir für die MSC typisch erscheinen und die zeigen, daß sich im Grunde, was das Wesen und den Charakter des MSC betrifft, nicht viel geändert hat. Viel Spaß bei der Lektüre.

Weiter

MSC facebook
MSC twitter
MSC instagram